
Basilika-Zisterne
Marmara Region
Die Basilika-Zisterne, auch Yerebatan Sarnıcı genannt, ist die größte von hunderten antiken Zisternen unter Istanbul, Türkei. Sie wurde im 6. Jahrhundert in der Regierungszeit von Kaiser Justinian I. errichtet und sollte der Wasserfiltration für den Großen Palast von Konstantinopel dienen; später auch für den Topkapı-Palast. Die Zisterne liegt nahe der Hagia Sophia auf der historischen Halbinsel und ist bekannt für ihren beeindruckenden „Säulenwald“ aus 336 Marmorsäulen, von denen viele an ihren Basen mit Medusa-Köpfen verziert sind. Ursprünglich wurde sie unter einem öffentlichen Platz namens Stoa Basilica gebaut und ersetzte eine große Basilika, die zuvor an dieser Stelle gestanden hatte. Das unterirdische Reservoir konnte große Mengen Wasser speichern, gespeist durch Aquädukte aus nahegelegenen Wäldern. Über Jahrhunderte in Vergessenheit geraten, wurde es im 16. Jahrhundert von einem französischen Reisenden wiederentdeckt und Ende des 20. Jahrhunderts für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Jüngere Restaurierungen verbesserten die seismische Widerstandsfähigkeit und das Besuchererlebnis, darunter durch stimmungsvolle LED-Beleuchtung und digitale Ausstellungen. Heute ist die Basilika-Zisterne eine UNESCO-Welterbestätte – gefeiert für ihre einzigartige Verbindung aus Technik, Geschichte und Kunst – und gehört zu den Must-sees in Istanbul.
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Tipp: Besuchen Sie die Basilika-Zisterne am frühen Morgen oder späten Abend, um Menschenmengen zu vermeiden und das stimmungsvolle Licht zu genießen. Tickets können vor Ort oder online gekauft werden; häufig gibt es Ermäßigungen für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren. Die Anlage ist täglich von 09:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Tragen Sie bequeme Schuhe, um die erhöhten Laufwege gut zu erreichen, und überlegen Sie sich eine geführte Tour, um die historischen und architektonischen Besonderheiten noch besser zu verstehen. Fotografieren ist erlaubt, aber ohne Blitz, um die empfindliche Umgebung zu schützen.
Interessante Fakten
- •Die Zisterne enthält 336 Marmorsäulen, von denen jede etwa 9 Meter hoch ist; sie sind in 12 Reihen mit je 28 Säulen angeordnet.
- •Zwei der Säulenbasen zeigen Medusa-Köpfe, die auf dem Kopf stehen; Herkunft und Zweck sind bis heute umstritten.
- •Es wird angenommen, dass etwa 7.000 Sklaven am Bau der Zisterne mitwirkten.
- •Die Zisterne wurde über Jahrhunderte vergessen und erst 1565 von einem französischen Reisenden verzeichnet, der sah, wie Fische in ihrem Wasser schwammen.
- •Bei jüngeren Restaurierungen wurde Beton aus der Mitte des 20. Jahrhunderts entfernt, um den ursprünglichen byzantinischen Ziegelboden darunter freizulegen.
Geschichte
Die Basilika-Zisterne wurde im 6.
Jahrhundert unter dem byzantinischen Kaiser Justinian I.
erbaut – nach früheren Bauten auf dem Gelände, die bis ins 3.
und 4.
Jahrhundert zurückreichen.
Sie wurde errichtet, um Wasser für den Großen Palast von Konstantinopel und andere Gebäude zu liefern, nachdem die Nika-Unruhen einen Wiederaufbau erforderlich gemacht hatten.
Die Zisterne wurde in der gesamten Osmanenzeit kontinuierlich genutzt und geriet allmählich in Vergessenheit, bis sie 1565 wiederentdeckt wurde.
Große Restaurierungsarbeiten fanden zwischen 1985 und 1987 statt und legten wichtige Details wie die Medusa-Köpfe frei.
Eine umfassende Restaurierung von 2020 bis 2022 verbesserte die strukturelle Sicherheit und die Einrichtungen für Besucher und bewahrte die Stätte als Kulturdenkmal.
Ortsführer
Medusa-Kopf-Säulen6. Jahrhundert
Zwei Säulen in der Zisterne stehen auf großen Medusa-Kopf-Basen; sie sind seitlich und kopfüber ausgerichtet. Diese Köpfe sind ikonisch und geheimnisvoll – mit Theorien zu ihrer Herkunft, die von der Wiederverwendung von Spolien bis hin zum symbolischen Schutz reichen.
Der Haupt-Säulenwald6. Jahrhundert
Das große Innere der Zisterne beeindruckt mit 336 Säulen, die in 12 Reihen angeordnet sind und eine Atmosphäre wie in einem Wald schaffen. Jede Säule ist etwa 9 Meter hoch und trägt die gewölbte Decke; zugleich zeigt sie byzantinisches Ingenieurwissen.
Erhöhte hölzerne Laufstege1987 (Restaurierung)
Moderne, erhöhte Holzlaufstege ermöglichen es Besucherinnen und Besuchern, die Zisterne zu durchqueren, ohne das Wasser oder den antiken Boden zu beeinträchtigen. So bekommt man besonders nah Einblicke in die Säulen und die stimmungsvolle Umgebung.
Kontakt
Telefon: (0212) 222 28 82