French Quarter

French Quarter

Louisiana

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Das French Quarter, auch bekannt als Vieux Carré, ist das älteste Viertel in New Orleans, Louisiana, und wurde 1718 von Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville gegründet. Es entstand rund um einen zentralen Platz, der von dem königlichen Ingenieur Adrien de Pauger angelegt wurde. Er benannte die Straßen nach französischen Königshäusern und Heiligen. Das Viertel ist für seine charakteristische Architektur bekannt, geprägt von französisch-kolonialen Ursprüngen und späterem spanischem Einfluss – besonders nachdem verheerende Brände 1788 und 1794 zu neuen Feuerverordnungen führten, die den Bau mit Ziegeln vorschrieben, die anschließend mit pastellfarbenem Stuck überzogen wurden. Die Spanier brachten außerdem Flachdächer mit Ziegeldeckung sowie kunstvolle Balkone und Galerien aus Gusseisen mit, die zu einem prägenden Merkmal wurden. Nach dem Louisiana Purchase im Jahr 1803 bauten amerikanische Siedler über den Canal Street hinweg und schufen so einen kulturellen Treffpunkt, der als „neutral ground“ bekannt wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts war das French Quarter ein kosmopolitisches Zentrum mit einer reichen Kreolentradition, später folgten jedoch Zuwanderer aus Italien und Irland – und es entstanden Spitznamen wie „Little Palermo“. Heute ist es ein National Historic Landmark und ein Top-Ziel für Touristen – gefeiert für seine lebhaften Straßen, historischen Gebäude und die kulturelle Lebendigkeit. Durch seine Lage und die starken Deiche wurde das Viertel während des Hurrikans Katrina im Jahr 2005 relativ von schweren Überschwemmungen verschont.

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Tipp: Besuchen Sie das French Quarter unter der Woche oder in den frühen Morgenstunden, um Menschenmengen zu vermeiden und eine entspanntere Atmosphäre zu erleben. Es wird empfohlen, Tickets für beliebte Attraktionen und geführte Touren im Voraus zu kaufen, damit die Verfügbarkeit gesichert ist. Erkunden Sie das Viertel zu Fuß, um die Architektur und das lebendige Treiben auf den Straßen in vollen Zügen zu genießen. Je nach Museum und Tour können Ermäßigungen für Senior*innen, Studierende und Gruppen verfügbar sein. Die Canal Street eignet sich als gute Orientierungshilfe und zugleich als Einstiegspunkt – außerdem ist der öffentliche Nahverkehr einfach erreichbar, und Parkmöglichkeiten sind in der Nähe.

Interessante Fakten

  • Das French Quarter ist auch als Vieux Carré bekannt und bedeutet auf Französisch „Old Square“.
  • Die Straßen sind nach französischen Königshäusern und katholischen Heiligen benannt – ein Spiegel seiner kolonialen Vergangenheit.
  • Die kunstvollen Gusseisen-Balkone, die als Galerien (galleries) bekannt sind, entstanden mit den Pontalba Buildings im Jahr 1851 und setzten einen Stil für das Viertel.
  • Der Begriff „neutral ground“ für Straßenmittelstreifen in New Orleans geht auf die Canal Street zurück – den Treffpunkt der französisch-kreolischen und amerikanischen Kulturen.
  • Das French Quarter war während des Hurrikans Katrina aufgrund seiner Lage und der starken Deiche relativ von Überschwemmungen verschont.

Geschichte

1718

New Orleans wurde 1718 von Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville gegründet; das French Quarter wurde 1721 von Adrien de Pauger angelegt.

1763

Das Gebiet wurde 1763 an Spanien abgetreten, wo neue feuerbeständige Bauvorschriften die Architektur nach den großen Bränden von 1788 und 1794 veränderten.

1803

Der Louisiana Purchase im Jahr 1803 brachte amerikanische Siedler, die Land über den Canal Street hinweg entwickelten – so entstand eine kulturelle Trennung, die als „neutral ground“ bekannt wurde.

Im 19.

Jahrhundert wuchs New Orleans zu einem bedeutenden Hafen und einer Metropole heran.

Das French Quarter entwickelte sich dabei von einer französisch-kreolischen Hochburg zu einem vielfältigen Einwandererviertel, insbesondere mit italienischen und irischen Gemeinschaften bis zum späten 1800er-Jahre.

Ortsführer

1
Jackson Square1721
Adrien de Pauger

Ein historischer Park und zentraler Treffpunkt im French Quarter, umgeben von ikonischen Gebäuden wie der St. Louis Cathedral und den Pontalba Buildings – bekannt für ihre markanten Balkone aus Gusseisen.

2
Pontalba Buildings1851
Baroness Micaela Almonester Pontalba

Zwei einander entsprechende Apartmenthäuser aus rotem Backstein, die den Jackson Square flankieren, wurden 1851 fertiggestellt und sind vor allem wegen ihrer eleganten Balkone und Galerien aus Gusseisen bekannt – diese prägten die Architektur des French Quarter.

3
St. Louis Cathedral1727 (original), rebuilt in 1850s

Die älteste durchgehend aktive römisch-katholische Kathedrale in den Vereinigten Staaten liegt direkt neben dem Jackson Square. Sie beeindruckt mit einer markanten Fassade und einer reichen Geschichte, die bis in das frühe 18. Jahrhundert zurückreicht.