Uçhisar-Burg

Uçhisar-Burg

Central Anatolia Region

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Die Uçhisar-Burg, gelegen im Ort Uçhisar in Kappadokien, Türkei, ist eine beeindruckende Felsformation, die sich etwa 60 Meter hoch erhebt. Diese natürliche Festung ist durchzogen von einem weitläufigen Netz aus unterirdischen Tunneln und Räumen, in denen früher bis zu tausend Menschen lebten – als Wohnstätten und möglicherweise auch als religiöse Klausuren in byzantinischer Zeit. Durch ihre strategisch günstige Lage am Rand des Göreme-Nationalparks konnte sie als Verteidigungsfestung gegen Invasionen dienen. Heute ist sie unbewohnt, aber für Besucher zugänglich: Wer bis zum Gipfel hinaufklettert, wird mit spektakulären Panoramablicken auf die Feenkamine, Täler und die einzigartige Landschaft Kappadokiens belohnt. In der Nähe können Gäste zudem die Kirche St. Basilis aus dem 6. Jahrhundert besichtigen, die in einen Fels-„Kegel“ gehauen ist, sowie das idyllische alte Dorf mit seinen Steinhäusern, von denen viele zu Boutique-Hotels umgebaut wurden. Die Gegend bietet außerdem das Taubental (Pigeon Valley), das für seine in die Hänge gehauenen Taubenhäuser bekannt ist. Deren Guano wurde historisch als Dünger genutzt und um die Farbtöne von Fresken in Höhlenkirchen zu verbessern. Die Uçhisar-Burg vereint ein Naturwunder geologischer Art mit einer bewegten Geschichte und zählt damit zu den absoluten Must-sees in Zentralanatolien.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Uçhisar-Burg ist der frühe Morgen oder der späte Nachmittag – dann ist es angenehmer kühl und man kann einen beeindruckenden Sonnenauf- oder -untergang genießen. In der Hauptsaison empfiehlt es sich, Tickets im Voraus zu kaufen, um lange Warteschlangen zu vermeiden. Fürs Klettern und das Erkunden unebenen Geländes sind bequeme Schuhe ratsam. Geführte Touren werden empfohlen, damit man die Geschichte der Burg und ihre unterirdischen Gänge in vollem Umfang versteht. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Senioren und Gruppen. Für aktualisierte Öffnungszeiten und Ticketinfos am besten die offizielle Website oder die örtlichen Touristenbüros checken.

Interessante Fakten

  • Die Uçhisar-Burg ist etwa 60 Meter hoch und aus großer Entfernung zu sehen.
  • Die Burg verfügt über zahlreiche unterirdische Passagen und Räume, von denen viele mittlerweile blockiert oder nicht mehr begehbar sind.
  • Rund 1.000 Menschen haben während der Hochphase der Besiedlung möglicherweise in der Burg gelebt.
  • Das nahegelegene Taubental wurde nach den vielen Taubenhäusern benannt, die in die Seiten des Tals gehauen sind. Ihr Guano wurde als Dünger genutzt und um die Freskenfarben zu verstärken.
  • Die Kirche St. Basilis aus dem 6. Jahrhundert ist in einen Felskegel nahe Uçhisar hinein gehauen.
  • Der Ort Uçhisar hat viele alte Steinhäuser in Boutique-Hotels umgewandelt und lockt damit Touristen aus aller Welt an.

Geschichte

Die Ursprünge der Uçhisar-Burg reichen bis in die Antike zurück; die Umgebung war seit der Zeit der Hethiter besiedelt.

Die Burg selbst wurde erstmals in einer Chronik aus dem 14.

Jahrhundert von Aziz ibn Ardasir erwähnt.

In der byzantinischen Epoche im 7.

Jahrhundert n.

Chr.

wurde das Gebiet befestigt, um als Puffer gegen die islamische Expansion zu dienen, wobei man das natürliche Gelände zur Verteidigung nutzte.

Später machten sich die Seldschuken die strategische Bedeutung der Region zunutze, indem sie in der Nähe Karawansereien und kleinere Zentren errichteten.

Über Jahrhunderte wurden die unterirdischen Räume und Tunnel der Burg für Wohnzwecke und zum Schutz genutzt und beherbergten eine beachtliche Bevölkerung.

Obwohl die Burg heute unbewohnt ist, bleibt sie ein eindrucksvolles Zeugnis der wechselvollen Geschichte der Region und ihrer strategischen Bedeutung.

Ortsführer

1
Gipfel der Uçhisar-Burg

Der höchste Punkt der Uçhisar-Burg bietet Panoramablicke über die einzigartige Landschaft Kappadokiens – einschließlich Feenkaminen, Tälern und ferner liegenden Ortschaften. Besucher können den Felskegel erklimmen, um diese Aussicht zu erreichen.

2
Unterirdische Gänge und RäumeByzantinische Zeit (7. Jahrhundert)

Die Burg ist von zahlreichen Tunneln und Kammern durchzogen, die in den Fels gehauen wurden. Sie dienten als Wohnstätten und möglicherweise auch als monastische Klausurräume in byzantinischer Zeit. Viele davon sind heute blockiert oder nicht sicher zu betreten.

3
Kirche St. Basilis6. Jahrhundert

Eine in den Fels gehauene Kirche aus dem 6. Jahrhundert, die sich in einem Felskegel nahe Uçhisar befindet. Sie ist nicht leicht zugänglich, hat aber historisch große Bedeutung als früher christlicher Ort.

4
Taubental (Güvercinlik Vadisi)

Ein idyllisches Tal zwischen Uçhisar und Göreme, berühmt für seine in den Fels gehauenen Taubenhäuser. Das Tal bietet eine etwa zweistündige Wanderroute mit natürlicher Schönheit und historischer Bedeutung.

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