Große Moschee von Kairouan

Große Moschee von Kairouan

Kairouan

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Die Große Moschee von Kairouan, auch als Moschee von Uqba bekannt, ist ein bedeutendes islamisches Bauwerk in der historischen Stadt Kairouan in Tunesien. Gegründet wurde sie 670/671 n. Chr. vom arabischen Feldherrn Uqba ibn Nafi. Sie zählt zu den ältesten Moscheen in der islamischen Welt und gilt als Vorbild für die Architektur von Moscheen im Maghreb. Die Moschee erstreckt sich über mehr als 9.000 Quadratmeter und bietet eine weitläufige Hypostyl-Halle zum Beten, einen mit Marmor gepflasterten Innenhof und einen markanten quadratischen Minarettturm. Zu ihrer architektonischen Bedeutung gehört die früheste Verwendung des Hufeisenbogens im islamischen Design, der spätere Moscheebauten in ganz Nordafrika beeinflusste. Größere Umbauten und Erweiterungen erfolgten vor allem im 9. Jahrhundert unter der Dynastie der Aghlabiden, wodurch sie weitgehend ihre heutige Gestalt erhielt – unter anderem die gerippte Kuppel über dem Mihrab und der Arkadenportikus. Historisch war die Moschee nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Zentrum islamischer Gelehrsamkeit – vergleichbar mit einer Universität – und zog Gelehrte sowohl aus religiösen als auch aus weltlichen Wissenschaften an. Trotz Phasen des Verfalls wurde die Moschee durch Restaurierungen erhalten und bewahrt so ihren spirituellen und kulturellen Rang als UNESCO-Welterbe sowie ihren Status als Symbol islamischen Erbes im Maghreb.

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Tipp: Besuchen Sie die Moschee in den kühleren Monaten oder in den frühen Morgenstunden, um der Hitze und den Menschenmassen zu entgehen. Wenn Sie geführte Touren im Voraus buchen, können Sie Ihren Besuch mit spannenden historischen Einblicken bereichern. Der Eintritt ist in der Regel kostenlos, aber respektvolle Kleidung ist erforderlich. Ziehen Sie auch einen Besuch während religiöser Festtage in Betracht, um traditionelle Bräuche zu erleben – prüfen Sie aber die Öffnungszeiten, da sie variieren können.

Interessante Fakten

  • Die Große Moschee von Kairouan gilt als einer der ältesten Orte des Gebets in der islamischen Welt.
  • Sie war die erste Moschee, die den Hufeisenbogen verwendete – ein prägendes Merkmal islamischer Architektur im Maghreb.
  • Die Moschee umfasst eine Fläche von über 9.000 Quadratmetern und zählt damit zu den größten islamischen Monumenten in Nordafrika.
  • Das Minarett, das im 8. und 9. Jahrhundert erbaut wurde, ist eines der ältesten noch erhaltenen Minarette der Welt.
  • Die Moschee diente als frühe Hochschule, in der Gelehrte sowohl islamische Theologie als auch weltliche Wissenschaften unterrichteten.

Geschichte

670

Gegründet 670/671 n.

Chr.

von Uqba ibn Nafi, hat die Große Moschee von Kairouan mehrere Umbauphasen durchlaufen.

690

Sie wurde kurz nach ihrem ersten Bau während der Berberherrschaft um 690 zerstört und 703 wiederaufgebaut.

Bedeutende Erweiterungen wurden im 8.

Jahrhundert unter Umayyaden- und Abbasidenstatthaltern vorgenommen.

Ihre heutige architektonische Form erreichte die Moschee im 9.

Jahrhundert unter der Dynastie der Aghlabiden – mit Ergänzungen wie dem Minarett und der gerippten Kuppel.

Spätere Restaurierungen fanden in den Zeiträumen der Ziriden, Hafsiden und Muradiden statt, begleitet von großen Konservierungsmaßnahmen im 20.

Jahrhundert, die ihre Bausubstanz bewahrten.

Ortsführer

1
Hypostyl-Gebetssaal9. Jahrhundert

Eine weitläufige Halle, die von zahlreichen Säulen getragen wird und Hufeisenbögen zeigt, die die frühe islamische architektonische Innovation besonders gut veranschaulichen.

2
Mit Marmor gepflasterter Innenhof9. Jahrhundert

Ein großer offener Innenhof, der mit Marmor gepflastert ist. Er diente als gemeinschaftlicher Treffpunkt und unterstreicht die besondere Pracht der Moschee.

3
Quadratisches Minarett8.–9. Jahrhundert

Eines der ältesten Minarette der Welt: Dieser imposante quadratische Turm wurde in der Zeit der Aghlabiden errichtet und ist bis heute ein Wahrzeichen der Stadt.

4
Gerippte Kuppel über dem Mihrab9. Jahrhundert

Eine kunstvoll gestaltete Kuppel, die auf Pendentifs (Squinchen) über dem Mihrab ruht. Sie hebt die gestalterische und architektonische Raffinesse der Moschee besonders hervor.

5
Arkadenportikus9. Jahrhundert

Ein Arkadenportikus vor dem Gebetssaal. Er wurde im 9. Jahrhundert ergänzt und verbessert nicht nur den Eingangsbereich, sondern steigert auch den ästhetischen Reiz der Anlage.

Kontakt

Telefon: 76 489 133