
National Civil Rights Museum
Tennessee
Das National Civil Rights Museum in Memphis, Tennessee, ist ein umfassender Komplex, der der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung in den Vereinigten Staaten vom 17. Jahrhundert bis heute gewidmet ist. Das Museum ist auf einzigartige Weise um das historische Lorraine Motel gebaut – den Ort, an dem Dr. Martin Luther King Jr. 1968 ermordet wurde. Zum Ensemble gehören weitere Gebäude, die mit Kings Ermordung verbunden sind, darunter das Young and Morrow Building und Canipe's Amusement Store. Die Ausstellungen zeigen eine Vielzahl von Exponaten, darunter Fahrzeuge, die für die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung bedeutend sind – etwa ein nachgebauter Greyhound-Buswagen, der von den Freedom Riders genutzt wurde, sowie ein James Earl Ray’s 1966 weißes Ford Mustang. Das Museum wurde umfangreich renoviert und 2014 mit verbesserten Multimedia- und interaktiven Ausstellungen wiedereröffnet. Es ist ein wirkungsvolles Bildungszentrum und dem Smithsonian Institution angeschlossen. Das Museum würdigt nicht nur Kings Vermächtnis, sondern beleuchtet auch größere Themen wie Widerstand, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung – mithilfe vielfältiger Ausstellungen und Programme.
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Tipp: Besuchen Sie vorzugsweise an Wochentagen von Mittwoch bis Sonntag zwischen 9:00 und 17:00 Uhr; dienstags ist das Museum geschlossen. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus online zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden, und außerdem zu prüfen, ob es Optionen für Reservierungen durch Gruppen gibt. Frühling und Anfang April sind besonders bewegende Zeiten für einen Besuch, da sie mit den MLK-Gedenkfeiern zusammenfallen. Das Museum bietet Bildungsprogramme und aktualisiert die Ausstellungen regelmäßig, daher ist es empfehlenswert, vorab die offizielle Website zu checken. Ermäßigungen können für Gruppen, Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren verfügbar sein.
Interessante Fakten
- •Das Museum umfasst James Earl Ray's 1966 weißes Ford Mustang, das Auto, das er bei der Ermordung von Martin Luther King Jr. nutzte.
- •Das Lorraine Motel war in den 1960er-Jahren eine bedeutende Unterkunft für berühmte afroamerikanische Musiker, darunter Ray Charles und Aretha Franklin.
- •Der Museumskomplex umfasst das Young and Morrow Building, in dem James Earl Ray zunächst gestand, Martin Luther King Jr. getötet zu haben.
- •Eine nachgebildete, abgebrannte Busattrappe eines Greyhound-Busses, der von den Freedom Riders genutzt wurde, ist zu sehen.
- •Das Museum gehört zum South Main Street Historic District, der im National Register of Historic Places eingetragen ist.
Geschichte
Ursprünglich 1924 als Windsor Hotel eröffnet, wurde der Standort 1945 vom Eigentümer Walter Bailey in Lorraine Motel umbenannt.
Während der Rassentrennung diente es als gehobene Unterkunft für Afroamerikaner.
Nach dem Civil Rights Act von 1964 erweiterte Bailey das Motel, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Historische Bedeutung erlangte das Motel, nachdem Martin Luther King Jr.
im April 1968 im Room 306 während des Memphis-Sanitärstreiks wohnte.
King wurde dort am 4.
April 1968 ermordet.
Später wurde der Museumskomplex rund um das Motel eingerichtet, um diese entscheidende Geschichte zu bewahren und zu vermitteln; mit erweiterten Ausstellungen wurde er 2014 wiedereröffnet.
2016 wurde das Museum ein angeschlossenes Haus (affiliate) der Smithsonian Institution.
Ortsführer
Lorraine Motel - Room 3061968
Das genaue Zimmer, in dem Dr. Martin Luther King Jr. übernachtete und am 4. April 1968 ermordet wurde. Der Balkon außerhalb des Zimmers wird als stiller historischer Ort bewahrt.
Young and Morrow Building1968
Das Gebäude, in dem James Earl Ray zunächst gestand und später seine Aussage widerrief, Dr. King ermordet zu haben. Es ist Teil des Museumskomplexes und rückt die Ermittlungen sowie die Kontroversen rund um die Ermordung in den Fokus.
Civil Rights Movement Exhibits
Interaktive und multimediale Ausstellungen, die die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung von der Sklaverei bis in die 1960er-Jahre und darüber hinaus nachzeichnen – inklusive zentraler Ereignisse wie dem Montgomery Bus Boycott und dem Memphis-Sanitärstreik.
Kontakt
Telefon: (901) 521-9699