
Die Kathedrale St. Franziskus von Assisi
New Mexico
Die Kathedrale St. Franziskus von Assisi ist eine bedeutende katholische Kathedrale im Stadtzentrum von Santa Fe, New Mexico, und dient als Mutterkirche des Erzbistums Santa Fe. Sie wurde zwischen 1869 und 1887 unter der Leitung von Bischof Jean Baptiste Lamy errichtet und im Stil des Romanesque Revival entworfen – ein markanter Kontrast zu den umliegenden Adobe-Gebäuden. Das Bauwerk besteht aus gelbem Kalkstein, der vor Ort abgebaut wurde, zeigt runde Bögen, die von korinthischen Säulen getragen werden, und besitzt ein großes Rosettenfenster, das aus Clermont-Ferrand in Frankreich importiert wurde. Besonders hervorzuheben sind die beiden gekürzten, viereckigen Türme: Ursprünglich sollten hohe Spitzhelme entstehen, die jedoch nie verwirklicht wurden – wegen fehlender Finanzierung. Im Inneren befindet sich ein Taufbecken aus brasilianischem Granit, das zentrale christliche Themen symbolisiert, außerdem ein Kabinettschrank (Ambry) und ein Osterkerzenständer. Im Laufe der Jahre wurde die Kathedrale mehrfach restauriert, darunter durch die Ergänzung bronzener Türen, die die Geschichte der katholischen Kirche in Santa Fe darstellen, sowie durch ein Glasfenster, das sich von Berninis Werk in der Petersbasilika inspirieren ließ. 2005 zur Minor Basilica erhoben, ist sie bis heute ein wichtiger spiritueller und kultureller Anlaufpunkt, der französische, spanische und lokale Einflüsse miteinander verbindet.
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Tipp: Besuchen Sie die Kathedrale an Werktagen am Morgen oder frühen Nachmittag, um Menschenmengen zu vermeiden und eine ruhige Atmosphäre zu genießen. Werfen Sie bei Bedarf einen Blick auf die offizielle Website der Kathedrale – dort finden Sie besondere Gottesdienstzeiten und Veranstaltungen. In der Regel werden keine Tickets benötigt, Spenden sind jedoch willkommen. Es gibt barrierefreie Angebote, und Besucher sollten während der Gottesdienste die heilige Natur des Ortes respektieren.
Interessante Fakten
- •Das Rosettenfenster der Kathedrale und die seitlichen Fenster der Seitenschiffe wurden aus Clermont-Ferrand in Frankreich importiert.
- •Der Schlussstein über dem Haupteingang zeigt ein hebräisches Tetragramm-Symbol in einem Dreieck, das die Dreifaltigkeit symbolisiert.
- •Die 1986 ergänzten bronzenen Türen enthalten jeweils zehn Felder mit Darstellungen von Ereignissen aus der Geschichte der katholischen Kirche in Santa Fe.
- •Ein Glasfenster mit einer Taube, die den Heiligen Geist symbolisiert, ist eine Nachbildung des 17.-jährigen Alabasterfensters von Bernini aus der Petersbasilika.
Geschichte
Die Anfänge der Kathedrale reichen bis ins frühe 17.
Jahrhundert zurück: Bereits 1626 wurde eine Kirche errichtet, die während des Pueblo-Aufstands von 1680 zerstört wurde.
1853 gründete Papst Pius IX.
das Bistum Santa Fe und ernannte Bischof Lamy, der den Bau der neuen Kathedrale 1869 anstoßen ließ.
Die Kathedrale wurde um die alte Adobe-Kirche herum gebaut; diese wurde nach Fertigstellung im Jahr 1887 abgerissen.
Größere Restaurierungen fanden 1967 und 1986 statt, darunter statische Verstärkungen und neue bronzene Türen.
2005 wurde sie von Papst Benedikt XVI.
zur Minor Basilica ernannt – ein Zeichen für ihre Bedeutung innerhalb der katholischen Kirche.
Ortsführer
Hauptschiff2001
Der zentrale Bereich der Kathedrale mit dem Taufbecken aus brasilianischem Granit, das die christliche Reise des Glaubens symbolisiert – mit dem kreuzförmigen Becken und den bedeutungsvollen Stufen. Im Schiff befinden sich außerdem der Kabinettschrank (Ambry) sowie ein Osterkerzenständer, die für katholische Sakramente unverzichtbar sind.
Bronzetüren1986
Diese Türen wurden von der US-amerikanischen Künstlerin Donna Quasthoff im Zuge der Restaurierung 1986 geschaffen. Jede Tür besitzt zehn bronzene Felder, die bedeutende Ereignisse aus der Geschichte der katholischen Kirche in Santa Fe darstellen.
Glasfenster mit Taube2005
Das 2005 hinzugefügte kleine runde Fenster an der oberen Fassade zeigt eine Taube als Symbol für den Heiligen Geist. Es ist eine Glasfenster-Nachbildung eines 17.-jährigen Alabasterfensters, das Bernini für die Petersbasilika im Vatikan entworfen hat.
Kontakt
Telefon: (505) 982-5619