
St.-Nikolaus-Kirche, Demre
Mediterranean Region
Die St.-Nikolaus-Kirche in Demre (Türkei) ist eine antike frühchristliche Basilika der Ostromer, die im 6. Jahrhundert n. Chr. auf den Fundamenten einer älteren Kirche errichtet wurde, in der der Heilige Nikolaus als Bischof wirkte. Sie entstand unter der Herrschaft von Kaiser Justinian I. und ist vor allem wegen ihrer bemerkenswerten byzantinischen Architektur und der lebendigen Wandfresken berühmt, die das Leben und die Wunder des Heiligen Nikolaus darstellen. Die Kirche war ein bedeutendes religiöses Zentrum sowohl für ostorthodoxe als auch für römisch-katholische Christen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie überflutet und verschlammte, doch 1862 wurde sie von Zar (russischem Kaiser) Nikolaus I. restauriert, der einen Turm und weitere architektonische Elemente ergänzte. Als Ort des Gottesdienstes diente die Kirche bis 1923, als die ostorthodoxe Gemeinde aufgrund des Bevölkerungsaustauschs zwischen Griechenland und der Türkei verdrängt wurde. Archäologische Ausgrabungen, die 1988 begannen, legten Teile des Klosterkomplexes und von Kapellen frei – darunter Fresken sowie ein entweihter Sarkophag, der vermutlich die ursprüngliche Grabstätte des Heiligen Nikolaus war, bevor seine Reliquien 1087 nach Bari verlegt wurden. Heute funktioniert die Kirche als Museum und bietet gelegentlich am 6. Dezember, dem Festtag des Heiligen Nikolaus, orthodoxe Liturgien an. Außerdem steht sie auf der sogenannten Tentativliste der UNESCO für den Status als Weltkulturerbe und unterstreicht damit ihre kulturelle und historische Bedeutung.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der St.-Nikolaus-Kirche sind die kühleren Monate im Frühling und im Herbst, damit Sie die Hitze des Mittelmeer-Sommers vermeiden. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, um Warteschlangen zu umgehen. Gelegentliche orthodoxe Liturgien am 6. Dezember bieten ein besonderes kulturelles Erlebnis. Ermäßigungen können für Schüler/Studierende und Gruppen verfügbar sein. Von Antalya aus ist die Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, und geführte Touren sind empfehlenswert, um die Fresken und den historischen Kontext vollständig zu würdigen.
Interessante Fakten
- •Die Kirche wurde über der ursprünglichen Grabstätte des Heiligen Nikolaus gebaut – der historischen Figur hinter Santa Claus.
- •Sie beherbergt den einzigen bekannten antiken Freskenzyklus aus dem Leben des Heiligen Nikolaus in der Türkei.
- •Die Reliquien des Heiligen Nikolaus wurden 1087 von dieser Kirche nach Bari (Italien) gebracht.
- •Zar (russischer Kaiser) Nikolaus I. restaurierte die Kirche 1862 persönlich und ergänzte dabei einen Turm.
- •Die Kirche steht auf der Tentativliste der UNESCO, um zum Weltkulturerbe zu werden.
Geschichte
Die St.-Nikolaus-Kirche wurde im Jahr 520 n.
Chr.
auf den Fundamenten einer älteren christlichen Kirche errichtet, in der der Heilige Nikolaus als Bischof tätig war.
Kaiser Justinian I.
trug zur Rekonstruktion bei und machte die Kirche zu einem bedeutenden religiösen Ort.
1862 restaurierte Zar (russischer Kaiser) Nikolaus I.
die Kirche, ergänzte einen Turm und veränderte Teile ihrer byzantinischen Architektur.
Die Kirche wurde bis 1923 aktiv genutzt, als die ostorthodoxe Gemeinde aufgrund des Bevölkerungsaustauschs zwischen Griechenland und der Türkei verdrängt wurde.
Die archäologischen Ausgrabungen begannen 1988 und legten Fresken sowie Teile des Klosterkomplexes frei – und vermittelten so viel über die historische und religiöse Bedeutung der Anlage.
Ortsführer
Schiff und Fresken6. Jahrhundert
Das zentrale Langhaus ist mit lebendigen byzantinischen Fresken geschmückt, die das Leben und die Wunder des Heiligen Nikolaus darstellen – so entsteht eine einzigartige visuelle Erzählung vom Vermächtnis des Heiligen.
Entweihter Sarkophag6. Jahrhundert oder früher
In einer der Kapellen gelegen: Dieser Sarkophag gilt als ursprüngliche Grabstätte des Heiligen Nikolaus, bevor seine sterblichen Überreste 1087 nach Bari gebracht wurden.
Byzantinische architektonische Merkmale6. Jahrhundert, restauriert 1862
Die Kirche zeigt klassische byzantinische Architektur-Elemente – unter anderem den Basilika-Grundriss und opus-sectile-Dekorationen –, die ihre Ursprünge im 6. Jahrhundert sowie spätere Restaurierungen widerspiegeln.
Kontakt
Telefon: (0242) 871 68 20