Oak Alley Plantation

Oak Alley Plantation

Louisiana

85/100120 min

Die Oak Alley Plantation ist eine bekannte historische Stätte an der Westseite des Mississippi in Vacherie, Louisiana. Benannt ist sie nach der markanten doppelten Baumreihe aus 28 Southern-Live-Eaks, die eine 800 Fuß lange Allee bildet. Auf dem Gelände zeigt sich klassische Architektur im Stil des Greek Revival: ein prächtiges Herrenhaus, das zwischen 1837 und 1839 erbaut wurde. Das Herrenhaus hat einen quadratischen Grundriss mit zentralem Flur, hohe Decken und eine eindrucksvolle Kolonnade aus dorischen Säulen, die die Eichenbäume im Außenbereich spiegeln. Ursprünglich als Zuckerrohrplantage gegründet, gehörte Oak Alley unter anderem namhaften Persönlichkeiten wie Valcour Aime und Jacques Roman; Letzterer beaufsichtigte den Bau des Herrenhauses. Historisch bedeutsam ist die Plantage vor allem für landwirtschaftliche Innovationen: Besonders hervorzuheben ist die Veredelung der Pekansorte „paper shell“ durch einen versklavten Gärtner namens Antoine in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten nach dem Bürgerkrieg und wechselndem Besitz wurde die Anlage in den 1920er-Jahren wiederhergestellt und später der Öffentlichkeit als Museum und Kulturstätte zugänglich gemacht. Heute können Besucher das Herrenhaus, die Gärten und Ausstellungen erkunden, die die komplexe Geschichte des Lebens auf Plantagen im Süden beleuchten — einschließlich der Hinterlassenschaft der Sklaverei, der Architektur und der Landwirtschaft.

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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch zwischen morgens und spätem Nachmittag: Dann finden täglich geführte „Big House“-Touren statt, von 9:00 bis 16:30 Uhr. Kaufen Sie Tickets am besten im Voraus, um bestimmte Tourzeiten zu reservieren — besonders für die beliebten Touren durchs Herrenhaus. Wenn Sie möglichst viel mitnehmen möchten, lohnt sich auch der Kombi-Eintritt für den Zugang zu allen Ausstellungen, einschließlich des Big House. Das Gelände bietet Ermäßigungen für verschiedene Gruppen; Details finden Sie auf der offiziellen Website. Wer früh ankommt, kann Menschenmengen vermeiden und die Anlage sowie die Ausstellungen noch persönlicher erleben.

Interessante Fakten

  • Die ikonische Eichenallee besteht aus 28 Southern-Live-Eaks, die im frühen 18. Jahrhundert gepflanzt wurden — also über ein Jahrhundert vor dem Herrenhaus.
  • Antoine, ein versklavter Gärtner auf Oak Alley, veredelte die Pekansorte „paper shell“ erfolgreich. Diese Sorte gewann 1876 auf der Centennial Exposition in Philadelphia einen Preis.
  • Die 28 dorischen Säulen des Herrenhauses entsprechen den 28 Eichenbäumen, die die Allee säumen — so entsteht ein stimmiges Zusammenspiel aus Architektur und Natur.
  • Trotz des Bürgerkriegs wurden die Gebäude der Plantage nicht in Mitleidenschaft gezogen, doch das Ende der Sklaverei machte den Zuckerrohranbau wirtschaftlich untragbar.
  • Die Plantage wurde in den 1920er-Jahren wiederhergestellt und zu einer Viehzucht umgewandelt, bevor der Zuckerrohranbau in den 1960er-Jahren wieder eingeführt wurde.

Geschichte

1830

Das Land, aus dem später die Oak Alley Plantation entstand, hieß ursprünglich Bon Séjour und gehörte zu einer Zuckerrohrplantage, die Valcour Aime 1830 gründete.

1836

1836 tauschte Aime das Anwesen gegen den Besitz ein, und zwar an seinen Schwager Jacques Roman, der den Bau des Herrenhauses in Auftrag gab, der 1839 abgeschlossen wurde.

In den 1840er-Jahren erlangte die Plantage landwirtschaftliche Berühmtheit, als der versklavte Gärtner Antoine die Pekansorte „paper shell“ entwickelte — eine Sorte, die vor allem wegen ihrer dünnen Schale bekannt ist.

Die Plantage blieb wohlhabend, bis der Bürgerkrieg kam; danach führten wirtschaftliche Schwierigkeiten und die Abschaffung der Sklaverei zum Niedergang.

In den 1920er-Jahren war das Anwesen so weit verfallen, bis Andrew Stewart es erwarb und als Viehzucht- und Wohnsitz wiederherstellte.

1976

Später wurde die Plantage als historisches Gelände erhalten und 1976 für die Öffentlichkeit geöffnet.

Ortsführer

1
The Mansion (Big House)1839
Joseph Pilié (wahrscheinlicher Architekt)

Ein prächtiges Herrenhaus im Stil des Greek Revival, das zwischen 1837 und 1839 erbaut wurde. Es hat einen quadratischen Grundriss mit zentralem Flur, hohe Decken, große Fenster und eine freistehende Kolonnade aus 28 dorischen Säulen, die die Eichenbäume draußen symbolisieren. Das Innere des Hauses wurde so wiederhergestellt, dass es die Eleganz der Antebellum-Zeit widerspiegelt — inklusive historischer Ausstattung und Ausstellungen.

2
The Oak Alley (Tree Alley)Early 18th century

Eine 800 Fuß lange Doppelreihe aus 28 Southern-Live-Eaks, die im frühen 18. Jahrhundert gepflanzt wurden. Die Bäume bilden ein dramatisches und malerisches Blätterdach, das vom Fluss bis zum Herrenhaus führt. Dieses natürliche Schmuckstück ist Namensgeber der Plantage und ein selten erhaltenes Beispiel historischer Garten- und Landschaftsgestaltung im Süden.

3
Pecan Grafting Innovation1846-1847
Antoine (versklavter Gärtner)

Der Ort, an dem Antoine — ein versklavter Gärtner — die Veredelungstechnik so weit entwickelte, dass daraus die Pekansorte „paper shell“ hervorging: Diese Sorte ist wegen ihrer dünnen Schale besonders bekannt und wurde bei der 1876 Centennial Exposition ausgezeichnet. Diese landwirtschaftliche Innovation trug dazu bei, dass sich der Pekananbau in Louisiana weiterentwickelte.

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