
Trans-Allegheny Lunatic Asylum
West Virginia
Das Trans-Allegheny Lunatic Asylum in Weston, West Virginia, ist ein historisches psychiatrisches Krankenhaus, das nach dem Kirkbride Plan errichtet und vom Architekten Richard Snowden Andrews entworfen wurde. Der Bau begann 1858, wurde jedoch durch den Bürgerkrieg ausgebremst und konnte schließlich 1881 abgeschlossen werden. Ursprünglich für 250 Patienten gedacht, war es bis Mitte des 20. Jahrhunderts stark überfüllt und nahm zeitweise mehr als 2.400 Patienten auf. Besonders hervorzuheben ist die massive, in Handarbeit aus Sandstein gefertigte Bauweise, darunter der 200 Fuß hohe zentrale Uhrturm, der 1871 fertiggestellt wurde. Es lief von 1864 an durchgehend bis zur Schließung 1994, danach wurden die Patienten in eine moderne Einrichtung verlegt. Seit 2008 ist der Standort für die Öffentlichkeit als Museum und Touristenattraktion zugänglich und bietet historische sowie paranormale Rundgänge, die seine reiche und teils düstere Geschichte beleuchten. Zum Gelände der Anstalt gehörten früher ein Bauernhof, eine Molkerei, Wasseranlagen und ein Friedhof – ein Spiegel des selbstversorgenden Konzepts. Das Asylum ist als National Historic Landmark anerkannt und gehört zu den größten Gebäuden aus behauenem Stein in den Vereinigten Staaten. Es zeugt davon, wie sich die psychiatrische Versorgung und die architektonischen Ideale des 19. Jahrhunderts weiterentwickelt haben.
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Tipp: Besuchen Sie die Anlage im Frühling oder Herbst für angenehmes Wetter im Gebäude, denn im Sommer kann es sehr heiß und im Winter kalt werden. Aufgrund der beliebten historischen und paranormalen Touren empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu buchen. Für Gruppenführungen oder besondere Veranstaltungen können Ermäßigungen verfügbar sein. Kleiden Sie sich passend zur Jahreszeit und tragen Sie bequeme Schuhe für längere Wege. Schauen Sie auf der offiziellen Website nach dem detaillierten Veranstaltungskalender und den Geisterjagden das ganze Jahr über.
Interessante Fakten
- •Das Asylum gehört zu den größten Gebäuden aus handgefertigtem Mauerwerk in den Vereinigten Staaten.
- •Es wurde nach dem Kirkbride Plan entworfen – einem architektonischen Konzept zur Verbesserung der Behandlung im Bereich psychischer Gesundheit.
- •Während des Bürgerkriegs wurde der Bau gestoppt und das Gelände sowohl von Truppen der Union als auch der Konföderation besetzt.
- •Zum Höhepunkt beherbergte das Krankenhaus über 2.600 Patienten – weit mehr als die ursprüngliche Kapazität von 250.
- •Auf dem Krankenhausgelände gab es einen selbstversorgenden Bauernhof, eine Molkerei, Wasseranlagen und einen Friedhof.
- •In den frühen 1950er-Jahren war es der Standort des West Virginia Lobotomy Project.
- •Das Krankenhaus wurde mehrfach umbenannt, darunter West Virginia Hospital for the Insane und Weston State Hospital.
Geschichte
Der Bau der Anstalt begann 1858 im Rahmen der Zuständigkeit von Virginia, wurde jedoch durch den Bürgerkrieg unterbrochen.
Nachdem West Virginia 1863 zum Bundesstaat geworden war, wurde das Krankenhaus umbenannt und nahm 1864 erstmals Patienten auf, während der Bau noch bis 1881 fortgeführt wurde.
Für 250 Patienten geplant, wurde die Überfüllung spätestens in den 1950er-Jahren dramatisch und erreichte über 2.600 Insassen.
Die Einrichtung war in den frühen 1950er-Jahren am West Virginia Lobotomy Project beteiligt und spiegelt damit den Wandel in der psychiatrischen Behandlung wider.
1990 wurde sie zum National Historic Landmark erklärt und 1994 geschlossen; die Patienten wurden in ein neues Krankenhaus verlegt.
Ortsführer
Hauptgebäude und zentraler Uhrturm1871
Der ikonische 200-Fuß-Uhrturm, der 1871 fertiggestellt wurde, krönt das Hauptgebäude – ein eindrucksvolles Beispiel für den Bau mit handgefertigtem blauem Sandstein. Das Gebäude spiegelt die Idee des Kirkbride Plan wider, bei der für die Behandlung von Patienten vor allem Licht und Luft im Mittelpunkt standen.
Patientenstationen und Einzelzimmer1864-1881
Ursprünglich für die Abgeschiedenheit der Patienten konzipiert, wurden diese Stationen bis Mitte des 20. Jahrhunderts mit Tausenden Patienten überfüllt – ein Hinweis auf den Wandel in der psychiatrischen Versorgung und die Herausforderungen, die mit solchen Anstalten einhergehen.
Krankenhausgelände: Bauernhof, Molkerei, Wasseranlagen und Friedhof19. Jahrhundert
Die Anstalt war darauf ausgelegt, sich selbst zu versorgen – mit eigenen landwirtschaftlichen und technischen Einrichtungen. So konnten Patienten und Personal durch die Nahrungsmittelproduktion vor Ort und die Wasserversorgung unterstützt werden.
Kontakt
Telefon: (304) 269-5070