Atatürk-Talsperre

Atatürk-Talsperre

Southeastern Anatolia Region

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Die Atatürk-Talsperre liegt am Euphrat im Südosten Anatoliens in der Türkei und ist die drittgrößte Talsperre weltweit sowie ein zentrales Element des Southeastern Anatolia Project (GAP). Sie wurde zwischen 1983 und 1990 errichtet und zu Ehren von Mustafa Kemal Atatürk, dem Begründer der modernen Türkei, umbenannt. Die Anlage ist ein gewaltiger, abgestufter Damm aus Steinschüttung mit einem zentralen Kern. Er erreicht eine Höhe von 169 Metern und erstreckt sich über 1.820 Meter. Sie schafft den Atatürk-Stausee, den drittgrößten der Türkei, der eine großflächige Bewässerung und regionale Entwicklung unterstützt. Das Wasserkraftwerk, das seit 1992 in Betrieb ist, hat eine installierte Leistung von 2.400 MW und erzeugt jährlich etwa 8.900 GWh. Damit trägt es ungefähr ein Drittel zur gesamten Energieerzeugung des GAP bei. Der Bau der Talsperre wurde in Rekordzeit von 50 Monaten abgeschlossen, wodurch sie zur damaligen Zeit zu den größten Baustellen der Welt zählte. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Stromerzeugung und Bewässerung und verändert die Agrarlandschaft im Südosten Anatoliens. Die Talsperre steht zudem sinnbildlich für Turkes Ingenieurskunst und die ehrgeizigen Entwicklungspläne der Region.

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Tipp: Wer sich die Atatürk-Talsperre ansehen möchte, sollte den Besuch am besten im Frühling oder im Herbst planen, wenn das Wetter mild ist. Für geführte Touren oder den Zugang zu eingeschränkten Bereichen kann eine vorherige Anmeldung erforderlich sein. Da es keinen öffentlichen Kartenverkauf gibt, lohnt sich eine Rückfrage bei örtlichen Tourismusbüros nach Besucherinformationen und möglichen Gruppentouren. Fotografie ist beliebt, aber Besucher sollten alle Sicherheitsvorschriften beachten. Die Talsperre ist über die Staatsstraße D-875 erreichbar; ein Ausflug in nahegelegene Orte wie Bozova kann den Besuch zusätzlich bereichern.

Interessante Fakten

  • Die Atatürk-Talsperre ist nach Volumen die drittgrößte Talsperre der Welt und gehört zu den größten Steinschüttungsdämmen weltweit.
  • Sie erzeugt jährlich etwa 8.900 GWh Strom und liefert rund ein Drittel der gesamten Leistungskapazität des GAP-Projekts.
  • Die Krone der Talsperre ist seit dem Bau um ungefähr 7 Meter abgesackt; das wird mit fortschrittlichen Sensorsystemen überwacht.
  • Die Atatürk-Talsperre war auf türkischen Banknoten zu sehen, darunter auf der 1.000.000-Lira-Note (1995–2005) und der 1-Neue-Lira-Note (2005–2009).

Geschichte

1983

Das Projekt der Atatürk-Talsperre startete 1983 im Rahmen des Southeastern Anatolia Project (GAP) mit dem Ziel, die regionale Entwicklung durch Bewässerung und Wasserkraft anzukurbeln.

Zunächst hieß sie Karababa-Talsperre.

Durch Änderungen am Entwurf wurden Speicher- und Leistungskapazität erhöht, woraufhin die Anlage zu Ehren von Mustafa Kemal Atatürk umbenannt wurde.

1990

Der Bau wurde 1990 abgeschlossen, und das Wasserkraftwerk ging bis 1992 in Betrieb.

Besonders bemerkenswert war die schnelle Bauzeit von etwa 50 Monaten, wodurch das Vorhaben zur damaligen Zeit zu den größten Bauprojekten der Welt gehörte.

Seit der Fertigstellung werden kontinuierliche Überwachung und Wartung durchgeführt, um Verformungen der Bauwerke zu steuern und die Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Ortsführer

1
Dammkörper der Talsperre1983-1990

Der gewaltige Damm aus Steinschüttung ist 169 Meter hoch und erstreckt sich über 1.820 Meter. Er ist das wichtigste Bauelement der Talsperre und wurde mit einem zentralen, undurchlässigen Kern ausgelegt, um die Gewässer des Euphrats zurückzuhalten.

2
Wasserkraftwerk1992-1993

Das Kraftwerk besteht aus acht Francis-Turbinen-Generator-Einheiten, die jeweils 300 MW leisten und von Sulzer Escher Wyss sowie ABB geliefert wurden. Es ging 1993 vollständig in Betrieb und erzeugt in großem Umfang erneuerbare Energie für die Region.

3
Atatürk-Stausee1990

Der durch die Talsperre geschaffene Stausee ist der drittgrößte in der Türkei und bietet eine wichtige Wasserspeicherung für Bewässerung und die Stromerzeugung aus Wasserkraft. Er hat das landwirtschaftliche Potenzial des Südostens Anatoliens nachhaltig verändert.