
Very Large Array
New Mexico
Das Karl G. Jansky Very Large Array (VLA) ist ein bedeutendes Observatorium für Radioastronomie auf den Plains of San Agustin im zentralen New Mexico. Das VLA wurde in den 1970er-Jahren gegründet und besteht aus 28 großen Radioteleskopen mit einem Durchmesser von 25 Metern; 27 davon sind jederzeit im Betrieb. Sie sind in einer Y-förmigen Konfiguration angeordnet, die sich über 21 Kilometer erstreckt. Jede Antenne ist auf Eisenbahnschienen montiert, sodass sie neu positioniert werden können, um die Auflösung und Empfindlichkeit des Arrays zu verändern. Diese Flexibilität ermöglicht es Astronominnen und Astronomen, eine Vielzahl kosmischer Phänomene mit hoher Winkelauflösung zwischen 0,2 und 0,04 Bogensekunden zu untersuchen. Das VLA hat die Astronomie maßgeblich vorangebracht, indem es unter anderem Schwarze Löcher, protoplanetare Scheiben, magnetische Filamente nahe dem Zentrum der Milchstraße sowie kosmologische Parameter des Universums beobachtet hat. Es arbeitet über Frequenzen von 74 MHz bis 50 GHz und wird vom National Radio Astronomy Observatory unter dem Dach der National Science Foundation betrieben. Das Observatorium unterstützt außerdem groß angelegte Himmelsdurchmusterungen – darunter die laufende VLA Sky Survey (VLASS), die darauf abzielt, Millionen neuer kosmischer Radiodatenquellen zu entdecken. Die einzigartige Ingenieursleistung, die wissenschaftliche Bedeutung und der reizvolle Standort auf fast 7.000 Fuß Höhe machen das VLA zu einem bemerkenswerten Ziel für Wissenschaftsbegeisterte und Besucher.
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Tipp: Besucherinnen und Besucher werden ermutigt, die offizielle NRAO-Website nach Tour-Terminen und möglichen Öffnungszeiten des Besucherzentrums zu prüfen, da der Zugang eingeschränkt sein kann oder eine vorherige Buchung erfordert. Die beste Zeit für einen Besuch sind klare Wetterbedingungen, um die weite Landschaft und das beeindruckende Ausmaß des Arrays in vollen Zügen zu erleben. Die Teilnahme ist zwar kostenlos, aber geführte Touren vermitteln wertvolle Einblicke in den Betrieb des Observatoriums und in wissenschaftliche Errungenschaften. Fotografieren ist erlaubt, dennoch sollten Besucherinnen und Besucher Betriebsbereiche und Ausrüstung respektieren. Planen Sie Ihren Besuch nach Möglichkeit rund um besondere Veranstaltungen oder Public-Outreach-Tage, um noch intensivere Erlebnisse zu haben.
Interessante Fakten
- •Die Antennen wiegen jeweils ungefähr 209 metrische Tonnen und sind auf Eisenbahnschienen montiert, die eine präzise Neupositionierung ermöglichen, um unterschiedliche Array-Konfigurationen zu bilden.
- •Das Array arbeitet wie ein einziges Teleskop mit variabler „Größe“, indem Signale mehrerer Antennen kombiniert werden, wodurch Winkelauflösungen von bis zu 0,04 Bogensekunden erreicht werden.
- •1989 empfing das VLA Funkkommunikation von der Raumsonde Voyager 2 während ihres Vorbeiflugs an Neptun.
- •Die VLA Sky Survey (VLASS), die 2017 startete, soll 80% des für das Array sichtbaren Himmels abbilden und etwa 10 Millionen neue Radioweinguellen entdecken.
- •Das VLA liegt auf einer Höhe von 6.970 Fuß (2.120 Meter) über dem Meeresspiegel und bietet optimale Bedingungen für die Radioastronomie.
Geschichte
Das Very Large Array wurde in den 1970er-Jahren auf den Plains of San Agustin im zentralen New Mexico errichtet.
Es wurde als Hightech-Radio-Interferometer mit 28 Antennen konzipiert.
Seit seiner Fertigstellung wurden regelmäßig Re-Konfigurationen durchgeführt, um die Beobachtungsfähigkeiten zu optimieren – im Rhythmus von vier Hauptkonfigurationen alle 16 Monate.
Die Anlage spielte eine entscheidende Rolle in der Radioastronomie, darunter beim Empfang von Signalen der Raumsonde Voyager 2 im Jahr 1989 sowie bei umfangreichen Himmelsdurchmusterungen.
Bis heute ist es ein zentrales Instrument, um astrophysikalische Phänomene zu erforschen und unser Verständnis des Kosmos weiter voranzutreiben.
Ortsführer
Main Array of Antennas1970s
Das Herzstück des VLA besteht aus 27 großen Radioteleskopen, die in einer Y-förmigen Konfiguration über 21 Kilometer angeordnet sind. Jede Antenne kann entlang von Eisenbahnschienen bewegt werden, um die Auflösung und Empfindlichkeit des Arrays zu verändern – und damit vielfältige astronomische Beobachtungen zu ermöglichen.
Pete V. Domenici Science Operations Center (DSOC)
Das in Socorro, New Mexico gelegene DSOC steuert den Betrieb des VLA und verwaltet zudem das Very Long Baseline Array (VLBA), das weltweit größte speziell für die Astronomie entwickelte Instrument – von Hawaii bis zu den US-amerikanischen Jungferninseln.
Kontakt
Telefon: (575) 835-7000