Fort San Domingo

Fort San Domingo

Northern Taiwan Region

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Fort San Domingo, gelegen im Tamsui District der New Taipei City in Taiwan, ist eine historische Festung, die ursprünglich 1628 von den Spaniern während ihrer kurzen Kolonialzeit im Norden Taiwans errichtet wurde. Die Spanier nannten sie Santísima Trinidad und später Fort Santo Domingo und machten sie so zu einer strategischen Militär- und Missionsbasis. Nachdem die Spanier 1642 vertrieben worden waren, bauten die Niederländer die Festung um und erweiterten sie 1644. Dabei gaben sie ihr den Namen Fort Antonio, den die Einheimischen wegen der bei den Niederländern verbreiteten Bezeichnung „red-haired barbarians“ als „Red Hair Castle“ bezeichneten. In der Qing-Dynastie wurde die Anlage mehrfach renoviert, und 1868 wurde sie an die Briten verpachtet, die sie bis 1972 als Konsulat nutzten. Architektonisch vereint Fort San Domingo spanische, niederländische und britische Kolonialstile: rote Backsteinmauern, Zinnen und eine zweistöckige konsularische Wohnresidenz. Heute zählt die Festung zu den ältesten noch erhaltenen kolonialen Bauwerken in Taiwan. Sie steht sinnbildlich für die wechselvolle Kolonialgeschichte der Insel sowie die kulturellen Begegnungen und ist eine beliebte Touristenattraktion, die vom Tamsui Historical Museum der New Taipei City verwaltet wird.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Fort San Domingo sind die kühleren Monate von Oktober bis April, um Taiwans heiße und schwüle Sommerzeit zu umgehen. Aufgrund der hohen Besucherzahlen empfiehlt es sich, an Wochenenden und Feiertagen Tickets im Voraus zu kaufen. Geführte Touren werden angeboten und sind besonders empfehlenswert, um den historischen Kontext der Festung wirklich zu erfassen. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Die Anlage ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Taipeh aus erreichbar und bietet vor Ort informative Ausstellungen.

Interessante Fakten

  • Die Festung wurde ursprünglich 1628 von den Spaniern errichtet und später 1644 von den Niederländern an derselben Stelle wiederaufgebaut.
  • Die Einheimischen nannten die Festung „Red Hair Castle“, weil „rotes Haar“ während der Kolonialzeit ein Spitzname für die Niederländer war.
  • Die Briten nutzten die Festung von 1868 bis 1972 als Konsulat, was sie zu einem der längsten ausländischen diplomatischen Standorte in Taiwan machte.
  • Die Architektur der Festung spiegelt eine Mischung aus spanischen, niederländischen und britischen Kolonialstilen wider.
  • Die Festung überstand im Jahr 1884 während des Chinesisch-Französischen Kriegs eine französische Bombardierung ohne Schaden.

Geschichte

1628

Fort San Domingo wurde erstmals 1628 von den Spaniern gegründet – im Rahmen ihres Vorhabens, den Norden Taiwans zu kontrollieren und den niederländischen Einfluss in der Region einzudämmen.

1642

Nach dem Rückzug der Spanier im Jahr 1642 baute die Niederländische Ostindien-Kompanie die Festung 1644 wieder auf und nannte sie Fort Antonio.

Später geriet die Festung unter Kontrolle der Qing-Dynastie, die sie im 18.

Jahrhundert reparierte und erweitern ließ.

1868

1868 verpachteten die Briten die Festung als ihr Konsulat und hielten sie bis 1972, als sich die diplomatischen Beziehungen änderten.

In den 1980er-Jahren wurde Fort San Domingo zum nationalen historischen Ort Taiwans erklärt und anschließend restauriert sowie für die Öffentlichkeit geöffnet.

Ortsführer

1
Hauptfestung1628 (Spanish), 1644 (Dutch reconstruction)

Der zentrale Baukomplex von Fort San Domingo, ursprünglich von den Spaniern errichtet und später von den Niederländern wieder aufgebaut. Er zeichnet sich durch dicke rote Backsteinmauern, Zinnen und Geschütze aus. Er diente als militärische Schaltzentrale und als Verteidigungspunkt zur Kontrolle des Flusses Tamsui.

2
Britische Konsulatsresidenz1891

Ein zweistöckiges Gebäude aus rotem Backstein neben der Hauptfestung, das die Briten 1891 errichteten, um es als Konsulatsresidenz zu nutzen. Es zeigt eine westlich geprägte Architektur mit einem Balkon mit Blick auf den Fluss und die Gärten.

3
Südtor (Tor im chinesischen Stil)1724

Das einzige noch erhaltene Tor im chinesischen Stil der Festungsanlage. Es wurde während der Renovierungen der Qing-Dynastie im 18. Jahrhundert mit lokalen Baumaterialien errichtet. Zu sehen sind traditionelle chinesische Verteidigungs-Elemente der Architektur wie Zinnen.

Kontakt

Telefon: 02 2623 1001