Darvaza-Gas-Krater

Darvaza-Gas-Krater

Lebap

75/10090 min

Der Darvaza-Gas-Krater, auch als Tor zur Hölle oder als „Gates of Hell“ bezeichnet, ist ein außergewöhnliches Naturgasfeld, dessen Gelände in eine Höhle eingebrochen ist – nahe dem Dorf Darvaza in Turkmenistan. Er ist etwa 60 bis 70 Meter im Durchmesser und erreicht eine Tiefe von rund 30 Metern. Der Krater brennt seit 1971 ununterbrochen: Damals hatten sowjetische Ingenieure bei Bohrarbeiten aus Versehen eine Naturgas-Höhle durchstoßen, wodurch das Dach einstürzte. Um die Freisetzung giftiger Gase zu verhindern, wurde der Krater in Brand gesetzt – und brennt seitdem weiter. Das Gelände wird von hunderten natürlichen Gasflammen entlang des Randes und auf dem Boden erleuchtet und bietet einen spektakulären, geradezu unwirklichen Anblick. Der Ort liegt etwa 260 Kilometer nördlich von Aschgabat mitten im Herzen der riesigen Wüste Karakum. Obwohl es Regierungspläne gibt, das Feuer wegen Umwelt- und Gesundheitsbedenken zu löschen, besteht der Krater als große Touristenattraktion fort und zieht Besucher an, die von dem einzigartigen Feuer-Spektakel fasziniert sind. In der Nähe gibt es zwar noch einen weiteren Gaskrater, doch der ist eingezäunt und verströmt einen deutlich anderen Geruch. Durch seine dramatische Erscheinung und die dauerhaft brennenden Flammen ist der Krater außerdem zu einem kulturellen Symbol geworden und ein bemerkenswerter Stopp bei Automobil-Rallyes. 2013 war der Entdecker George Kourounis die erste Person, die bis zum Grund des Kraters hinabstieg und dabei Bodenproben für wissenschaftliche Untersuchungen sammelte – ein Zeichen dafür, dass die Bedeutung des Ortes über den Tourismus hinausgeht.

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Tipp: Besucher sollten den Darvaza-Gas-Krater am besten nach Sonnenuntergang ansteuern, um den vollen visuellen Effekt der glühenden Flammen vor dem dunklen Wüstenhimmel zu erleben. Da der Ort sehr abgelegen ist, empfiehlt es sich, den Transport im Voraus zu organisieren, vorzugsweise im Rahmen einer geführten Tour. Es gibt keine offiziellen Besucher-Einrichtungen oder Beschilderungen – daher ist eine gute Vorbereitung auf Wüstenbedingungen entscheidend: Dazu gehören ausreichend Wasser, passende Kleidung und Sicherheitsvorkehrungen. Tickets oder Genehmigungen werden in der Regel nicht im Voraus benötigt, allerdings ist es ratsam, lokale Vorschriften oder die Anforderungen des jeweiligen Touranbieters zu prüfen. Achten Sie außerdem auf Umweltaspekte und respektieren Sie alle Sicherheitsbarrieren in der Nähe des Kraters.

Interessante Fakten

  • Der Krater brennt seit 1971 ununterbrochen und gehört damit zu den langlebigsten Gasbränden der Welt.
  • Der Ort liegt in der Wüste Karakum, etwa 260 Kilometer nördlich von Aschgabat, der Hauptstadt Turkmenistans.
  • Der Entdecker George Kourounis war die erste Person, die 2013 bis zum Grund des Kraters hinabstieg und dabei Bodenproben für wissenschaftliche Untersuchungen sammelte.
  • Der Krater ist vor Ort auch unter dem Namen Garagum Yalkymy bekannt, was „Leuchten von Karakum“ bedeutet.
  • Trotz Plänen, die 2022 angekündigt wurden, den Krater zu löschen, brennt er auch 2025 noch – allerdings ist seine Größe deutlich reduziert.

Geschichte

1971

Der Darvaza-Gas-Krater entstand 1971, als sowjetische Ingenieure bei Bohrungen nach Naturgas versehentlich eine Höhle durchstießen.

Dadurch brach der Boden ein und es bildete sich der Krater.

Um die Ausbreitung giftiger Gase zu verhindern, wurde der Krater absichtlich angezündet – seitdem brennt das Feuer ununterbrochen.

1971

Es gibt widersprüchliche Berichte, wonach der Einsturz oder die Entzündung bereits in den 1960er- oder 1980er-Jahren passiert sein könnte, doch das am besten akzeptierte Datum ist 1971.

Über die Jahrzehnte ist der Krater zu einem markanten Wahrzeichen und einer Touristenattraktion geworden.

In den letzten Jahren haben turkmenische Behörden Maßnahmen ergriffen, um Größe und Auswirkungen des Kraters zu verringern – unter anderem durch das Bohren von Methan-Abfangbrunnen und die Überlegung, das Feuer aufgrund von Umwelt- und Gesundheitsbedenken zu löschen.

Ortsführer

1
Kraterkranz und Flammen

Der Rand des Kraters ist mit hunderten kleiner Naturgasfeuer ausgekleidet, die ein intensives, feuriges Spektakel erzeugen, das aus der Ferne sichtbar ist – besonders beeindruckend bei Nacht.

2
Abstieg – Fundort2013
George Kourounis

Der Grund des Kraters wurde 2013 erstmals vom Entdecker George Kourounis erreicht. Er trug spezielle Schutzkleidung, um Bodenproben für das Extreme Microbiome Project sicher zu sammeln.