Grüne Moschee

Grüne Moschee

Marmara Region

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Die Grüne Moschee in Bursa, Türkei, ist ein ikonisches Beispiel früher osmanischer Architektur und Kunst. Sie wurde von Sultan Mehmed I Çelebi in Auftrag gegeben und 1419 fertiggestellt. Sie gehört zu einem größeren Komplex, der als Green Külliye bekannt ist und ein Mausoleum, eine Madrasa, eine öffentliche Küche und ein Badehaus umfasst. Die Moschee ist besonders wegen ihrer markanten grünen und blauen Kachelverzierungen bekannt – vor allem wegen des kunstvoll gefliesten mihrab, das als das erste seiner Art im Design der frühen Osmanen gilt. Architektonisch besitzt die Moschee einen charakteristischen T-förmigen Grundriss mit zwei großen Kuppeln und symmetrisch angeordneten Seitenräumen, die ursprünglich als Treffpunkte für Provinzbeamte dienten. Der aus der Insel Marmara stammende Marmor wurde in großem Umfang verwendet, wodurch die Moschee in Bursa als erstes Marmordenkmal gilt. Ihre hölzernen Türen und Fensterläden zeugen von herausragender Handwerkskunst, und die Moschee ist auch heute noch in Betrieb – sie bietet Platz für bis zu 2000 Gläubige. Die Grüne Moschee ist Teil des UNESCO-Welterbes, das um das historische Bursa ausgewiesen ist, und zieht Besucher aus aller Welt wegen ihrer kulturellen, historischen und künstlerischen Bedeutung an.

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Tipp: Besucher sollten die Grüne Moschee in den Frühlings- oder Herbstmonaten besuchen, um der sommerlichen Hitze und der winterlichen Kälte zu entgehen. In der Hochsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Da die Moschee weiterhin ein aktiver Ort des Gebets ist, sollten Besucher sich angemessen kleiden und während der Gebetszeiten respektvoll sein. Möglicherweise gibt es Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Geführte Touren können das Verständnis für die reiche Geschichte des Ortes und die kunstvollen Kacheldetails vertiefen.

Interessante Fakten

  • Die Grüne Moschee gilt als Höhepunkt des Stils der frühen osmanischen Architektur und verbindet ästhetische Meisterschaft mit technischer Innovation.
  • Die Kachelverzierungen wurden von einer Gruppe namens „Masters of Tabriz“ geschaffen, die persischen künstlerischen Einfluss widerspiegelt.
  • Die Moschee wurde mit Marmor von der Insel Marmara gebaut, wodurch sie das erste Marmordenkmal in Bursa ist.
  • Die beiden Minarette der Moschee wurden im 19. Jahrhundert nach dem Erdbeben von 1855 neu errichtet.
  • Das mihrab ist vollständig mit Kacheln bedeckt und gilt als das erste mihrab der frühen Osmanen, das mit einer solchen Keramikdekoration verziert ist.

Geschichte

1412

Der Bau der Grünen Moschee begann 1412 unter Sultan Mehmed I Çelebi und wurde bis Dezember 1419 oder Januar 1420 fertiggestellt.

1424

Die Ausmalung und Dekoration wurde auch nach dem Tod von Mehmed I fortgesetzt: Die Kachelarbeiten wurden 1424 von Nakkas Ali bin Ilyas Ali und einem Team von Kunsthandwerkern aus Tabriz abgeschlossen – ein Hinweis auf timuridische Einflüsse in der Kunst.

1421

Zum Komplex gehört das Grüne Grab (Green Tomb), das Mausoleum von Mehmed I, das 1421 fertiggestellt wurde.

1855

Die Moschee erlitt während des Erdbebens von 1855 in Bursa Schäden und wurde ab 1863 unter der Leitung des französischen Architekten Léon Parvillée umfangreich restauriert.

Weitere Restaurierungen folgten in den 1940er-Jahren sowie im frühen 21.

Jahrhundert und bewahrten so ihr architektonisches und künstlerisches Erbe.

2014

Seit 2014 gehört die Moschee zum UNESCO-Welterbe, das das historische Bursa umfasst.

Ortsführer

1
Haupthalle für das Gebet1419-1424

Der zentrale Gebetsbereich wird von zwei großen Kuppeln geprägt – jede mit 13 Metern Durchmesser und 25 Metern Höhe. Verbunden sind sie durch einen mächtigen Bogen mit Schlussstein. Der Raum ist reich mit grün-blauen Kacheln dekoriert und umfasst das kunstvoll geflieste mihrab an der südlichen Wand.

2
Königliche Loge (Hünkar Mahfili)1424
Nakkas Ali bin Ilyas Ali

Diese private Galerie befindet sich im Obergeschoss und war für den Sultan sowie dessen Gefolge reserviert. Sie ist mit kalligrafischen Inschriften und Kachelwerk dekoriert und zeigt die Handwerkskunst von Nakkas Ali sowie der Masters of Tabriz.

3
Eingangsportal1419
Hacı İvaz Pasha (architect)

Der große Eingangsbereich im Norden ist zur Straßenseite hin ausgerichtet und besticht durch feine Marmorschnitzereien sowie schwarzlinige Kacheln, die im 19. Jahrhundert restauriert wurden. Er führt in einen schmalen Korridor, der mit der Haupthalle für das Gebet verbunden ist.

4
Seitliche Nebenräume1419

Diese symmetrischen Räume flankieren die Haupthalle für das Gebet. Ursprünglich wurden sie für Provinzbeamte aus Anatolien und Rumelia genutzt, um Amtsgeschäfte abzuwickeln. Später dienten sie als Gerichtsräume.

5
Minarette19th century (reconstruction)

Die Moschee hat zwei Minarette, die sich an den Ecken im Nordwesten und Südwesten befinden. Die ursprünglichen Minarette waren mit grünen Kacheln geschmückt, wurden jedoch im Erdbeben von 1855 zerstört und Ende des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut.