
Selimiye-Moschee
Marmara Region
Die Selimiye-Moschee in Edirne, Türkei, ist die Krönung der osmanischen kaiserlichen Baukunst. Sie wurde von dem renommierten Architekten Mimar Sinan entworfen und zwischen 1568 und 1575 errichtet. Auf Geheiß von Sultan Selim II. entstand hier Sinans Meisterwerk – und eines der größten Erfolge der islamischen Architektur. Unter einer prachtvollen Kuppel besitzt die Moschee einen weiten Gebetssaal mit schlanken Stützen sowie einen angrenzenden rechteckigen Innenhof. Erbaut in der Hochphase der osmanischen Macht, spiegelt sie sowohl religiösen als auch imperiale Glanz wider. Zum Moscheekomplex, der sogenannten Külliye, gehören verschiedene Nebengebäude für religiöse und soziale Aufgaben. Durch ihre architektonische Innovation und harmonische Gestaltung wurde sie zum UNESCO-Welterbe ernannt. Im Laufe der Jahrhunderte musste die Moschee aufgrund natürlicher Schäden sowie Schäden durch Kriegsereignisse restauriert werden – und dennoch konnte ihr historisches und kulturelles Erbe bewahrt werden. Die Selimiye-Moschee steht bis heute als Symbol für das osmanische künstlerische und spirituelle Erbe und zieht dank ihrer ästhetischen und historischen Bedeutung weiterhin Besucher aus aller Welt an.
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Tipp: Besuchern wird empfohlen, die Moschee unter der Woche zu erkunden, um Menschenmengen am Wochenende zu vermeiden. Ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag sorgt für ein weicheres Licht – ideal für Fotografien. In der Regel sind keine Tickets erforderlich, dennoch wird angemessene, respektvolle Kleidung empfohlen. Geführte Touren vermitteln tiefere Einblicke in die Geschichte und Architektur der Moschee. Eine vorherige Buchung kann das Erlebnis besonders in der Hauptsaison verbessern. Die Moschee ist von der Innenstadt von Edirne aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Interessante Fakten
- •Die Kuppel der Moschee ist im Durchmesser größer als die der Hagia Sophia – ein Zeichen für die architektonische Innovationskraft des Osmanischen Reichs.
- •Mimar Sinan sah die Selimiye-Moschee als sein Meisterwerk – ein Spiegel seines architektonischen Genies.
- •Die Moschee wurde teilweise aus den Beuteerträgen der Eroberung Zyperns im Jahr 1571 finanziert.
- •Schäden durch Artilleriebeschuss während der Belagerung von 1913 wurden bewusst nicht restauriert, um als historische Erinnerung zu dienen.
- •Die Moschee ist auf der Rückseite türkischer 10.000-lira-Banknoten abgebildet, die zwischen 1982 und 1995 ausgegeben wurden.
Geschichte
Auf Geheiß von Sultan Selim II.
wurde die Selimiye-Moschee zwischen 1568 und 1575 von Mimar Sinan erbaut, der sie als sein bestes Werk betrachtete.
Selim II.
entschied sich aus persönlichen und strategischen Gründen für Edirne statt für Istanbul – unter anderem aufgrund seiner Statthalterschaft in der Stadt und weil es in Istanbul keine geeigneten Standorte gab.
Die Finanzierung der Moschee stammte teilweise aus den Beuteerträgen der Eroberung Zyperns.
In den 18.
und 19.
Jahrhunderts erlitt die Moschee kleinere Schäden durch Blitzschläge, Erdbeben und Artilleriebeschuss.
Restaurierungsarbeiten laufen seit Mitte des 20.
Jahrhunderts; seit 2021 ist zudem ein größeres Projekt im Gange.
Die Moschee erlebte außerdem bedeutende historische Ereignisse, darunter Besuche von Baha'u'llah, dem Gründer des Bahai-Glaubens, während seiner Verbannung.
Ortsführer
Haupthalle für das Gebet1568-1575
Die Gebetshalle ist ein weitläufiger rechteckiger Raum, der von einer großen Kuppel überspannt wird und von acht schlanken Pfeilern getragen ist. So entsteht ein offenes und harmonisches Innenraumgefühl, das die architektonische Innovationskraft der Osmanen eindrucksvoll zeigt.
Innenhof (Sahn)1568-1575
Der Innenhof der Moschee ist ein rechteckiger, offener Platz neben dem Gebetssaal. Er wurde so gestaltet, dass er die Architektur der Moschee ergänzt und einen Ort für Zusammenkünfte von Gläubigen und Besuchern bietet.