
Mariä-Verkündigungs-Kathedrale
Kharkivska oblast
Die Mariä-Verkündigungs-Kathedrale in Charkiw (Ukraine) ist eine bekannte orthodoxe Kirche, die vor allem durch die markante architektonische Verbindung von byzantinischen und gotischen Stilelementen auffällt. An der Stelle gab es ursprünglich seit 1655 eine hölzerne Kirche, die der Verkündigung gewidmet war, im historischen Viertel Zalopan. Zwischen 1789 und 1794 wurde sie durch eine steinerne Kirche ersetzt, die im 19. Jahrhundert erweitert wurde. Da größere Reparaturen nötig wurden, entstand von 1888 bis 1901 eine neue Kathedrale. Entworfen wurde sie vom Architekten von Charkiw, Mikhail Lovtsov, der zugleich Gemeindemitglied der Kirche war. Die Kathedrale besitzt eine fünfkuppelige Anlage, die an die byzantinische Architektur erinnert, kombiniert mit einem westlichen gotischen Glockenturm, der etwa 80 Meter hoch ist. Die rote Ziegelfassade und der weiße Putz verleihen dem Bauwerk ein lebendiges, traditionelles byzantinisches Erscheinungsbild. Die innenliegende Ausgestaltung im akademischen Stil wurde im frühen und späten 20. Jahrhundert von verschiedenen Meistern ausgeführt und abgeschlossen. Die Kathedrale hat mehrere Kapellen, die Heiligen wie St. Barbara und St. Johannes dem Krieger gewidmet sind – darunter auch zusätzliche Kapellen unterhalb der Hauptstruktur. Trotz Herausforderungen, darunter ein bedeutender Brand im Jahr 1997, bei dem die Kuppel des Glockenturms beschädigt wurde, bleibt die Kathedrale ein wichtiges religiöses und kulturelles Denkmal in Charkiw. Weihe war 1901; seit 1946 dient sie als Kathedrale der Stadt.
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Tipp: Besucher werden gebeten, die offizielle Website der Kathedrale zu prüfen oder telefonisch nach den aktuellen Öffnungszeiten und etwaigen besonderen Gottesdiensten zu fragen. Am besten lässt sich der Besuch tagsüber planen, um die kräftigen Farben der Außenansicht und die architektonischen Details besonders gut zu sehen. Für den Eintritt oder geführte Touren können Tickets oder Spenden erforderlich sein, mitunter gibt es Ermäßigungen für Gruppen oder Studierende. Eine vorherige Buchung wird während religiöser Feiertage oder bei besonderen Veranstaltungen empfohlen.
Interessante Fakten
- •Das Kreuz auf der Hauptkuppel ragt über 60 Meter hoch, während der Glockenturm etwa 80 Meter erreicht – damit zählt die Kirche zu den höchsten religiösen Bauwerken in Charkiw.
- •An der Außenfassade wechseln sich rote Ziegel und weiße Putzstreifen ab – ein Entwurf, der sich an byzantinischen Bautraditionen orientiert.
- •St. Johannes von Kronstadt besuchte die Kathedrale kurz vor ihrer Weihe im Jahr 1901.
- •Die ursprüngliche hölzerne Ikonostase aus Marmor wurde 1923 in sowjetischer Zeit abgebaut und nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine neue ersetzt, die einem künstlichen Marmor nachempfunden war.
- •Im Jahr 2011 wurde Metropolit Nikodim (Rusnak) in der Kapelle des St. Meletius innerhalb der Kathedrale beigesetzt.
Geschichte
An der Stelle der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale gab es seit 1655 einen Kirchenbau – zunächst eine hölzerne Anlage, die für das Stadtviertel Zalopan in Charkiw diente.
Die ursprüngliche hölzerne Kirche wurde zwischen 1789 und 1794 durch ein steinernes Gebäude ersetzt, das im 19.
Jahrhundert weiter ausgebaut wurde.
Zwischen 1888 und 1901 wurde die heutige Kathedrale auf Grundlage des Entwurfs von Architekt Mikhail Lovtsov errichtet.
Die alte Kirche wurde nach Abschluss des Neubaus abgetragen.
Am 13.
Oktober 1901 wurde die Kathedrale geweiht und wurde 1946 zur Hauptkathedrale von Charkiw.
1997 beschädigte ein Brand die Kuppel des Glockenturms; anschließend wurde sie 1998 mit Unterstützung verschiedener städtischer religiöser Gemeinschaften restauriert.
Ortsführer
Haupthall der Kathedrale1901
Der zentrale Andachtsraum ist als fünfkuppelige Anlage gestaltet, inspiriert von der byzantinischen Architektur. Die reich dekorierten Innenflächen wurden im frühen und späten 20. Jahrhundert von verschiedenen Künstlern im akademischen Stil ausgemalt.
Glockenturm1901
Der westliche Glockenturm, der im gotischen Stil entworfen wurde, ist etwa 80 Meter hoch und prägt die markante Silhouette der Kathedrale. Er erlitt 1997 Brandschäden, wurde jedoch bis 1998 mit Unterstützung aus der Gemeinde wiederhergestellt.
Kapellen
Die Kathedrale beherbergt mehrere Kapellen, die Heiligen wie St. Barbara, St. Johannes dem Krieger, St. Antonius der Römer und St. Stephan dem Erzdiakon gewidmet sind – jeweils sowohl innerhalb des Hauptgebäudes als auch im Keller.
Kontakt
Telefon: 057 712 4737