Ribat von Sousse

Ribat von Sousse

Sousse

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Das Ribat von Sousse, das in der Stadt Sousse in Tunesien liegt, zählt zu den am besten erhaltenen Ribats der Region. Gegründet im 8. Jahrhundert und im Jahr 821 unter der Dynastie der Aghlabiden wiederaufgebaut, diente es als befestigtes Kloster und als Küstenverteidigungsanlage. Das Ribat besitzt einen quadratischen Steinmauerhof mit runden Türmen an den Ecken und Seiten, einen markanten zylindrischen Turm auf einem quadratischen Sockel sowie einen befestigten Eingang, der von wiederverwendeten antiken Säulen gerahmt wird. Es umfasst Wohnräume für die Wachen, eine Moschee auf der Terrasse, die von den Einheimischen genutzt wird, sowie ein Becken zur Sammlung von Regenwasser. Die Anlage spiegelt die strategischen militärischen und religiösen Aufgaben wider, die Ribats in der frühen islamischen Zeit entlang der Küste von Ifriqiya erfüllten. 1988 wurde es gemeinsam mit der Medina von Sousse als UNESCO-Welterbestätte eingetragen und damit seine kulturelle und historische Bedeutung hervorgehoben. Architektur und Inschrifttafeln des Ribats liefern wertvolle Einblicke in die frühe islamische Kunst und die Herrschaft unter den Aghlabiden.

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Tipp: Besucher sollten in den kühleren Monaten kommen, um der intensiven Mittelmeerhitze aus dem Weg zu gehen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, um besonders in der Hauptsaison Wartezeiten zu vermeiden. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Studierende und Senioren. Geführte Touren bieten einen tieferen historischen Kontext und machen den Besuch noch lohnender. Fotografieren ist erlaubt, aber Blitzlicht und Stative können im Ribat eingeschränkt sein.

Interessante Fakten

  • Das Ribat beherbergt die älteste noch erhaltene islamische Monumentalinschrift in Tunesien, datiert auf 821 n. Chr.
  • Marmor und Säulen, die beim Bau des Ribats verwendet wurden, sollen nach der Eroberung 870 aus Kirchen in Melite (dem heutigen Mdina, Malta) geplündert worden sein.
  • Die Moschee auf der Terrasse des Ribats gilt als die älteste Moschee in Sousse und liegt zeitlich vor der Großen Moschee von Sousse.
  • Das Ribat gehörte zu einem Netzwerk von Küstenbefestigungen, das eine schnelle Signalübermittlung entlang der Küste von Ifriqiya ermöglichte.
  • Die Nord- und Ostflügel wurden 1722 restauriert und bewahrten so einen großen Teil der ursprünglichen Anlage aus dem 9. Jahrhundert.

Geschichte

Das Ribat von Sousse wurde im 8.

Jahrhundert während der Abbasiden-Herrschaft in Ifriqiya gegründet; Hinweise auf frühere Befestigungen aus der klassischen Antike am Standort sind vorhanden.

800

Um 800 n.

Chr.

821

begann die Dynastie der Aghlabiden, die Region zu regieren, und 821 n.

Chr.

ließ Emir Ziyadat Allah I.

eine große Rekonstruktion durchführen, einschließlich der Hinzufügung eines zylindrischen Turms.

Dieses Datum ist auf der ältesten noch erhaltenen islamischen Monumentalinschrift in Tunesien verzeichnet.

Das Ribat diente als Küstenverteidigungs- und religiöser Ort, wobei die Moschee die erste in Sousse war.

1722

Kleinere Restaurierungen fanden 1722 statt, doch das Ribat bewahrt heute weitgehend seine ursprüngliche Form.

Ortsführer

1
Haupteinfriedung und Türme9. Jahrhundert
Dynastie der Aghlabiden

Eine quadratische, steinerne Umfriedung mit einer Länge von etwa 38 Metern und einer Höhe von 11 Metern, die zur Verteidigung mit runden Türmen an den Ecken und Seiten ausgestattet ist. Die südöstliche Ecke besitzt einen quadratischen Turmsockel, der einen hohen zylindrischen Turm trägt – ein markantes architektonisches Element.

2
Eingangstor und Vorhalle9. Jahrhundert
Dynastie der Aghlabiden

Der Eingang des Ribats ragt als rechteckiger Vorsprung hervor und ist von wiederverwendeten antiken Säulen früherer Bauten eingefasst. Zu den Verteidigungselementen gehören schmale Öffnungen für ein Fallgitter sowie für Verteidiger, um Geschosse oder kochendes Öl hinunterzugießen. Die Vorhalle ist von einem Kreuzrippengewölbe überspannt und flankiert von Wachräumen.

3
Moschee auf der Terrasse9. Jahrhundert
Dynastie der Aghlabiden

Eine Moschee, die auf der Terrasse des Ribats eingerichtet ist und sowohl den Wachen als auch den einheimischen Bürgern dient – besonders während der Eid-Feierlichkeiten. Sie gilt als die erste Moschee, die in Sousse gebaut wurde.

4
Becken für Regenwasser9. Jahrhundert
Dynastie der Aghlabiden

Ein Wasserbecken, das zur Sammlung von Regenwasser zum Trinken und Waschen ausgelegt ist. Es wurde zunächst von Ibrahim ibn al-Aghlab errichtet und später von Ziyadat Allah I. erweitert.