Palast Potocki

Palast Potocki

Lvivska oblast

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Der Palast Potocki in der Copernicus-Straße in Lwiw, Ukraine, ist ein prächtiger städtischer Palast aus dem 19. Jahrhundert, der im französisch-neoklassizistischen Stil erbaut wurde. Er wurde von Alfred Józef Potocki, einer bedeutenden politischen Persönlichkeit und Förderer der Künste, in Auftrag gegeben. Entworfen wurde das Gebäude vom französischen Architekten Louis Dauvergne; fertiggestellt wurde es unter der Leitung von Julian Cybulski und Ludwik Baldwin-Ramułt. Der Bau besitzt einen H-förmigen Grundriss mit drei Geschossen. Die Fassaden sind mit Stuck verziert, es gibt ionische Säulen, und auch die Innenräume sind reich ausgestattet – unter anderem mit Vergoldungen, farbigem Marmor und wertvollen Hölzern. Ursprünglich in den 1880er-Jahren errichtet, diente der Palast als repräsentative Residenz und wurde später für verschiedene Zwecke umgenutzt, darunter für Hochzeitszeremonien sowie als Hauptquartier der Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs. Heute fungiert er als Zweigstelle der Lwiwer Nationalen Kunstgalerie und ermöglicht Besuchern einen Einblick in den Prunk des aristokratischen Lebens und das kulturelle Erbe von Lwiw. Seine monumentalen Tore, die Stallungen mit Flachreliefs und die angrenzende Ausstellungshalle, die sich an dessen Motiven orientiert, unterstreichen den historischen und architektonischen Wert des Hauses.

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Tipp: Besucher werden gebeten, die offizielle Website der Lwiwer Nationalen Kunstgalerie zu prüfen, um die aktuellen Öffnungszeiten und Sonderausstellungen zu erfahren. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling und Sommer, wenn der Palast und die nahe Umgebung am besten zugänglich und besonders angenehm sind. Eine Vorab-Reservierung der Tickets wird empfohlen, vor allem während kultureller Veranstaltungen oder Ausstellungen. Ermäßigungen können für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren verfügbar sein. Fotoaufnahmen im Inneren des Palastes sind möglicherweise eingeschränkt – bitte erkundigen Sie sich vorher.

Interessante Fakten

  • Der Palast beherbergte 2016 die Spiele der Women’s World Chess Championship.
  • Die architektonischen Motive lieferten Inspiration für das Design der angrenzenden Ausstellungshalle, die 1996 eröffnet wurde.
  • Der Palast war während des Zweiten Weltkriegs zeitweise das Hauptquartier der deutschen Luftwaffe.
  • Die Stuckdekoration im Inneren wurde von den bekannten Künstlern Petr Garasimovich und vermutlich Leonard Marconi geschaffen.
  • Der Palast umfasst insgesamt eine Fläche von ungefähr 3100 Quadratmetern.

Geschichte

1822

Der Palast Potocki steht auf einem Grundstück, das die Familie Potocki 1822 erwarb, nachdem sie ihren vorherigen Palast verkauft hatte.

1880

Der ursprüngliche Palast im klassizistischen Stil wurde in den 1860er-Jahren abgerissen, und der heute bestehende französisch-neoklassizistische Barockpalast wurde ab 1880 errichtet – in Auftrag gegeben von Alfred Józef Potocki.

1889

Vollendet wurde das Gebäude nach Alfreds Tod 1889 von seinem Sohn Roman.

Im Verlauf des 20.

Jahrhunderts wurde der Palast durch das sowjetische Regime beschlagnahmt, für die öffentliche Nutzung angepasst und restauriert.

Er diente außerdem als Hauptquartier der Luftwaffe während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg.

In den letzten Jahrzehnten wurde er in die Lwiwer Nationale Kunstgalerie integriert und ist bis heute ein bedeutendes Kulturdenkmal.

Ortsführer

1
Großer Eingang und Fassade1880s
Louis Dauvergne (Architekt), Julian Cybulski und Ludwik Baldwin-Ramułt (Projektänderung und -aufsicht)

Der Haupteingang des Palastes zeigt ein rundbogiges Portikus, das von ionischen Säulen getragen wird, und ist mit aufwendig gestaltetem Stuck verziert – so empfängt er Besucher in der prachtvollen, adeligen Residenz.

2
Haupträume für den Empfang1880s
Petr Garasimovich und vermutlich Leonard Marconi (Stuckdekoration)

Diese Säle im Erdgeschoss waren für das Empfangen von Gästen vorgesehen und sind reich dekoriert – unter anderem mit Vergoldungen, farbigem Marmor, wertvoller Holzverkleidung und detailreichem Stuck.

3
Stallungen mit Flachreliefs1880s

Die Stallungen liegen neben dem Palast an der Südwestseite. Sie sind aus markantem rotem Backstein gebaut und mit Flachreliefs von Pferden verziert – ein Hinweis darauf, wie wichtig die Reitkultur für die adlige Familie war.

Kontakt

Telefon: 068 966 2348