
Mendenhall-Gletscher
Alaska
Der Mendenhall-Gletscher liegt etwa 12 Meilen vom Stadtzentrum von Juneau, Alaska entfernt. Mit einer Länge von 13,6 Meilen fließt er vom Juneau Icefield in den Mendenhall Lake. Er gehört zum staatlich geschützten 5.815 Acres großen Mendenhall Glacier Recreation Area im Tongass National Forest. Seit 1942 wurde der Gletscher im Rahmen des Juneau Icefield Research Program umfassend untersucht. Dabei zeigte sich ein erheblicher Rückgang von über 2,5 Meilen seit 1500, ausgelöst durch die Erwärmung des Klimas und das Abbrechen von Eisbergen. Dieser Rückzug führte zur Entstehung und zum Wachstum des Mendenhall Lake, der ein einzigartiges aquatisches Ökosystem beherbergt – darunter mehrere Lachsarten und Bachforellen. Wiederkehrende glaziale Überschwemmungen aus dem nahegelegenen Suicide Basin haben die Umgebung gelegentlich beeinträchtigt, darunter insbesondere 2023, als es zu Schäden kam. Die Tlingit-Bezeichnungen des Gletschers, Áakʼw Tʼáak Sítʼ und früher Sitaantaago, spiegeln seine kulturelle Bedeutung für indigene Bevölkerungsgruppen wider. Trotz des anhaltenden Rückzugs können klimatische Schwankungen den Gletscher zeitweise stabilisieren oder ihn sogar leicht vorstoßen lassen, doch die langfristige Erwärmung gefährdet sein Fortbestehen. Wenn alte Baumstümpfe unter dem Gletscher freigelegt werden, liefert das wertvolle Einblicke in die ökologische Geschichte der Region. Besucher zieht vor allem die atemberaubende Kulisse des Gletschers an, ebenso die Wanderwege und die informativen Angebote im nahegelegenen Besucherzentrum.
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Tipp: Die beste Zeit, um den Mendenhall-Gletscher zu besuchen, sind die Sommermonate: Dann sind die Wetterbedingungen meist milder und die Wege sind zugänglich. Besucher sollten sich über aktuelle Informationen zu den Risiken glazialer Überschwemmungen informieren – besonders im Zusammenhang mit dem Suicide Basin – und bei großer Nachfrage in der Hauptsaison Tickets oder Parkausweise am besten im Voraus kaufen. Geführte Touren und Ranger-Programme können das Erlebnis zusätzlich bereichern. Ziehen Sie sich in Schichten an und nehmen Sie wasserdichte Ausrüstung mit, da das Wetter wechselhaft sein kann. Es können Ermäßigungen für Senioren, Kinder und Gruppen verfügbar sein. Für weniger Andrang und bessere Bedingungen für Fotos empfiehlt sich ein Besuch am frühen Morgen.
Interessante Fakten
- •Der Mendenhall-Gletscher ist seit 1500 mehr als 2,5 Meilen zurückgegangen.
- •Der Gletscher speist den Mendenhall Lake, der als Aufzuchtgebiet für Lachs- und Forellenarten dient.
- •Unter dem Gletscher wurden alte Baumstümpfe mit einem Alter von bis zu 2.350 Jahren freigelegt.
- •Periodische glaziale Überschwemmungen aus dem Suicide Basin haben flussabwärts zu erheblichen Schäden geführt, unter anderem 2023.
- •Der Mendenhall-Gletscher gehört zum Tongass National Forest, dem größten National Forest der Vereinigten Staaten.
Geschichte
Ursprünglich war der Gletscher bei den Tlingit als Sitaantaago oder Áakʼw Tʼáak Sítʼ bekannt.
John Muir benannte ihn 1879 als Auke Glacier, und 1891 wurde er zu Ehren von Thomas Corwin Mendenhall in Mendenhall Glacier umbenannt.
Seit 1942 wird er wissenschaftlich beobachtet und dokumentiert einen deutlichen Rückzug von mehr als 2,5 Meilen seit dem Maximum der Little Ice Age Mitte des 18.
Jahrhunderts.
Der Rückzug des Gletschers hat die Landschaft vor Ort geprägt, unter anderem durch die Entstehung des Mendenhall Lake im Jahr 1929.
In den letzten Jahrzehnten hat der Rückzug – im Zusammenhang mit dem Klimawandel – deutlich zugenommen: Seit 2025 geht die Gletscherfront am See zurück.
Die Freilegung alter Überreste eines Waldes unter dem Gletscher hat wichtige paläoökologische Daten geliefert.
Ortsführer
Gletscherfront des Mendenhall-Gletschers
Das Ende des Gletschers, dort wo das Eis auf den Mendenhall Lake trifft, bietet spektakuläre Ausblicke auf Eisschichten und Eisabbrüche. Der Ort ist ideal für Fotografien und um die Dynamik von Gletschern zu beobachten.
Mendenhall Lake1929
Der seit 1929 durch Schmelzwasser des Gletschers entstandene See bietet Lebensraum für ein vielfältiges Ökosystem – darunter Lachs, Dolly Varden char und Bachsaibling (cutthroat trout). Er ist ein zentraler Anlaufpunkt für die Beobachtung von Wildtieren und für Kajaktouren.
Besucherzentrum und Wanderwege
Das Mendenhall Glacier Visitor Center bietet anschauliche Ausstellungen, Ranger-Programme und Zugang zu den Wegen. In der Nähe laden Wanderwege zu unterschiedlichen Perspektiven auf den Gletscher, den Wald und die Tierwelt ein – passend für jedes Können.