
Mystic Seaport Museum
Connecticut
Das Mystic Seaport Museum in Mystic, Connecticut, ist das größte maritime Museum der Vereinigten Staaten und erstreckt sich über 19 Acres. Gegründet wurde es 1929 als Marine Historical Association. Es zeigt ein nachgebautes Hafenstädtchen aus dem 19. Jahrhundert mit über 60 historischen Gebäuden – viele wurden umgesetzt und restauriert, um das maritime Erbe zu bewahren. Das Museum ist besonders berühmt für seine Sammlung von Schiffen, darunter die Charles W. Morgan, das einzige noch erhaltene hölzerne Walfangschiff, sowie eine Replik des Sklavenschiffs La Amistad. Besucher können im Ort traditionelle maritime Berufe entdecken, die vorgeführt werden, etwa Segelmachereien, Fassbindereien und Seilherstellungsbetriebe – und so einen Einblick in das Leben der Seefahrer im 19. Jahrhundert gewinnen. Die Henry B. du Pont Preservation Shipyard hält die historischen Schiffe mit traditionellen Techniken instand. Zu den Bildungsangeboten zählen Segelunterricht, Auftritte mit Sea Shantys und maritime Studien in Partnerschaft mit dem Williams College. Außerdem beherbergt das Museum ein Planetarium sowie ein detailliertes maßstabsgetreues Modell des Mystic River um 1870. Mit rund 250.000 Besuchern pro Jahr bietet das Mystic Seaport ein intensives Erlebnis in Amerikas maritime Geschichte und Kultur.
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Tipp: Besuchen Sie es am besten im Zeitraum von Frühling bis Herbst, da viele Ausstellungen und die Spouter Tavern saisonal in Betrieb sind. Empfehlenswert ist der Kauf von Tickets im Voraus – besonders für Segelprogramme und besondere Events. Ermäßigungen gibt es häufig für Senior:innen, Schüler:innen/Studierende und Gruppen. Planen Sie mehrere Stunden ein, um das Dorf, die Schiffe und die Ausstellungen vollständig zu erkunden.
Interessante Fakten
- •Das Mystic Seaport beherbergt die Charles W. Morgan – das einzige noch erhaltene hölzerne Walfangschiff der Welt.
- •Das Museum umfasst eine Replik des Sklavenschiffs La Amistad, das 2007 eine Gedenk-Fahrt über den Atlantik unternahm.
- •Auf dem Gelände gibt es ein 40-Fuß-Maßstabsmodell des Mystic River aus der Zeit um 1870 – inklusive detaillierter Darstellungen bis hin zu den Plumpsklos.
- •Die Henry B. du Pont Preservation Shipyard verwendet traditionelle Werkzeuge und Techniken, um historische Schiffe instand zu halten.
- •Das Mystic Seaport ist Gastgeber des Williams–Mystic-Programms für ein grundständiges maritimes Studium in Partnerschaft mit dem Williams College.
Geschichte
Das Mystic Seaport Museum wurde 1929 als Marine Historical Association gegründet – mit dem Ziel, das maritime Erbe Amerikas zu bewahren.
Die Philanthropin Mary Stillman Harkness schenkte dem Museum Land und historische Gebäude, darunter das Haus ihres Großvaters.
Es wurde zu einem der ersten Living-History-Museen in den USA und gewann an Bedeutung durch die 1941 erfolgte Übernahme des Walfangschiffs Charles W.
Morgan.
1955 gründete der Harvard-Professor Robert G.
Albion am Museum das Frank C.
Munson Institute of American Maritime Studies.
In den folgenden Jahrzehnten hat das Museum seine Sammlung und Bildungsangebote erweitert und dabei traditionelle Methoden zur Schiffserhaltung sowie maritime Handwerke gepflegt.
Ortsführer
Dorf des Hafens aus dem 19. Jahrhundert19th century
Ein mit viel Liebe nachgebautes Dorf mit über 60 historischen Gebäuden, das maritime Handwerke wie Segelmacherei, Fassbinderei, Seilerei und Kramhandel zeigt. Besucher können Demonstrationen traditioneller Handwerkskünste sehen und die Spouter Tavern besuchen, in der saisonale Speisen serviert werden.
Charles W. Morgan1841
Das einzige noch erhaltene hölzerne Walfangschiff, das 1941 vom Museum erworben wurde. Es bildet den Mittelpunkt der Sammlung und steht für die Walfanggeschichte Amerikas.
Henry B. du Pont Preservation Shipyard
Eine Werft im Betrieb, in der traditionelle Werkzeuge und Methoden eingesetzt werden, um historische Schiffe zu erhalten – darunter die Charles W. Morgan und die Replik La Amistad.
La Amistad Replica2000
Eine großmaßstäbliche Replik des Sklavenschiffs La Amistad aus dem 19. Jahrhundert, die an der Werft gebaut und im Jahr 2000 in Dienst gestellt wurde. Im Jahr 2007 unternahm sie eine 14.000 Meilen lange Gedenk-Fahrt, um das 200. Jubiläum des Endes des britischen Sklavenhandels zu markieren.
Treworgy Planetarium
Ein Planetarium, das zeigt, wie Seeleute anhand der Sterne navigierten – und so das Verständnis der Besucher für Techniken der maritimen Navigation vertieft.
Kontakt
Telefon: (860) 572-0711