
Gaziantep Zeugma-Mosaikmuseum
Southeastern Anatolia Region
Das Gaziantep Zeugma-Mosaikmuseum, das 2011 eröffnet wurde, ist das größte Mosaikmuseum der Welt. Es beherbergt über 2.400 Quadratmeter kunstvoller Mosaike – vor allem aus der antiken Stadt Zeugma. Zeugma wurde ursprünglich als Seleucia von Seleucus I Nicator gegründet und war eine bedeutende hellenistische und römische Siedlung. Die Mosaike legen ein reiches kulturelles und künstlerisches Erbe offen. Der Museumskomplex umfasst 30.000 Quadratmeter und beinhaltet drei Blöcke mit Mosaiken, Fresken, Statuen, Brunnen sowie architektonischen Relikten aus der römischen und der oströmischen Zeit. Zu den herausragenden Exponaten zählt das berühmte Mosaik „Gypsy Girl“, bekannt für den fesselnden Blick und die meisterhafte Gestaltung – oft mit der Mona Lisa verglichen. Das Museum überstand das Erdbeben Türkei–Syrien 2023 unbeschadet und ist weiterhin ein wichtiger Mittelpunkt für archäologische Forschung und öffentliche Bildung. Interaktive Touchscreens vermitteln Besuchern detaillierte Informationen über Ausgrabung und Geschichte der Mosaiken und machen das Erlebnis noch intensiver. Das Museum bewahrt nicht nur, sondern feiert auch die fortschrittlichen Mosaiktechniken und das kulturelle Leben der Menschen der Region in der Antike.
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Tipp: Besuchen Sie das Museum früh am Morgen, um Menschenmassen zu vermeiden und die Ausstellungen in vollen Zügen zu genießen. Das Museum hat täglich von 08:30 bis 17:00 Uhr geöffnet, letzter Ticketverkauf um 16:30 Uhr. Audioguides sind verfügbar und machen Ihren Besuch noch abwechslungsreicher. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen oder die Müzekart für einen ermäßigten Eintritt zu nutzen. Kurz nach dem Erdbeben 2023 hat das Museum wiedereröffnet – für vollständige Sicherheit und Barrierefreiheit.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt die größte Mosaiksammlung der Welt und liegt damit vor dem Bardo Nationalmuseum in Tunis.
- •Das Mosaik „Gypsy Girl“ wird aufgrund ihres geheimnisvollen Ausdrucks oft mit Leonardo da Vincis Mona Lisa verglichen.
- •Der Museumskomplex umfasst über 3.000 Quadratmeter Mosaiken sowie 140 Quadratmeter Fresken.
- •Einige Mosaiken wurden in den 1960er-Jahren illegal ausgegraben und geschmuggelt, später jedoch nach der Türkei zurückgeführt.
- •Das Museum überstand das verheerende Erdbeben 2023 Türkei–Syrien ohne Schäden.
Geschichte
Zeugma wurde als Seleucia von Seleucus I Nicator gegründet – einem Feldherrn unter Alexander dem Großen.
So entwickelte sich die Stadt zu einer bedeutenden hellenistischen Metropole.
Über Jahrhunderte blühte sie unter römischer Herrschaft auf und wurde vor allem für ihre kunstvollen Mosaiken berühmt.
Der Fundort blieb lange Zeit relativ unbekannt, bis in den frühen 2000er-Jahren der Bau eines Damms drohte, große Teile davon zu überfluten.
Das führte zu umfangreichen archäologischen Ausgrabungen.
Das Museum wurde 2011 an der Stelle einer ehemaligen Tabakfabrik eingerichtet, um diese wertvollen Mosaiken zu beherbergen und zu schützen.
Trotz regionaler Erdbeben – darunter das bedeutende Ereignis 2023 Türkei–Syrien – sind das Museum und seine Sammlungen unversehrt geblieben und dienen weiterhin als bedeutendes kulturelles Wahrzeichen.
Ortsführer
Mosaik „Gypsy Girl“2. Jahrhundert n. Chr.
Dieses ikonische Mosaik zeigt eine Frau mit krausem Haar und großen Ohrreifen. Man geht davon aus, dass sie eine Anhängerin der Maenaden des Dionysos ist. Trotz erkennbarer Schäden fesselt ihr Blick die Besucher und steht sinnbildlich für die künstlerische Exzellenz von Zeugma.
Block A – Mosaiken der antiken Stadt Zeugma1. Jahrhundert v. Chr. - 3. Jahrhundert n. Chr.
Hier ist der Großteil der Mosaiken untergebracht, die aus der antiken Stadt Zeugma ausgegraben wurden. Die Ausstellung präsentiert hellenistische und römische Stilrichtungen und Motive – und spiegelt Themen aus dem Alltag, der Mythologie und der Natur wider.
Block B – Fußbodenmosaiken aus der oströmischen Zeit4. - 7. Jahrhundert n. Chr.
Zu sehen sind Fußbodenmosaiken aus Kirchen in Gaziantep und den umliegenden Regionen – datierend bis in die oströmische (byzantinische) Zeit. Im Fokus stehen religiöse Kunst und die dekorative Gestaltung von Architektur.
Museumseinrichtungen und Ausstellungszentrum (Block C)
Verwaltungsbereich mit Konferenzsälen und Foyer-Flächen, die Bildungs- und Kulturveranstaltungen unterstützen – rund um die Sammlungen des Museums und die archäologische Forschung.
Kontakt
Telefon: (0342) 325 27 27