Berge von Nurota

Berge von Nurota

Navoiy

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Die Berge von Nurota sind eine markante Landschaftsformation in der Nähe der Stadt Nurota in der usbekischen Region Navoiy. Die Gegend hat historisch einiges zu bieten: Hier finden sich die antiken Reste einer Festung, die Alexander der Große 327 v. Chr. errichten ließ. Sie war als strategische militärische Hochburg geplant. Besonders bemerkenswert ist die Festung – mit der inneren Stadt Shahristan – denn ihre großen Mauern und Türme spiegeln die Bedeutung des Ortes wider: als Grenze zwischen bewirtschafteten Flächen und wilden Steppen. Auch die Berge und die Umgebung sind für das Chashma-Komplex bekannt: ein religiöser Pilgerort, der sich um eine heilige Quelle gruppiert. Herzstück ist eine Djuma-Moschee mit 40 Säulen und einem der größten Kuppelbauten Zentralasiens. Das einzigartige unterirdische Karez-Wassersystem, das Alexander dem Großen zugeschrieben wird, zeigt eindrucksvolle antike Ingenieurskunst in der Wasserführung und wird bis heute teilweise wiederhergestellt und genutzt. Die Berge von Nurota vereinen somit spektakuläre Naturlandschaften mit tiefer historischer und spiritueller Bedeutung – ein Ziel für Naturliebhaber ebenso wie für Pilger.

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Tipp: Besucher sollten für den Frühling oder Herbst planen, um milderes Wetter zu haben und die starken Ausläufer des kalten Wüstenklimas zu vermeiden. Die Buchung lokaler Guides kann helfen, die historischen und religiösen Stätten besser zu verstehen. Es empfiehlt sich, den Zugang zu Führungen durch das Karez-Wassersystem im Voraus zu organisieren, da es ein einzigartiges Highlight ist. Pilger möchten eventuell an religiösen Zeremonien im Chashma-Komplex teilnehmen. Für Besuche religiöser Stätten wird bescheidene Kleidung empfohlen.

Interessante Fakten

  • Die Festung in Nurota wurde 327 v. Chr. von Alexander dem Großen errichtet und ist auch heute noch mit sichtbaren Resten vorhanden.
  • Die Djuma-Moschee über der Quelle von Chashma hat 40 Säulen und eine Kuppel mit 16 Metern Durchmesser – eine der größten in Zentralasien.
  • Das unterirdische Wasserleitungs- und Rohrleitungssystem Karez ist ein antikes Ingenieurs-Meisterwerk, das Alexander dem Großen zugeschrieben wird. Vernetzte Brunnen werden zur Wartung genutzt.
  • Die Kulturschicht in der Region reicht etwa 40.000 Jahre zurück und deutet auf eine sehr frühe menschliche Besiedlung hin.
  • Nurota ist ein bedeutender muslimischer Pilgerort, dessen Gräber offenbar von Propheten Muhammad besucht werden sollen.

Geschichte

327

Nurota wurde 327 v.

Chr.

von Alexander dem Großen als antike Stadt Nur gegründet.

Der Herrscher errichtete hier eine militärische Festung, um das strategische Grenzgebiet zwischen Ackerland und Steppe zu kontrollieren.

Über die Jahrhunderte wurden Festung und Stadt zu Zufluchtsorten für Rebellen und zu Sammelpunkten für Armeen.

Im 10.

Jahrhundert gewann Nurota an religiöser Bedeutung als muslimischer Pilgerort; um eine heilige Quelle entstand der Chashma-Komplex.

Das antike Karez-Wassersystem wurde entwickelt, um Wasser von der Quelle in die Stadt zu bringen – Teile davon sind bis heute in Nutzung.

Der Ort hat sich fortlaufend weiterentwickelt und seine kulturelle und spirituelle Relevanz über die gesamte Geschichte hinweg bewahrt.

Ortsführer

1
Festung von Alexander dem Großen327 v. Chr.
Alexander der Große

Die antike Festung, die Alexander der Große erbauen ließ, umfasst die innere Stadt Shahristan, umgeben von großen Mauern und Türmen – ein anschauliches Beispiel für die strategische militärische Bedeutung des Ortes.

2
Chashma-Komplex10. Jahrhundert (Djuma-Moschee)

Ein religiöser Komplex, der sich um eine heilige Quelle dreht – mit der Djuma-Moschee, die 40 Säulen und eine große Kuppel besitzt, außerdem einem Brunnen und einem Badehaus. Er ist ein zentraler Pilgerort der Region.

3
Unterirdisches Wassersystem KarezAntik (um 4. Jahrhundert v. Chr.)
Alexander dem Großen zugeschrieben

Ein antikes unterirdisches Wasserleitungs- und Rohrleitungssystem, das Alexander dem Großen zugeschrieben wird. Es wurde so konzipiert, dass Quellwasser über mehrere Kilometer transportiert werden kann – mithilfe miteinander verbundener Brunnen zur Wartung.