Malachow-Kurgan
Sevastopol
Der Malachow-Kurgan ist eine taktisch wichtige Erhebung im südöstlichen Teil von Sewastopol auf der Krim. Während der Belagerung von Sewastopol (1854–1855) im Krimkrieg spielte er eine entscheidende Rolle und diente als befestigte russische Verteidigungsstellung. Der Hügel beherbergte mehrere Artilleriebatterien und war Schauplatz erbitterter Kämpfe – besonders bei der Schlacht von Malakoff, in deren Verlauf französische Truppen ihn eroberten. Dies markierte einen Wendepunkt in der Belagerung. Der Hügel wurde nach Kapitän Mikhail Malachow benannt und überblickt die Bucht von Sewastopol, einen wichtigen Marinestützpunkt. Über den Krimkrieg hinaus war der Malachow-Kurgan auch ein Brennpunkt während der Russischen Revolution von 1905: Hier fanden revolutionäre Treffen statt und Hinrichtungen. Im Zweiten Weltkrieg diente er erneut als defensive Artilleriestellung, bis die Stadt von den Achsenmächten eingenommen wurde. Heute befinden sich am Ort Gedenktafeln, die zentrale Ereignisse und Persönlichkeiten würdigen, darunter die Admiräle Kornilow und Nakhimow, und es gibt ein kleines Museum zur Militärgeschichte des Areals. Der Hügel ist bis heute eine beliebte Touristenattraktion und ein Symbol für die Widerstandskraft und strategische Bedeutung Sewastopols.
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Tipp: Besucher sollten ihren Aufenthalt in den wärmeren Monaten einplanen – dann ist das Wetter angenehmer und die Ausblicke auf die Bucht von Sewastopol sind klarer. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten des Museums im Voraus zu prüfen und geführte Touren in Betracht zu ziehen, um die historische Bedeutung besser zu erfassen. Tickets können möglicherweise vor Ort erhältlich sein, doch durch den Kauf oder die Reservierung im Voraus lassen sich Wartezeiten oft vermeiden. Für Studierende, Senioren oder Gruppen können Ermäßigungen angeboten werden. Aufgrund des Geländes sind bequeme Laufschuhe empfehlenswert.
Interessante Fakten
- •Der Malachow-Kurgan war die einzige Verteidigungsanlage, die fertiggestellt war, bevor die Belagerung von Sewastopol im Jahr 1854 begann.
- •Admiral Pavel Nakhimov wurde während des Krimkriegs auf dem Malachow-Kurgan tödlich verwundet.
- •Die französische Flagge wurde während der Schlacht von Malakoff bekanntlich auf dem Hügel gehisst und symbolisierte den Sieg.
- •Leutnant Leo Tolstoi meldete sich freiwillig, um Sewastopol zu verteidigen, und erlebte den Fall des Malachow-Kurgans. Später schrieb er darüber.
- •Während der Russischen Revolution von 1905 einigten sich die Matrosen der Schwarzmeerflotte in der Nähe des Hügels darauf, meutern.
- •Im Zweiten Weltkrieg wurden auf dem Hügel Artilleriegeschütze aufgestellt, die aus einem Zerstörer geborgen worden waren, um die Stadt zu verteidigen.
Geschichte
Der Malachow-Kurgan tauchte erstmals 1851 auf russischen Karten auf und wurde nach Kapitän Mikhail Malachow benannt, einer angesehenen lokalen Persönlichkeit.
Während des Krimkriegs wurde er von russischen Truppen stark befestigt und wurde zu einem wichtigen Verteidigungspunkt in der Belagerung von Sewastopol.
Der Hügel war der Ort der entscheidenden Schlacht von Malakoff im Jahr 1855, bei der französische Truppen ihn eroberten.
Anfang des 20.
Jahrhunderts diente er als Treffpunkt für revolutionäre Kräfte und war Schauplatz von Hinrichtungen im Zuge der Russischen Revolution.
Im Zweiten Weltkrieg wurde er erneut als Teil der Verteidigung Sewastopols befestigt, bis er von deutschen Truppen eingenommen wurde.
Nach dem Krieg wurde das Gelände als Gedenkstätte und Museum erhalten.
Ortsführer
Die Verteidigungstürme1854
Dieser Turm wurde im Herbst 1854 errichtet. Er war die einzige vor der Belagerung fertiggestellte Verteidigung und diente während des Krimkriegs als wichtige russische Befestigungsanlage.
Bastion Kornilow1854
Die Feldbefestigungen rund um den Turm wurden nach dem Vizeadmiral Wladimir Kornilow benannt, der hier 1854 während der Belagerung tödlich verwundet wurde.
Gedenktafeln
Die Tafeln würdigen die Standorte der Verteidigungsbatterien, den Tod der Admiräle Kornilow und Nakhimow sowie ein Massengrab der Verteidiger.
Artilleriestandort aus dem Zweiten Weltkrieg1941
Stellung mit zwei 130-mm-Geschützen, die vom Zerstörer Sovershennyy geborgen wurden und in der Verteidigung während der Belagerung von Sewastopol (1941–1942) eingesetzt wurden.