Kloster Sumela

Kloster Sumela

Black Sea Region

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Das Kloster Sumela im Altındere-Tal der pontischen Berge in der Türkei ist ein eindrucksvolles griechisch-orthodoxes Kloster, das in etwa 1.200 Metern Höhe direkt in eine steile Felswand gebaut wurde. Es wurde um 386 n. Chr. während der Herrschaft von Kaiser Theodosius I. von zwei athener Mönchen gegründet: Barnabas und Sophronios. Berühmt wurde es durch das verehrte Ikon der Theotokos, von dem man glaubte, es sei vom Apostel Lukas gemalt worden. Das Kloster erblühte im Byzantinischen Reich und im Reich von Trapezunt (Empire of Trebizond) und erhielt insbesondere im 14. Jahrhundert kaiserliche Unterstützung durch Kaiser Alexios III. Nach der Eroberung durch die Osmanen im Jahr 1461 behielt das Kloster seine Privilegien und blieb weiterhin ein religiöses und kulturelles Zentrum, unter anderem mit dem Phrontisterion von Trapezous, einer griechischen Bildungseinrichtung. Nach dem Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei im Jahr 1923 wurde das Gelände verlassen; es erlitt Schäden, wurde jedoch wiederhergestellt und 2019 als Museum neu eröffnet. Seine Fresken, die natürliche Umgebung und die perfekte architektonische Einbindung in die Felswand machen es zu einem einzigartigen kultur- und religionsgeschichtlichen Wahrzeichen, das Besucher aus aller Welt anzieht.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Klosters Sumela sind die wärmeren Monate, wenn die Zugangswege sicherer sind und das Wetter angenehm. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen – besonders in der Hauptsaison –, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Besucher sollten sich auf einen moderaten Fußmarsch zur Erreichung des Klosters einstellen und bequemes Schuhwerk tragen. Das Museum akzeptiert die MüzeKart für türkische Staatsbürger und bietet damit einen unkomplizierten Zugang. Beachten Sie, dass am 15. August eine besondere orthodoxe Liturgie stattfindet, bei der der Besucherkreis begrenzt ist und eine Eintrittskarte bzw. ein Pass der Ökumenischen Patriarchats benötigt wird.

Interessante Fakten

  • Das Kloster wurde in eine nahezu senkrechte Felswand gebaut und liegt auf etwa 1.200 Metern Höhe – das sorgt für eine dramatische visuelle Wirkung.
  • Es beherbergt Fresken, die bis in die Zeit des Byzantinischen Reiches zurückreichen und verschiedene religiöse Szenen sowie Herrscher zeigen, die das Kloster unterstützten.
  • Das berühmte Ikon der Theotokos, von dem man glaubte, es sei vom Apostel Lukas gemalt worden, soll von Engeln in die Höhle gebracht worden sein, in der das Kloster steht.
  • Sumela war ein bedeutender Wallfahrtsort für griechisch-orthodoxe Christen aus der Region des Schwarzen Meeres und darüber hinaus.
  • Das Kloster wurde 2015 wegen der Gefahr von Steinschlag geschlossen und 2019 nach Restaurierung sowie Sicherheitsverbesserungen wiedereröffnet.
  • Am 15. August wird im Kloster eine besondere orthodoxe Liturgie gefeiert, für die spezielle Pässe für die Teilnahme erforderlich sind.

Geschichte

386

Das Kloster Sumela wurde um 386 n.

Chr.

von den athener Mönchen Barnabas und Sophronios in byzantinischer Zeit gegründet.

Inklusive Ausbau und Restaurierung erfolgte im 6.

Jahrhundert durch den Feldherrn Belisarius im Auftrag von Kaiser Justinian.

In den 13.

und 14.

Jahrhunderten erreichte das Kloster unter dem Reich von Trapezunt (Empire of Trebizond) seinen architektonischen und kulturellen Höhepunkt: Es erhielt kaiserliche Zuwendungen und Autonomie.

1461

Nach der osmanischen Eroberung im Jahr 1461 behielt das Kloster seine Privilegien und setzte seine religiösen Aktivitäten fort.

Im späten 17.

Jahrhundert beherbergte es eine bedeutende griechische Bildungseinrichtung.

1923

1923 wurde das Kloster im Zuge des Bevölkerungsaustauschs zwischen Griechenland und der Türkei verlassen, was den Niedergang bis zum Beginn der Restaurierungsarbeiten im 21.

Jahrhundert zur Folge hatte.

Ortsführer

1
Hauptkirche (Katholikon)13.-14. Jahrhundert

Die zentrale Kirche des Klosters, direkt an die Felswand gebaut, mit bemerkenswerten byzantinischen Fresken, die biblische Szenen sowie Porträts von Kaisern zeigen, die das Kloster gefördert haben.

2
Mönchszellen und RefektoriumMittelalter

Die Wohnräume und der Speisesaal für die Mönche, in die Felswand gehauen und durch schmale Wege sowie Treppen miteinander verbunden.

3
Heilige Quelle (Ayazma)

Eine heilige Quelle auf dem Klostergelände, von der man glaubt, dass sie heilende Kräfte besitzt – und die seit jeher Pilger anzieht.

4
Fresken-GalerieByzantinische Zeit

Ein Korridor, gesäumt von zahlreichen Fresken, die religiöse Erzählungen sowie die Geschichte der Kloster-Gönner veranschaulichen.

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