
Haus der Heiligen Maria
Aegean Region
Das Haus der Heiligen Maria ist eine schlichte katholische Wallfahrtsstätte auf dem Berg Koressos nahe Ephesus in der Türkei. Die Stätte wurde im 19. Jahrhundert entdeckt – auf Basis von Visionen, die von der seligen Anne Catherine Emmerich berichtet wurden. Man geht davon aus, dass hier Maria, die Mutter Jesu, ihre letzten Tage verbracht hat, nachdem sie von Sankt Johannes dorthin gebracht worden war. Die Kapelle zeigt erhalten gebliebene Steine aus der Apostolischen Zeit und umfasst einen Hauptraum mit Altar und einer großen Statue der Heiligen Maria. Ein kleinerer, angrenzender Raum gilt der Tradition nach als Marias Schlafgemach; dort befindet sich eine Quelle, von der man glaubt, dass sie historisch wie ein Kanal geflossen ist. Um die Wallfahrtsstätte herum liegen Gärten, eine Wunschmauer, an der Pilger ihre Anliegen hinterlassen, sowie in der Nähe ein Brunnen, der für Heilung und Fruchtbarkeit gerühmt wird. Die Stätte wurde von mehreren Päpsten besucht und gesegnet, darunter Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI., und hat für beide Religionen Bedeutung: für christliche und muslimische Besucher, weil Maria gemeinsam verehrt wird. Jährlich finden am 15. August Zeremonien statt, die viele Pilger anziehen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch sind die jährlichen Wallfahrtszeremonien am 15. August, wenn besondere Messen gefeiert werden. Besuchern wird empfohlen, den Transport im Voraus zu buchen, da sich die Wallfahrtsstätte 7 km von Selçuk auf dem Berg Koressos befindet. Pilger bringen häufig persönliche Anliegen mit, um sie an der Wunschmauer festzubinden. Es wird bescheidene Kleidung und ein respektvolles Verhalten empfohlen. Es ist kein offizielles Ticket erforderlich, aber Spenden sind willkommen. Ein Besuch am frühen Morgen sorgt für eine ruhige Atmosphäre und kühlere Temperaturen.
Interessante Fakten
- •Das Haus wurde nach Visionen der seligen Anne Catherine Emmerich entdeckt, die 2004 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen wurde.
- •Die Wallfahrtsstätte wurde von den Päpsten Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. besucht.
- •Eine Wunschmauer außerhalb der Wallfahrtsstätte wird von Pilgern genutzt, um persönliche Anliegen auf Papier oder Stoff zu binden.
- •Die Stätte gilt sowohl Christen als auch Muslimen als heilig und spiegelt die gemeinsame Verehrung Marias wider.
- •Eine Quelle in der Nähe des Hauses wird von manchen Pilgern als heilend und fruchtbarkeitsfördernd angesehen.
Geschichte
Das Haus der Heiligen Maria wurde im 19.
Jahrhundert anhand der Visionen von Anne Catherine Emmerich identifiziert, einer deutschen Nonne, die den Ort und Details des Hauses nahe Ephesus beschrieb.
Lazaristen führten 1891 Recherchen durch, die zur Entdeckung des Steinhauses auf dem Berg Koressos führten.
Die Bausubstanz des Gebäudes stammt aus der Apostolischen Zeit – im Einklang mit frühchristlicher Architektur.
Im 20.
Jahrhundert wurde die Stätte als Wallfahrtsziel bekannt, mit päpstlichen Besuchen und Segnungen.
Bis heute ist sie ein Ort mit ökumenischer Bedeutung und verbindet die christliche und muslimische Verehrung Marias.
Ortsführer
HauptkapelleApostolische Zeit
Der zentrale Raum der Wallfahrtsstätte, in dem ein Altar und eine große Statue der Heiligen Maria besonders präsent sind. Dieser Bereich wird von Pilgern für Gebet und stille Einkehr genutzt.
Schlafgemach MariasApostolische Zeit
Ein kleinerer, angrenzender Raum, von dem man traditionell glaubt, dass er Marias Schlafplatz war. Er verfügt über eine Quelle, die historisch wie ein Kanal geflossen ist; heute wird sie durch einen Trinkbrunnen vor der Wallfahrtsstätte dargestellt.
Wunschmauer
Eine Außenmauer, an der Pilger im Rahmen der Andacht ihre persönlichen Anliegen auf Papier oder Stoff binden.
TaufbeckenFrühchristliche Zeit
Ein schlüssellochförmiges Taufbecken auf dem Weg zur Wallfahrtsstätte. Man glaubt, dass es von frühen Christen genutzt wurde, die in Abgeschiedenheit lebten, um der römischen Verfolgung zu entkommen.
Kontakt
Telefon: 0545 455 86 10