Chashma-Ayub Mausoleum

Chashma-Ayub Mausoleum

Buxoro

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Das Chashma-Ayub Mausoleum, das nahe dem Samani Mausoleum in Bukhara (Usbekistan) liegt, ist ein verehrter Pilgerort, der nach dem Propheten Hiob (Ayub) benannt ist. Der Legende nach schlug Hiob hier mit seinem Stab auf den Boden, wodurch ein Brunnen entstand, dessen Wasser bis heute rein bleibt und heilende Kräfte hat. Die Anlage des Mausoleums umfasst eine charakteristische konische Kuppel im Stil von Khwarazm, die in Bukhara eher unüblich ist. Sie wurde während der Herrschaft von Timur errichtet. Zum Gelände gehören mehrere Gräber, darunter das des Theologen Khwaja Hafiz Gunjari aus dem 11. Jahrhundert. Zur Architektur des Komplexes zählt auch ein harmonisches Eingangsportal mit kunstvollen arabischen Inschriften sowie botanischen Verzierungen aus dem frühen 13. Jahrhundert. Der Komplex besteht aus vier kuppelgedeckten Räumen, die von West nach Ost angeordnet sind; der älteste quadratische Raum wird traditionell der Zeit des Kalyan Minaretts zugeschrieben. Das Mausoleum beherbergt außerdem ein historisches Museum, das der Geschichte der Wasserversorgung von Bukhara gewidmet ist. Umfangreiche Renovierungen wurden in der Zeit der Shaybaniden unter Abdullaxon II durchgeführt und so die spirituelle sowie kulturelle Bedeutung des Ortes bewahrt. Heute ist Chashma-Ayub ein Symbol für Glauben, Geschichte und architektonische Handwerkskunst in Zentralasien.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Chashma-Ayub Mausoleum sind die Frühjahrs- und Herbstmonate, wenn das Wetter mild ist. Besucher sollten – vor allem in den Stoßzeiten – Tickets möglichst im Voraus kaufen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Aufgrund der religiösen Bedeutung wird schlichte Kleidung empfohlen. Geführte Touren werden angeboten, um den Besuch durch historischen Kontext zu bereichern. Das Wasser des Brunnens gilt als heilig und heilend, doch wer sich ihm nähert, sollte die lokalen Sitten achten.

Interessante Fakten

  • Der Name des Mausoleums bedeutet „Hiobs Brunnen“ und geht darauf zurück, dass der Prophet Hiob durch das Aufschlagen des Bodens mit seinem Stab einen heilenden Brunnen geschaffen haben soll.
  • Die Anlage besitzt eine seltene konische Kuppel im Stil von Khwarazm, die in der Architektur von Bukhara unüblich ist.
  • Die Inschriften am Portal datieren ganz genau auf 1208–1209 n. Chr. (605. Jahr des islamischen Kalenders).
  • Das Mausoleum enthält das Grab von Khwaja Hafiz Gunjari, einem berühmten Theologen, der 1022 beerdigt wurde.
  • Chashma-Ayub beherbergt ein Museum zur Geschichte der Wasserversorgung in Bukhara.

Geschichte

Die frühesten Teile des Chashma-Ayub Mausoleums stammen aus dem 12.

1208

Jahrhundert; Inschriften aus den Jahren 1208–1209 n.

Chr.

markieren bedeutende Bauphasen.

Das Mausoleum wurde von chorasmischen Handwerkern während der Feldzüge von Amir Temur im 14.

Jahrhundert errichtet, mit weiteren Renovierungen durch den shaybanidischen Herrscher Abdullaxon II im 16.

Jahrhundert.

1022

Der Ort diente ursprünglich als Begräbnisstätte bedeutender Persönlichkeiten, darunter des Theologen Khwaja Hafiz Gunjari (1022).

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Anlage weiter, verband verschiedene architektonische Stile und wurde zu einem spirituellen Zentrum.

Der bis heute bestehende heilige Brunnen und die einzigartige Kuppel unterstreichen die historische und kulturelle Bedeutung von Bukhara.

Ortsführer

1
Eingangsportal1208–1209
Chorasmische Handwerker

Der Eingang des Mausoleums zeigt ein traditionelles Portal mit zwei Pfeilern, die eine Nische bilden, überlagert von einer halbgewölbten Struktur. Es ist reich verziert mit arabischen Inschriften und botanischen Motiven auf einer ktoba (beschrifteter Tafel), eingefasst von Terrakotta-Steinen und türkis glasierten Einlagen.

2
Heiliger Brunnen-Raum12. Jahrhundert
Zugeschrieben an Arslonxon

Der älteste quadratische Raum der Anlage, der traditionell der Zeit des Kalyan Minaretts und der Namozgoh Moschee zugeschrieben wird, enthält den heiligen Brunnen, den der Prophet Hiob geschaffen hat. Er ist das spirituelle Herz des Mausoleums, in dem Pilger auf heilendes Wasser hoffen.

3
Gekuppelte Kammern1379
In Auftrag gegeben von Amir Temur

Die Anlage besteht aus vier Räumen, die von West nach Ost angeordnet sind – jeder ist mit einer charakteristischen Kuppel bedeckt. Die große Kammer mit der hohen Kuppel und den Minaretten wurde während der Herrschaft von Amir Temur im Jahr 1379 errichtet und spiegelt damit den Einfluss der Architektur der Timuriden wider.

4
Historisches Museum

Das Museum befindet sich innerhalb der Mausoleumsanlage und ist der Geschichte der Wasserversorgung in Bukhara gewidmet. Es hebt die Bedeutung des Wassermanagements für Kultur und Geschichte der Region hervor.

Kontakt

Telefon: 65 224 39 02