
Ankara-Festung
Central Anatolia Region
Die Ankara-Festung im Stadtteil Altındağ in Ankara, Türkei, ist eine alte Befestigungsanlage, deren Ursprünge bis ins 8. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen, als die Phryger erstmals Befestigungen an dieser Stelle errichteten. Im Laufe der Geschichte wurde die Festung von aufeinanderfolgenden Zivilisationen immer wieder neu aufgebaut und renoviert – darunter die Galater, Römer, Byzantiner, Seldschuken und Osmanen. Die Burganlage besteht aus einer inneren und einer äußeren Mauerlinie mit zahlreichen Türmen und umschließt ein Areal von etwa 350 mal 150 Metern. Ihre Architektur nutzt wiederverwendetes Mauerwerk aus früheren römischen Monumenten, darunter Marmorblöcke und Kapitelle von Säulen. Die Innere Burg, auch Zitadelle genannt, liegt auf einem etwa 110 Meter hohen Hügel und umfasst zwei Haupttore, deren Inschriften aus den Ilchaniden- und Seldschuken-Zeiten stammen. Die Festung diente nicht nur der Verteidigung, sondern entwickelte sich auch zu einem kulturellen Zentrum, das jährlich verschiedene Feste ausrichtet. Die strategische Lage über der Stadt und den umliegenden Ebenen unterstreicht ihre historische Rolle als schützende Schutzburg und als Symbol für Ankaras gewachsene Stadtkultur.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Ankara-Festung sind Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Panoramablicke über Ankara besonders zur Geltung kommen. Besucher sollten in den Zeiten der Festivals Tickets am besten im Voraus kaufen, um lange Warteschlangen zu vermeiden. Auf dem Burgareal finden kulturelle Veranstaltungen statt – ein Blick auf die offizielle Website mit den Terminen kann Ihren Besuch bereichern. Aufgrund des unebenen Geländes und der Höhenlage werden bequeme Wanderschuhe empfohlen. Ermäßigter Eintritt ist möglicherweise für Studierende und Senioren verfügbar, daher lohnt es sich, einen gültigen Ausweis mitzuführen.
Interessante Fakten
- •Die Festungsmauern beinhalten wiederverwendete Materialien aus antiken römischen Monumenten, darunter Marmorblöcke und Kapitelle von Säulen.
- •Die Ankara-Festung hat zwei Haupttore, von denen eines eine Inschrift aus der Zeit der Ilchane trägt.
- •Die Festung beherbergt jährlich verschiedene kulturelle Festivals und zieht damit sowohl Einheimische als auch Touristen an.
- •Der Name „Ankara“ soll vom phrygischen Wort „Ankyra“ abgeleitet sein und „Anker“ bedeuten – ein Bezug zu einer Legende über König Midas.
- •Die inneren Mauern weisen 42 fünfeckige Türme auf, die etwa 15 bis 20 Meter voneinander entfernt sind.
Geschichte
Die frühesten Befestigungen der Ankara-Festung wurden im 8.
Jahrhundert v.
Chr.
von den Phrygern errichtet.
Im Jahr 278 v.
Chr.
ließen die Galater die Festung neu aufbauen und machten sie damit zu einer bedeutenden Verteidigungsanlage.
Die Römer führten Reparaturen und Erweiterungen durch, insbesondere unter Kaiser Caracalla im Jahr 217 n.
Chr., sowie späteren Kaisern, die die Mauern nach persischen Invasionen im 7.
Jahrhundert verstärkten.
Das Byzantinische Reich verstärkte in den 7.
und 8.
Jahrhunderten die Außenmauern; dazu trugen die Kaiser Justinian II und Leo III bei.
Die Seldschuken eroberten die Festung im 11.
Jahrhundert und nahmen im 13.
Jahrhundert umfangreiche Renovierungen vor.
In der osmanischen Zeit, vor allem im 19.
Jahrhundert, wurde die Festung weiter restauriert und ausgebaut, wodurch ihre Rolle als historisches Wahrzeichen von Ankara gefestigt wurde.
Ortsführer
Innere Burg (Zitadelle)Byzantinische bis osmanische Zeit
Die Innere Burg liegt auf dem höchsten Punkt des Hügels und umfasst etwa 43.000 Quadratmeter. Sie besitzt Mauern mit einer Höhe von 14 bis 16 Metern sowie 42 fünfeckige Türme. Dazu gehören zwei Haupttore – das äußere Tor und das Burgtor – mit historischen Inschriften aus den Ilchaniden- und Seldschuken-Zeiten. Die Anlage ist vor allem aus dem Ankara-Stein sowie aus wiederverwendeten Materialien früherer Monumente errichtet.
Außenmauern und Türme7. bis 8. Jahrhundert n. Chr.
Die Außenmauern umschließen die Altstadt von Ankara und erstrecken sich etwa 350 Meter von Norden nach Süden sowie 180 Meter von Osten nach Westen. Sie umfassen rund 20 Türme, die ungefähr 40 Meter voneinander entfernt sind. Diese Mauern wurden nach der Zerstörung Ankaras durch die Perser errichtet; byzantinische Herrscher wie Justinian II und Leo III trugen mit ihren Maßnahmen zur Befestigung bei.
Akkale (White Castle)Unbekannt
Akkale befindet sich an der südöstlichen Ecke der inneren Burg und ist der höchste Punkt der Festung. Es handelt sich um ein vierstöckiges Bauwerk aus Ankara-Stein und recycelten Materialien, das als Bollwerk innerhalb des Burgkomplexes dient.
Sultan-Alaeddin-MoscheeSeldschukische Zeit (13. Jahrhundert)
Diese Moschee liegt innerhalb der Areale der Festung. Sie spiegelt den seldschukischen Baustil wider und ist ein kulturelles sowie religiöses Wahrzeichen innerhalb der Burganlage.