
Hafen der Zuflucht
Vava'u
Der Hafen der Zuflucht ist eine bedeutende archäologische Fundstätte in einer kleinen Bucht an der Südküste der Devon-Insel in Nunavut (Kanada). Der Ort wurde von Sir Edward Belcher während seiner Expedition 1852–1853 benannt und diente als Zuflucht vor dem Treibeis, während nach der Franklin-Expedition gesucht wurde. Die Stätte liefert umfangreiche Hinweise auf eine frühe menschliche Präsenz in der Hohen Arktis über einen Zeitraum von etwa 4000 Jahren. Zu den archäologischen Funden gehören Überreste der Kulturen der Paläo-Eskimos und der Pre-Dorset-Kultur; die früheste Besiedlung wird mit der Independence-I-Kultur um 2000 v. Chr. in Verbindung gebracht. Besonders hervorzuheben ist ein Thule-Winterdorf mit fünf Winterhäusern nahe dem Eingang der Bucht: In ihm finden sich Artefakte norwegischer und asiatischer Herkunft, die auf Handel mit mittelalterlichen norwegischen Grönlandkolonien hindeuten. Die einzigartige Kombination der kulturellen Schichten im Hafen der Zuflucht sowie seine Verbindung zur arktischen Entdeckungsgeschichte machen ihn zu einem unverzichtbaren Ort, um die Geschichte und die Beziehungen arktischer Völker zu verstehen.
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Tipp: Wer sich für die Archäologie der Arktis interessiert, sollte seinen Besuch in den kurzen Sommermonaten planen, in denen eine Anreise möglich ist und das Wetter milder ist. Aufgrund der abgelegenen Lage und des geschützten Status wird empfohlen, geführte Touren oder Genehmigungen im Voraus zu organisieren. Als National Historic Site können über offizielle Stellen unter Umständen Ermäßigungen oder ein besonderer Zugang verfügbar sein, Reservierungen im Voraus sind jedoch ratsam.
Interessante Fakten
- •Der Hafen der Zuflucht enthält archäologische Belege für menschliche Besiedlung in der Hohen Arktis, die etwa 4000 Jahre zurückreichen.
- •Zu den gefundenen Artefakten zählen norwegische und asiatische Objekte, die auf Handel zwischen den Thule-Bewohnern und mittelalterlichen norwegischen Grönlandkolonien hindeuten.
- •Die Stätte wurde von Sir Edward Belcher während seiner arktischen Expedition 1852–1853 benannt, bei der er nach der Franklin-Expedition suchte.
- •Der Hafen der Zuflucht umfasst ein Thule-Winterdorf mit fünf Winterhäusern nahe dem Eingang der Bucht.
Geschichte
Der Hafen der Zuflucht wurde 1852–1853 von Sir Edward Belcher benannt, der dort Schutz suchte, während er nach der verschollenen Franklin-Expedition suchte.
Die Stätte hat eine lange Geschichte menschlicher Besiedlung: Archäologische Belege reichen von etwa 2000 v.
Chr.
bis 1500 n.
Chr.
Zu den wichtigsten kulturellen Zeitabschnitten zählen die Independence-I-Kultur, die Kulturen der Paläo-Eskimos und der Pre-Dorset-Kultur sowie später die Thule-Kultur.
Die Entdeckung norwegischer und asiatischer Artefakte im Thule-Winterdorf unterstreicht die historischen Handelsverbindungen zu mittelalterlichen norwegischen Siedlungen Grönlands.
1978 wurde der Hafen der Zuflucht als National Historic Site of Canada ausgewiesen – als Anerkennung seiner kulturellen und historischen Bedeutung.
Ortsführer
Thule-Winterdorf1200-1500 CE
Ein Ensemble aus fünf Winterhäusern nahe dem Eingang der Bucht, das Artefakte enthält, welche die Thule-Kultur und ihren Handel mit norwegischen Grönlandkolonien widerspiegeln.
Kontakt
Telefon: 771 6148