Termessos

Termessos

Mediterranean Region

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Termessos ist eine antike pisidische Stadt auf etwa 1000 Metern Höhe an den südwestlichen Hängen des Güllük-Gebirges in der Taurus-Region der Türkei. Gegründet von den Solymi, einem von Homer erwähnten Volk, war sie vor allem wegen ihrer strategischen Lage im Gebirge und ihrer beeindruckenden natürlichen Schutzanlagen bekannt. Berühmt ist, dass die Stadt 333 v. Chr. den Belagerungsversuch Alexanders des Großen erfolgreich abwehrte und ihm Respekt abtrotzte – als „Adlerhorst“ wegen ihrer scheinbar uneinnehmbaren Lage. Unter römischer Herrschaft blühte Termessos weiter auf, bewahrte sich dabei einen gewissen Grad an Eigenständigkeit und entwickelte ein lebendiges städtisches Leben, das sich in den gut erhaltenen Ruinen zeigt. Besucher können monumentale Bauwerke wie den ionischen Tempel, das Gymnasium, die Agora mit ihrer dorischen Stoa, das Theater mit Blick auf die Bucht von Antalya sowie ein ausgeklügeltes Abwassersystem erkunden. Die enge Verzahnung von natürlichem Gelände und urbaner Architektur macht Termessos unter den antiken Fundstätten zu etwas Besonderem. Dass es so gut erhalten ist, verdankt die Stadt vor allem ihrer Aufgabe und dem Schutz durch die raue Umgebung – heute Teil des Mount Güllük-Termessos National Park.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch von Termessos sind die Monate Frühling und Herbst, wenn das Wetter angenehm mild ist. Die Anlage ist täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, der Ticket-Schalter schließt um 15:30 Uhr. Aufgrund des unebenen Geländes wird festes Schuhwerk empfohlen und Wasser sollte mitgebracht werden. Wer Tickets im Voraus kauft oder die Museum Card nutzt (gültig für türkische Staatsbürger), können den Einstieg erleichtern. Die Anlage ist über eine spezielle Straße von der Antalya-Korkuteli-Autobahn erreichbar; Parkmöglichkeiten gibt es in der Nähe des Eingangs.

Interessante Fakten

  • Alexander der Große versuchte 333 v. Chr., Termessos zu belagern, scheiterte jedoch an den natürlichen Befestigungsanlagen der Stadt.
  • Termessos wird oft als „Adlerhorst“ bezeichnet, weil es hoch liegt und strategisch im Gebirge positioniert ist.
  • Die Stadt wurde auf einer natürlichen Plattform an den Hängen des Güllük-Gebirges erbaut und erreicht am Gipfel bis zu 1665 Metern.
  • Termessos wurde nie offiziell ausgegraben, aber umfangreich vermessen, wobei mehr als tausend Inschriften entdeckt wurden.
  • Das Abwassersystem der Stadt war für seine Zeit äußerst fortschrittlich – Kanäle sind heute noch sichtbar.
  • Münzen aus Termessos zeigen häufig Zeus Solymeus und spiegeln damit die hier verehrte lokale Gottheit wider.

Geschichte

333

Termessos wurde von den Solymi gegründet, einem antiken anatolischen Volk, und wird erstmals historisch während der Feldzugphase Alexanders des Großen 333 v.

Chr.

erwähnt, als es seiner Belagerung erfolgreich widerstand.

Später geriet die Stadt unter ptolemäische Kontrolle und wurde von Amyntas von Galatien von 36 bis 25 v.

Chr.

regiert.

Während des Römischen Reiches behielt Termessos ein gewisses Maß an Unabhängigkeit, wie an seiner Münzprägung erkennbar ist.

Nach der Aufgabe wurde die Stadt nie offiziell neu besiedelt, sodass die Ruinen über Jahrhunderte hinweg erhalten blieben.

Die Zeit nach der römischen Epoche ist weniger gut belegt: Über den byzantinischen Status gibt es nur begrenzte Informationen.

Ortsführer

1
Ionischer Tempel2. Jahrhundert n. Chr.

Nahe dem Stadteingang gelegen: Dieser Tempel besitzt eine monumentale Eingangszone in ionischem Stil, die während der Herrschaft von Kaiser Hadrian errichtet wurde. Sie markiert den Beginn der antiken Stadt-Ruinen.

2
GymnasiumHellenistische Zeit

Ein weitläufiger Komplex mit mehreren Räumen und Sälen, der nur teilweise erhalten ist: Ein Teil des ersten Stocks blieb erhalten. Diente der körperlichen und intellektuellen Ausbildung der Jugendlichen der Stadt.

3
Agora und dorische Stoa2. Jahrhundert v. Chr.
Attalos II

Die Agora bildete den zentralen öffentlichen Platz der Stadt. Die dorische Portikus wurde während der Herrschaft von Attalos II. (159–138 v. Chr.) errichtet und bot Schutz sowie Raum für Handel und gesellschaftliche Aktivitäten.

4
TheaterHellenistische Zeit

In den Hang gebaut und mit Blick auf die Bucht von Antalya: Das Theater wurde für Aufführungen und Zusammenkünfte genutzt. Es bietet eine hervorragende Akustik und weite Panoramablicke.

5
Bouleuterion (Versammlungsgebäude)Hellenistische Zeit

Südwestlich des Theaters gelegen: Dieses Gebäude wurde für Sitzungen des Stadtrats und politische Zusammenkünfte genutzt. Besonders bemerkenswert ist die erhaltene Höhe des Dachs.