Große Moschee von Diyarbakır

Große Moschee von Diyarbakır

Southeastern Anatolia Region

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Die Große Moschee von Diyarbakır, die vor Ort auch Diyarbakır Ulu Camii genannt wird, ist die älteste Moschee in Anatolien und möglicherweise im gesamten Gebiet des heutigen Türkei. Sie wurde hauptsächlich im späten 11. Jahrhundert vom Seldschuken-Sultan Malik-Shah I. über einer älteren Moschee errichtet. Man geht davon aus, dass das Bauwerk an der historischen Stelle eines römischen Forums steht und möglicherweise auch an der Stelle einer byzantinischen Kirche, die dem Apostel Thomas gewidmet war. In der Architektur der Moschee zeigt sich ein starker Einfluss der Großen Moschee von Damaskus – ein Hinweis auf den Wunsch des Seldschuken-Sultans, Diyarbakır mehr Ansehen zu verleihen. Die Moschee fasst bis zu 5.000 Gläubige und dient als Mittelpunkt für vier islamische Traditionen, was ihre religiöse und kulturelle Bedeutung unterstreicht. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Moschee mehrfach restauriert, vor allem nach einem Brand im Jahr 1115. Inschriften datieren die Bauphasen auf 1091–1092 und später auch im 12. Jahrhundert. Auch am Minarett finden sich Inschriften aus dem Jahr 1141. Die Moschee bleibt ein lebendiges spirituelles und historisches Wahrzeichen im Südosten Anatoliens – sie steht für das reiche islamische Erbe der Region und die bauliche Kontinuität seiner Architektur.

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Tipp: Besucher werden gebeten, die Moschee tagsüber zu erkunden, um die architektonischen Details und Inschriften in vollen Zügen zu würdigen. Am besten ist ein Besuch außerhalb der Gebetszeiten – das respektiert die Gläubigen und sorgt für ein deutlich ruhigeres Erlebnis. Es wird empfohlen, die lokalen Zeiten zu prüfen oder die Moschee-Verwaltung über die offizielle Website zu kontaktieren, um die genauen Besuchszeiten zu bestätigen. Eine vorherige Buchung ist in der Regel nicht nötig, aber Gruppenfahrten können von einer vorherigen Absprache profitieren. Angemessene, schlichte Kleidung wird erwartet, da die Moschee weiterhin ein aktiver Ort des Gebets ist. Ermäßigungen oder kostenloser Eintritt könnten für Studierende oder Gruppen verfügbar sein, doch Besucher sollten dies vor Ort erfragen.

Interessante Fakten

  • Die Große Moschee von Diyarbakır gilt als der fünftheiligste Ort im Islam – nach der Großen Moschee von Damaskus.
  • Sie bietet Platz für bis zu 5.000 Gläubige und beherbergt vier verschiedene islamische Traditionen unter einem Dach.
  • Die Moschee steht an der Stelle eines römischen Forums und möglicherweise auch an der Stelle einer byzantinischen Kirche, die dem Apostel Thomas gewidmet war.
  • Die Inschriften an der Moschee stammen aus 1091–1092 und verbinden sie direkt mit dem Seldschuken-Sultan Malik-Shah I.
  • Die Moschee erlitt 1115 durch einen Blitz verursachten Brand schwere Schäden und wurde im 12. Jahrhundert restauriert.

Geschichte

Die Geschichte der Großen Moschee von Diyarbakır ist vielschichtig und reicht bis ins 7.

639

Jahrhundert zurück – nach der muslimischen Eroberung der Stadt im Jahr 639.

Zunächst wurde möglicherweise in direkter Nachbarschaft zu einer byzantinischen Kirche oder sogar über ihr eine Moschee errichtet, die im 620er Jahren vom Kaiser Heraklius erbaut worden war.

1091

Die heutige Anlage wurde 1091–1092 vom Seldschuken-Sultan Malik-Shah I.

in Auftrag gegeben.

Das spiegelt den seldschukischen Einfluss auf die Architektur und den Glanz von Damaskus wider.

1115

Ein Brand im Jahr 1115 verursachte große Schäden und führte zu Restaurierungsarbeiten in der Mitte des 12.

Jahrhunderts.

Seitdem hat die Moschee ihre religiöse Funktion und ihre architektonische Bedeutung bewahrt – als Symbol für das islamische Erbe der Region.

Ortsführer

1
Gebetssaal1091–1092
Vom Seldschuken-Sultan Malik-Shah I. in Auftrag gegeben

Der Haupt-Gebetssaal zeigt seldschukische Gestaltungselemente sowie Inschriften, die auf die ursprüngliche Bauzeit im 11. Jahrhundert datieren. Er ist der zentrale Ort für die Gläubigen und spiegelt die historische Bedeutung der Moschee wider.

2
Minarett1141

Das Minarett der Moschee trägt Inschriften aus dem Jahr 1141. Diese weisen auf Bau- oder Restaurierungsarbeiten während des 12. Jahrhunderts hin. Es ist ein markantes Merkmal der Skyline der Moschee und prägt ihre architektonische Identität.