Staudamm Wasserkraftwerk Saporischschja
Zaporizka oblast
Das Wasserkraftwerk Saporischschja, auch bekannt als Dnjepr-Wasserkraftwerk oder DniproHES, ist ein großes Wasserkraftwerk-Staudamm in Saporischschja, Ukraine. Es wurde zwischen 1927 und 1932 im Rahmen des sowjetischen GOELRO-Elektrifizierungsplans errichtet und so konzipiert, dass es die Kraft des Dnepr nutzt, um das industrielle Wachstum anzukurbeln – insbesondere die Aluminiumproduktion und die Stahlherstellung. Mit 760 Metern Länge und 60 Metern Höhe schafft der Damm den Dnepr-Stausee, der sich 129 Kilometer flussaufwärts erstreckt und sowohl die Schifffahrt als auch die Stromerzeugung erleichtert. Das Kraftwerk war einst das größte der Sowjetunion und weltweit das drittgrößte. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zerstört, um die deutschen Truppen aufzuhalten, kurz darauf jedoch wiederaufgebaut und von 1969 bis 1980 ausgebaut, um seine Leistung auf das Vierfache zu erhöhen. Der Damm verfügt über Schifffahrtskanäle mit Schleusen, die es Schiffen ermöglichen, das Bauwerk zu umfahren, außerdem gibt es eine Autobahn und eine Brücke für den Fahrzeugverkehr. Trotz neuer Herausforderungen, darunter Raketenangriffe im Jahr 2024, die die Stromproduktion zum Erliegen brachten, bleibt die Anlage ein Symbol sowjetischer Ingenieurskunst und der Energieinfrastruktur der Ukraine.
Planen Sie Ihre Reise nach Ukraine mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besucher sollten die aktuellen Zugangsvoraussetzungen prüfen, da es in der Region derzeit zu Konflikten kommen kann. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling und Sommer, wenn die Sicht klarer ist und das Wetter angenehm. Öffentliche Führungen sind zwar begrenzt, aber eine frühzeitige Anfrage über offizielle Kanäle kann unter Umständen Möglichkeiten eröffnen. In der Regel sind keine speziellen Ticketinformationen erforderlich, dennoch empfiehlt sich eine gute Planung im Voraus.
Interessante Fakten
- •Der Damm war bei seiner Fertigstellung 1932 einst das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt.
- •Er wurde mit Input von US-amerikanischen Ingenieuren entworfen, die für ihre Arbeit mit sowjetischen Auszeichnungen geehrt wurden.
- •Der Bau des Damms überflutete die Dnjepr-Stromschnellen – eine bedeutende natürliche Barriere am Fluss.
- •Im Zweiten Weltkrieg wurde der Damm zerstört, um die deutschen Truppen aufzuhalten und 19% der regionalen Stromkapazität zu beseitigen.
- •Der durch den Damm geschaffene Stausee erstreckt sich 129 Kilometer flussaufwärts und macht die Schifffahrt weit über den Damm hinaus möglich.
- •Der Damm umfasst Schifffahrtskanäle mit Treppenschleusen, damit Schiffe das Bauwerk umfahren können.
Geschichte
Die Idee, die Stromschnellen des Dnepr zu zähmen, reicht bis ins späte 19.
Jahrhundert zurück.
Damals gab es verschiedene technische Vorschläge, um die Schifffahrt zu verbessern und Wasserkraft nutzbar zu machen.
Der Bau des Damms begann 1927 im Rahmen des sowjetischen GOELRO-Plans, um die Region zu elektrifizieren und zu industrialisieren.
1932 wurde er fertiggestellt und war zu diesem Zeitpunkt das größte sowjetische Kraftwerk.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Damm gezielt zerstört, um das Vorrücken der deutschen Truppen zu bremsen, und zwischen 1944 und 1950 wiederaufgebaut.
Von 1969 bis 1980 fand eine bedeutende Erweiterung statt, die die Kapazität deutlich erhöhte.
Seitdem durchlief die Anlage Modernisierungsmaßnahmen und spielt weiterhin eine wichtige Rolle im Energiesystem der Ukraine.
Ortsführer
Hauptdamm-Struktur1927-1932
Der gewaltige Betondamm erstreckt sich 760 Meter über den Dnepr und ist 60 Meter hoch. Er regelt den Wasserfluss und schafft den riesigen Dnepr-Stausee flussaufwärts.
Schifffahrtskanäle und Schleusen1930s-1940s
Zwei Schifffahrtskanäle mit Treppenschleusen ermöglichen es Schiffen, den Damm zu umfahren, und erleichtern so die Schifffahrt flussaufwärts bis in den Bereich des Flusses Pripjat. Ein Kanal ist original, aber nicht mehr in Betrieb; der andere ist neuer und betriebsbereit.
Anlagen des Kraftwerks1932, expanded 1969-1980
Das Kraftwerk beherbergt Turbinen und Generatoren, die die kinetische Energie des Flusses in Strom umwandeln – für die Industrieregion Donets–Kryvyi Rih und darüber hinaus. Es gab große Erweiterungen von 1969 bis 1980 sowie Modernisierungen in den 1990er-Jahren.
Kontakt
Telefon: 0612 239 359