Palast von Kokand

Palast von Kokand

Farg'ona

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Der Palast von Khudayar Khan, auch Kokand Urda genannt, wurde Anfang der 1870er Jahre als prächtige Residenz des letzten Herrschers des Kokand-Khanats errichtet. Entworfen vom Architekten Mir Ubaydullo und gebaut von 80 Meisterbauern mit der Arbeit von 16.000 zwangsverpflichteten Arbeitern, verfügte er ursprünglich über sieben Innenhöfe und mehr als 110 Räume. Berühmt ist der Palast vor allem für seine reich verzierte, gekachelte Fassade mit geometrischen Mustern und arabischen Inschriften – charakteristisch sind dabei die Gelb- und Grüntöne. Obwohl ein Großteil des Palastes während der bolschewistischen Machtübernahme im Jahr 1918 zerstört wurde, sind 19 Räume und fünf Innenhöfe erhalten, viele davon wurden mit exquisiten Holzschnitzereien, bemalten Decken und Wandmalereien restauriert. Der Thronsaal beherbergt einen Nachbau des Thrones, den Besucher erleben können, während der Originalthron im Hermitage Museum in Sankt Petersburg aufbewahrt wird. Heute dient der Palast als Museum und Kulturstätte: Er bietet Platz für Festivals und präsentiert die Geschichte und Kunstfertigkeit des Kokand-Khanats inmitten wunderschön angelegter Gärten.

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Tipp: Besucher sollten den Palast idealerweise im Frühling und im Herbst besichtigen, wenn das Wetter angenehm ist und die Umgebung besonders lebendig wirkt. In den Festivalzeiten wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen – etwa beim alle zwei Jahre stattfindenden International Festival of Handicrafters. Geführte Touren erleichtern das Verständnis für die reiche Geschichte des Palastes und seine architektonischen Details. Eventuell gibt es Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Aufgrund der Größe des Geländes und unebener Stellen in einigen restaurierten Bereichen wird bequemes Schuhwerk empfohlen.

Interessante Fakten

  • Der Palast wurde von 80 Meisterbauern und 16.000 zwangsverpflichteten Arbeitern errichtet.
  • Der US-amerikanische Diplomat Eugene Schuyler beschrieb ihn als beeindruckender als jeden anderen zentralasiatischen Palast des 19. Jahrhunderts.
  • Der ursprüngliche Thron von Khudayar Khan befindet sich im Hermitage Museum in Sankt Petersburg, Russland.
  • Ursprünglich hatte der Palast etwa 114 bis 119 Räume und sieben Innenhöfe, doch heute sind nur 19 Räume und fünf Innenhöfe erhalten.
  • Die Fassade des Palastes zeichnet sich einzigartig durch gelbe und grüne Kacheln aus – im Unterschied zum typischen Blau und Türkis vieler usbekischer Denkmäler.

Geschichte

Der Palast von Khudayar Khan wurde Anfang der 1870er Jahre errichtet und war der letzte und prächtigste von sieben Palästen, die von den Kokand-Khans erbaut wurden – ein Sinnbild ihrer Macht.

Nach der russischen Eroberung wurde der Palast beschlagnahmt und geplündert, als das Khanat zum Vasallenstaat wurde.

Während der Bolschewistischen Revolution wurde ein großer Teil des Palastes abgerissen; übrig blieb nur ein Bruchteil seiner ursprünglichen Räume.

Restaurierungsarbeiten begannen im 20.

1938

Jahrhundert, insbesondere 1938 sowie später in den Jahren 2009 und 2011.

So blieb der Palast als Museum und kulturelles Denkmal erhalten.

Ortsführer

1
Haupteingang und Fassade1870s
Mir Ubaydullo

Der imposante Haupteingang ist über eine Rampe zugänglich, die 5 Meter über dem Boden beginnt. So präsentiert sich eine reich verzierte, gekachelte Fassade mit geometrischen Mustern und einer arabischen Inschrift, die das „High Palace of Seid Muhammad Khudayar Khan“ ankündigt. Die lebendigen gelben und grünen Kacheln heben ihn von anderen usbekischen Denkmälern ab.

2
Innenhöfe1870s
Mir Ubaydullo

Ursprünglich gab es sieben Innenhöfe; erhalten sind noch fünf. Jeder Innenhof ist von prunkvoll verzierten Räumen und Hallen umgeben. Diese offenen Bereiche sorgten für Licht und Belüftung und waren zentral für das Leben im Palast.

3
Thronsaal1870s
Mir Ubaydullo

Der restaurierte Thronsaal zeigt einen Nachbau des Thrones von Khudayar Khan. So können Besucher die ganze Pracht des Sitzes der Macht erleben. Der Originalthron wird im Hermitage Museum in Russland aufbewahrt.

4
Holzschnitzereien und bemalte Decken1870s

In vielen Bereichen des Palastes sind fein gearbeitete Holzschnitzereien und farbenfrohe, bemalte Decken zu sehen – ein eindrucksvoller Beleg für die außergewöhnliche Handwerkskunst zentralasiatischer Kunsthandwerker aus dem 19. Jahrhundert.

Kontakt

Telefon: 97 764 68 62