
Fort Christian
US Virgin Islands
Fort Christian, in Charlotte Amalie auf Saint Thomas in den U.S. Virgin Islands gelegen, ist eine historische Befestigungsanlage, die von dänisch-norwegischen Siedlern zwischen 1672 und 1680 errichtet wurde. In der dänischen Kolonialzeit spielte sie bis 1917 eine entscheidende Rolle in Verteidigung und Verwaltung, als die Inseln an die Vereinigten Staaten verkauft wurden. Ursprünglich lag die Festung auf einer schmalen Halbinsel, die in den Hafen hineinragte. Sie verfügte über steinerne Vorhangmauern und an den Ecken diamantförmige Bastionen. Während einige ursprüngliche Bauten wie der zentrale runde Turm im 19. Jahrhundert entfernt und durch ein Bauwerk im Stil der Neugotik ersetzt wurden, sind drei Vorhangmauern und vier Bastionen bis heute unverändert erhalten. Fort Christian hatte im Laufe der Geschichte verschiedene Funktionen, darunter als Stadtzentrum, als Verwaltungsgebäude und als Gefängnis. Heute beherbergt sie das St. Thomas Museum, das Exponate und Kunst aus der dänisch-norwegischen Epoche zeigt. 1977 wurde die Festung zum U.S. National Historic Landmark ernannt und gehört zum Charlotte-Amalie-Historic-District. Nach einer mehr als zehn Jahre dauernden Renovierung öffnete sie 2017 wieder ihre Türen – zum hundertjährigen Jubiläum des Transfer Day – und unterstreicht damit weiterhin ihre kulturelle Bedeutung.
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Tipp: Besucher sollten in Betracht ziehen, Fort Christian in der Trockenzeit zu erkunden, damit man angenehmes Wetter hat. In der Hauptsaison empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen. Vor Ort gibt es lehrreiche Ausstellungen, die besonders für Geschichtsinteressierte ideal sind. Prüfen Sie vor dem Besuch die Öffnungszeiten, da sie je nach Saison variieren können.
Interessante Fakten
- •Fort Christian ist die älteste noch bestehende Anlage auf den U.S. Virgin Islands.
- •Die Festung wurde nach König Christian V von Dänemark-Norwegen benannt.
- •Im Laufe ihrer Geschichte hatte die Festung mehrere Funktionen, darunter als Stadtzentrum, Verwaltungsgebäude und Gefängnis.
- •Der ursprüngliche zentrale runde Turm wurde im 19. Jahrhundert durch eine neugotische Struktur ersetzt.
- •Fort Christian wurde 1977 zum U.S. National Historic Landmark ernannt.
Geschichte
Fort Christian wurde zwischen 1672 und 1680 unter der Leitung von Gouverneur Jørgen Iversen Dyppel errichtet, während der zweiten erfolgreichen dänischen Kolonialsiedlung auf Saint Thomas.
Die Festung wurde nach König Christian V von Dänemark-Norwegen benannt.
Im 18.
Jahrhundert wurde sie erweitert und erhielt 1874 einen Eingang mit Uhrturm im viktorianischen Stil.
Sie diente als Verteidigungsbollwerk, als Zentrum der Verwaltung und als Gefängnis während der gesamten Zeit der dänischen Herrschaft, bis die USA die Inseln 1917 erwarben.
1977 wurde die Festung zum National Historic Landmark ernannt und 1975 nach ihrer Einstufung als U.S.
National Historic Site in die territoriale Verwaltung überführt.
Ortsführer
North Bastion17th century
Eine der vier noch erhaltenen diamantförmigen steinernen Bastionen, die den Festungsbereich für den nördlichen Annäherungsweg absicherten.
Victorian Clock Tower Entrance1874
Der 1874 ergänzte Eingang im neugotischen Stil ersetzte den ursprünglichen zentralen Turm und ist ein markantes architektonisches Merkmal der Festung.
St. Thomas Museum
Das Museum befindet sich innerhalb der Festung und zeigt Exponate und Kunstwerke aus der dänisch-norwegischen Kolonialzeit – und bietet so Einblicke in die Geschichte der Insel.
Kontakt
Telefon: (340) 714-3678