Tortum-Wasserfall

Tortum-Wasserfall

Eastern Anatolia Region

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Der Tortum-Wasserfall im Bezirk Tortum in der Osttürkei ist der höchste Wasserfall des Landes mit einem Gefälle von 48 Metern (157 Fuß). Ursprünglich war es eine natürliche Kaskade, die durch einen Erdrutsch entstanden ist, der das Tortum-Flusstal blockierte. Heute fließt der Wasserfall vor allem in den Monaten Mai und Juni, da das Wasser durch das 1960 fertiggestellte Tortum-Damm- und Wasserkraftwerk abgeleitet wird. Das Bachbett des Wasserfalls ist in den übrigen Monaten des Jahres größtenteils trocken. Der durch den Erdrutsch entstandene Tortum-See erstreckt sich 8 Kilometer in der Länge und 1 Kilometer in der Breite; die maximale Tiefe beträgt 100 Meter. Er ist von Kalkmergeln aus dem Kreidezeitalter umgeben. Die Umgebung des Wasserfalls bietet eine Erholungszone mit einem Aussichtspunkt sowie einer Treppe, die unter den Wasserfall führt – so können Besucher seine Schönheit ganz nah erleben. Unterhalb setzt sich der Fluss mit Kaskaden fort und mündet in das Tev-Tal. In der Nähe liegen vier kleinere Seen, die durch das Durchsickern von Wasser durch das Geröll des Erdrutsches entstanden sind. Sie enthalten klares, blaues Wasser und zahlreiche Forellen und tragen so zur natürlichen Anziehungskraft der Region bei.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Tortum-Wasserfalls sind Mai und Juni, wenn der Wasserabfluss dank der zusätzlichen Wassereinleitung aus dem Tortum-See seinen Höhepunkt erreicht. Besucher sollten die lokalen Zeitpläne für Wasserfreigaben prüfen und – falls erforderlich – Tickets oder Genehmigungen im Voraus besorgen. Der Aussichtspunkt und die Treppe bieten hervorragende Perspektiven für Fotos und eine besonders nahen Betrachtung. Rechnen Sie in der Nähe des Wasserfalls mit potenziell rutschigen Wegen und bringen Sie geeignetes Schuhwerk mit. Möglicherweise gibt es Ermäßigungen für Schüler oder Gruppen; erkundigen Sie sich vor Ort. Ein Besuch außerhalb der Hauptmonate zeigt vermutlich ein größtenteils trockenes Bachbett.

Interessante Fakten

  • Der Tortum-Wasserfall ist der höchste Wasserfall der Türkei mit einer Höhe von 48 Metern (157 Fuß).
  • Der Wasserlauf ist saisonal: Der Wasserfall ist vor allem nur im Mai und Juni aktiv – bedingt durch die Wasserumleitung zur Stromerzeugung.
  • Der Tortum-See entstand durch einen Erdrutsch, der das Flusstal blockierte und so eine natürliche Staumauer sowie einen See bildete.
  • Der See ist von Kalkmergeln umgeben, die bis ins Kreidezeitalter zurückreichen.
  • Vier kleinere Seen nahe dem Tortum-Wasserfall enthalten klares blaues Wasser und zahlreiche Forellen. Sie entstanden, weil Wasser durch das Geröll des Erdrutsches durchsickerte.

Geschichte

Der Tortum-Wasserfall und der Tortum-See entstanden durch einen gewaltigen Erdrutsch, der das Tortum-Flusstal blockierte.

Dadurch bildeten sich der See sowie der natürliche Höhenunterschied des Wasserfalls von 48 Metern.

Der genaue Zeitpunkt des Erdrutschs ist umstritten: Einige Geologen gehen davon aus, dass er am Ende des Quartärs geschah, andere sind der Meinung, es sei erst vor wenigen Jahrhunderten passiert.

1960

1960 lenkte der Bau des Tortum-Damms und des Wasserkraftwerks den größten Teil des Wassers vom Wasserfall ab.

Dadurch ist der Wasserlauf nur noch in einem kurzen jährlichen Zeitraum während der Hochwasserphasen zu sehen.

Diese Entwicklung veränderte den natürlichen Rhythmus des Wasserfalls und die lokale Hydrologie.

Ortsführer

1
Aussichtsterrasse

Ein spezieller Bereich, der für Besucher geschaffen wurde, um den Wasserfall und die umliegende Landschaft sicher zu betrachten. Er bietet Panoramablicke und zahlreiche Fotomotive.

2
Treppe unter dem Wasserfall

Eine Treppe, die Besucher unter den Wasserfall führt und so ein intensives Erlebnis der natürlichen Kaskade sowie ihres kraftvollen Wasserlaufs in den Monaten mit Hochwasser ermöglicht.

3
Tortum-See

Ein 8 km langer und 1 km breiter See, der durch einen Erdrutsch entstanden ist. Die maximale Tiefe beträgt 100 Meter. Umgeben von Kalkmergeln speist er den Wasserfall in den Zeiten mit überschüssigem Wasser.

4
Kleinere Seen (Incegöl, Karagöl, Efendigilin Gölü, Nazlıgilin Gölü)

Vier kleinere Seen, die durch Wasser entstanden sind, das durch das Geröll des Erdrutsches durchsickert. Sie sind bekannt für ihr klares blaues Wasser und die vorhandenen Forellenbestände.