
Split Rock Lighthouse
Minnesota
Das Split Rock Lighthouse an der North Shore des Lake Superior nahe Silver Bay, Minnesota, gehört zu den ikonischsten und schönsten Leuchttürmen der Vereinigten Staaten. Fertiggestellt im Jahr 1910, wurde es als Reaktion auf den verheerenden Mataafa Storm von 1905 errichtet, der zahlreiche Schiffbrüche verursachte – darunter auch den der Madeira in der Nähe. Der Leuchtturm steht auf einer steilen 133 Fuß hohen Klippe; gebaut wurde ein Turm aus ziegelgestütztem Stahlrahmen mit markanter achteckiger Form. Aufgesetzt ist eine große Stahllaterne, die eine Linse der dritten Ordnung mit Fresnel-Prinzip trägt. Die Linse war ursprünglich so konzipiert, dass sie zum gleichmäßigen Drehen auf Quecksilber schwimmt, und wurde über eine Uhrwerksmechanik betrieben, die durch absteigende Gewichte angetrieben wurde. Anfangs wurde der Leuchtturm mit einer Kerosin-Öldampflampe betrieben, 1940 dann elektrifiziert. Zum Gelände gehören der ursprüngliche Turm, das Gebäude für die Nebelsignale, das Ölhäuschen sowie drei Wohnungen für die Leuchtturmwärter – alles wurde auf das Aussehen aus den späten 1920er-Jahren restauriert. Seit der Außerbetriebnahme 1969 wird die Anlage als Teil des Split Rock Lighthouse State Park erhalten und vom Minnesota Historical Society betrieben. Der Leuchtturm ist bis heute eine beliebte Touristenattraktion mit geführten Touren und Bildungs-Ausstellungen. Er würdigt die maritime Geschichte – unter anderem mit einem jährlichen Licht in Erinnerung an die SS Edmund Fitzgerald. Durch seine spektakuläre Lage und seine bewegte Geschichte ist er ein häufiges Motiv für zahlreiche Fotos, Postkarten und sogar eine US-Briefmarke.
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Tipp: Besucher werden gebeten, ihre Reise in den wärmeren Monaten zu planen, damit sie das beste Erlebnis haben, denn der Leuchtturm liegt auf einer Klippe mit im Winter nur eingeschränktem Zugang. Es wird empfohlen, geführte Hard Hat Tours im Voraus zu buchen, um Bereiche zu erkunden, die für die Allgemeinheit nicht geöffnet sind. Das Minnesota Historical Society bietet besondere Veranstaltungen an, darunter Vorführungen zur Falknerei und Ausstellungen mit lokaler Kunst. Konkrete Ticketpreise werden nicht genannt, möglicherweise gibt es jedoch Ermäßigungen für Seniorinnen und Senioren, Kinder und Gruppen. Früh am Tag anzukommen hilft, Menschenmengen zu vermeiden und die ruhigen Ausblicke zu genießen.
Interessante Fakten
- •Die Fresnel-Linse des Leuchtturms schwimmt auf einem Quecksilberbad, um die Reibung während der Rotation zu verringern – eine seltene und empfindliche Ingenieurslösung.
- •Jeden 10. November sendet der Leuchtturm ein Licht in Gedenken an die SS Edmund Fitzgerald, die 1975 auf dem Lake Superior sank.
- •Der Leuchtturm wurde 1995 auf einer US-Briefmarke im Rahmen der Serie „Lighthouses of the Great Lakes“ vorgestellt.
- •Die Baumaterialien wurden 1910 per Wasser gebracht und wegen des Fehlens von Straßen mit einem Kran bis auf die Klippenoberseite gehoben.
- •Der Leuchtturmwärter Lee Radzak war 37 Jahre lang an der Anlage tätig – die längste nachgewiesene Amtszeit für diesen Leuchtturm.
Geschichte
Das Split Rock Lighthouse wurde 1910 nach dem tragischen Mataafa Storm von 1905 errichtet, der zum Verlust oder zur Beschädigung von 29 Schiffen auf dem Lake Superior führte.
Entworfen von Ralph Russell Tinkham, wurde der Leuchtturm auf einer steilen Klippe gebaut; die Baumaterialien wurden per Wasser transportiert und wegen des Fehlens von Straßen mit einem Kran auf die Klippenkante gehoben.
Zunächst wurde es mit einer Kerosinlampe betrieben, 1940 elektrifiziert und mit einem Nebelsignal aufgerüstet.
Der Leuchtturm wurde 1969 außer Betrieb genommen, aber als historisches Gelände erhalten.
2011 wurde er zum National Historic Landmark ernannt und ist bis heute ein Symbol für maritime Sicherheit und Kulturerbe in den Great Lakes.
Ortsführer
Lighthouse Tower and Fresnel Lens1910
Der achteckige Turm aus ziegelverkleidetem Stahlrahmen ragt 133 Fuß über dem Lake Superior empor und wird von einer Fresnel-Linse der dritten Ordnung gekrönt. Ursprünglich wurde sie mit einer Kerosinlampe betrieben, später elektrifiziert. Die Linse schwimmt auf Quecksilber und dreht sich über eine uhrwerksgetriebene Mechanik, die durch Gewichte angetrieben wird – für einen nahezu reibungsfreien Betrieb.
Fog Signal Building1910
Neben dem Leuchtturmturm beherbergte dieses Gebäude die Apparatur für die Nebelsignale: Zunächst Dampfsirenen, die von Benzinmotoren angetrieben wurden, später ersetzt durch Dieselmotoren und ein Diaphon-Signal. Das Nebelsignal wurde zwar 1940 elektrifiziert, aber 1961 eingestellt.
Keepers' Houses1910
Drei ursprüngliche Häuser, in denen die Leuchtturmwärter und ihre Familien lebten. Sie wurden restauriert, um die Zeit der späten 1920er-Jahre widerzuspiegeln. Die Gebäude geben Einblick in den Alltag der Menschen, die den Leuchtturm und seinen Betrieb am Laufen hielten.
Kontakt
Telefon: (218) 226-6372