Laura Plantation

Laura Plantation

Louisiana

80/10090 min

Die Laura Plantation liegt am Westufer des Mississippi River in Vacherie, Louisiana, und ist eine restaurierte Creole-Plantage. Besonders hervorzuheben sind das im frühen 19. Jahrhundert errichtete erhöhte „Big House“ sowie mehrere noch erhaltene Nebengebäude – darunter auch originale Sklavenhütten. Die Plantage wurde zwischen 1804 und 1805 von versklavten Arbeitern erbaut, die unter der Leitung des französischen Marineveteranen Guillaume Duparc arbeiteten, und wuchs später zu einem großen Zuckerrohr-Großgrundbesitz heran. Das Haupthaus hat ein einzigartiges U-förmiges Design mit einem erhöhten Backstein-Keller und einer Konstruktion in briquette-entre-poteaux. Im Inneren sind Details im Federal-Stil erhalten, außerdem ein Norman-Dachstuhl. Zum Gutskomplex gehören sechs originale Sklavenhütten und eine Maison de reprise. Damit wird das Leben der versklavten Menschen sichtbar, die hier bis ins späte 20. Jahrhundert wohnten und arbeiteten. Die Laura Plantation ist vor allem wegen ihres kulturellen Erbes bedeutend – unter anderem durch Bezüge zur kreolischen Folklore sowie zur Familie des Musikers Fats Domino. Heute dient sie als Museum, das die vielschichtige Geschichte des Creole-Plantagenlebens, der Sklaverei und der Zuckerindustrie vermittelt. Besucher erwartet ein eindrucksvolles, authentisches Erlebnis – gestützt durch originale Antiquitäten und Familienmemoiren.

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Tipp: Besuchen Sie die Laura Plantation im Frühling oder im Herbst für angenehmes Wetter und weniger Andrang. Empfehlenswert sind im Voraus gebuchte Tickets, damit Sie Ihre bevorzugte Tourzeit sichern. Möglicherweise gibt es Ermäßigungen für Seniorinnen und Senioren, Studierende und Gruppen. Geführte Touren liefern einen besonders reichen historischen Kontext und persönliche Geschichten – das macht den Besuch noch intensiver. Im Geschenkeladen finden Sie Bücher und Andenken rund um die kreolische Kultur und die Geschichte der Plantage.

Interessante Fakten

  • Die Laura Plantation ist eine von nur 15 Plantagenanlagen in Louisiana mit einer großen Zahl erhaltener Originalstrukturen – darunter sechs Sklavenhütten.
  • Die Plantage gehört zum Louisiana African American Heritage Trail und unterstreicht ihre Bedeutung für die Geschichte der Afroamerikaner.
  • Alcée Fortier sammelte in den 1870er-Jahren auf der Laura Plantation Louisiana-kreolische Fassungen von Westafrikanischen Br'er-Rabbit-Erzählungen.
  • Auf der Plantage lebte die Familie des US-amerikanischen Sängers und Songwriters Fats Domino.
  • Ein Großteil des Big Houses wurde vorgefertigt – abseits der Baustelle, mit vorab zugeschnittenen Holzbalken, bereit zur Montage.

Geschichte

1785

Ursprünglich wurde das Gebiet 1785 von akadischen Flüchtlingen besiedelt, auf Land, das zuvor vom Native-American-Dorf Tabiscanja (des Acolapissa-Volks) bewohnt war.

1804

Die Plantage wurde 1804 von Guillaume Duparc gegründet, nachdem er Land über Präsident Thomas Jefferson erhalten hatte.

1804

Das Plantagenhaus wurde 1804-1805 von versklavten Arbeitern errichtet und im Laufe der Zeit erweitert, sodass schließlich mehrere Nebengebäude und Sklavenquartiere entstanden.

186

Vor dem Bürgerkrieg unterstützte die Plantage 186 versklavte Arbeiter und produzierte Indigo, Reis, Pekannüsse und Zuckerrohr.

Der Komplex entwickelte sich im 20.

1977

Jahrhundert weiter: Am Haus gab es Veränderungen, und die Sklavenquartiere waren bis 1977 weiterhin bewohnt.

Später wurde die Anlage restauriert und aufgrund ihrer architektonischen und kulturellen Bedeutung in das National Register of Historic Places aufgenommen.

Ortsführer

1
The Big House1804-1805

Der Mittelpunkt der Plantage: Das Haus wurde 1804-1805 mit einem erhöhten Backstein-Keller und einem oberen Stockwerk in briquette-entre-poteaux errichtet. Es besitzt Holzarbeiten im Federal-Stil und einen Dachstuhl im Norman-Stil. Der Grundriss ist U-förmig und besteht aus miteinander verbundenen Räumen. Im Inneren ist es mit originalen Antiquitäten ausgestattet; zudem gibt es einige Bereiche, die noch nicht restauriert sind und Bauweisen erkennen lassen.

2
Slave CabinsEarly 19th century

Es sind noch sechs originale Sklavenhütten erhalten – sie dienten historisch dazu, versklavte Arbeiter unterzubringen, die auf der Plantage wohnten und arbeiteten. Jede Hütte bot Platz für zwei Familien mit getrennten Eingängen und einem gemeinsamen Kamin. In der Nähe gab es außerdem persönliche Gärten und Tiergehege.

3
Maison de Reprise

Ein weiteres Haus – eine Art „Schwiegereltern“-Cottage –, das zum Plantagenkomplex gehört und das Verständnis für das Familienleben auf dem Anwesen vertieft.

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