Ark von Bukhara

Ark von Bukhara

Buxoro

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Das Bukhara-Gefängnis, das in der alten Stadt Bukhara in Usbekistan liegt, wurde im späten 18. Jahrhundert unter der Herrschaft der Mangit-Dynastie errichtet. Es diente als eines der größten Gefängnisse des Emirats von Bukhara und war als Haftanstalt für verschiedene Kriminelle, Rebellen und politische Gefangene. Architektonisch handelt es sich um eine massive Lehmziegelkonstruktion, die mit Strebepfeilern verstärkt und von einer dicken Mauer umgeben ist. Die Anlage ist in zwei Bereiche gegliedert: das obere Gefängnis, bekannt als „zindon-i bolo“, mit mehreren Räumen für Gefangene und zugleich Schauplatz öffentlicher Auspeitschungen, sowie das untere Gefängnis, „zindon-i poyon“, eine tiefe Grube, die dazu diente, hochrangige Gefangene zu entehrten. Zum Komplex gehören außerdem Gebäude wie die Unterkünfte des Gefängniswächters, die Räumlichkeiten der Steuereintreiber sowie Zellen für zum Tod Verurteilte. Nach dem Sturz der Monarchie und der Gründung der Bukhara-Volks-Sowjetrepublik wurde das Gefängnis geschlossen und später in das Museum für Rechts- und Justizgeschichte von Bukhara umgewandelt. Heute ist es ein bedeutender kultur- und geschichtlicher Ort, der als Teil des UNESCO-Welterbes von Usbekistan anerkannt ist. Der Innenhof und die Bauten spiegeln verschiedene historische Epochen wider und geben Besuchern Einblicke in die Strafpraxis und Architektur des Emirats von Bukhara.

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Tipp: Besucher werden gebeten, die offizielle Museumswebsite zu prüfen oder vor Ort nach den aktuellen Öffnungszeiten und geführten Touren zu fragen. Am besten besucht man das Museum in den kühleren Monaten, um der intensiven Sommerhitze zu entgehen. Der Vorabkauf von Tickets kann helfen, Wartezeiten zu vermeiden. Ermäßigungen können für Studierende, Senioren und Gruppen verfügbar sein. In manchen Bereichen ist das Fotografieren möglicherweise eingeschränkt – bitte vorher nachfragen.

Interessante Fakten

  • Das Gefängnis war in zwei Bereiche geteilt: einen oberen Abschnitt für allgemeine Gefangene und eine tiefe Grube für entehrte hochrangige Funktionäre.
  • Öffentliche Auspeitschungen waren im oberen Gefängnis eine gängige Strafe und wurden zweimal monatlich durchgeführt.
  • Das Gefängnis in der tiefen Grube hatte etwa 5 Meter Durchmesser und 6,5 Meter Tiefe; das Essen wurde den Gefangenen mit Seilen heruntergelassen.
  • Das Bukhara-Gefängnis gehört als Bestandteil des kulturellen Erbes von Usbekistan zur UNESCO-Welterbeliste.
  • In den Gefängnishallen wurden 2020 Szenen für einen Film über den usbekischen Intellektuellen Behbudiy gedreht.

Geschichte

Das Bukhara-Gefängnis wurde in der zweiten Hälfte des 18.

Jahrhunderts unter der Mangit-Dynastie als befestigte Haftstätte für das Emirat von Bukhara errichtet.

Es war im gesamten 18.

und 19.

Jahrhundert in Betrieb und erlebte verschiedene politische Umbrüche.

Nach der Bukhara-Revolution und dem Zusammenbruch der Monarchie wurde das Gefängnis mit der Gründung der Bukhara-Volks-Sowjetrepublik geschlossen.

Im Laufe der Zeit wurde es als Museum für die Rechts- und Justizgeschichte der Region umfunktioniert und bewahrt damit seine historische Bedeutung.

Ortsführer

1
Oberes Gefängnis (Zindon-i Bolo)18. Jahrhundert

Dieser Bereich umfasste mehrere Räume, in denen Gefangene untergebracht waren. Außerdem war er Schauplatz öffentlicher Auspeitschungen: Die Gefangenen wurden angekettet und zweimal im Monat barfuß bestraft – ein Spiegelbild der harten Strafpraktiken der damaligen Zeit.

2
Unteres Gefängnis (Zindon-i Poyon)18. Jahrhundert

Eine tiefe Grube von ungefähr 5 Metern Breite und 6,5 Metern Tiefe, umgeben von einer hohen Mauer mit Zinnen. Diese Grube diente dazu, hochrangige Funktionäre einzusperren, die aus der Gunst gefallen waren; das Essen wurde mit Seilen heruntergelassen.

3
Unterkünfte des Gefängniswächters und NebengebäudeVerschiedene Epochen

Der Innenhof enthält verschiedene Bauten aus Lehmziegeln aus unterschiedlichen historischen Epochen, darunter Räume für Steuereintreiber, für Schuldner sowie Zellen für zum Tode Verurteilte. So wird die vielseitige Rolle der Anlage veranschaulicht.

Kontakt

Telefon: 65 224 17 29