Stausee Kayrakkum

Stausee Kayrakkum

Sughd

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Der Stausee Kayrakkum, der 2016 in „Tadschikisches Meer“ umbenannt wurde, ist ein großer künstlicher See in der Provinz Sughd im Nordwesten Tadschikistans. Er entstand durch den Kayrakkum-Damm am Fluss Syrdarja. Der Stausee erstreckt sich über 56 km Länge und bis zu 15 km Breite und bedeckt eine Wasserfläche von etwa 523 Quadratkilometern. Die maximale Tiefe liegt in der Nähe des Damms bei 25 Metern, die durchschnittliche Tiefe beträgt 8 Meter. Der Stausee erfüllt wichtige Aufgaben in der Bewässerung und bei der Erzeugung von Wasserkraft. Die Umgebung ist von vielfältiger Tugai-Vegetation geprägt, darunter Tamarisken, Wolfsmilchgewächse (Oleaster), Pappelgebüsche und Schilfbestände. So entstehen bedeutende Lebensräume für tausende überwinternde Wasservögel, Watvögel und Greifvögel. In der Region herrscht ein kontinentales und halbtrockenes Klima. Seit Beginn der Bauarbeiten im Jahr 1951 und Fertigstellung 1956 hat der Stausee durch den Eintrag von Sedimenten (Verlandung/Siltation) gelitten: Bis 2009 sank sein Volumen um etwa ein Drittel. Der Stausee Kayrakkum und seine Umgebung bilden ein Important Bird Area (wichtiges Vogelschutzgebiet). Hier finden zahlreiche Vogelarten Unterstützung – als Standvögel oder Zugvögel, darunter Sakerfalken, Großtrappen, Kraniche sowie ägyptische Nachtschwalben. Durch die Nähe zu Chudschand, der Provinzhauptstadt, ist das Gebiet gut für Ökotourismus und Vogelbeobachtung erreichbar.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Stausees Kayrakkum sind die Zug- und Wanderphasen, wenn die Vogelbestände besonders zahlreich sind. Wer sich für Vogelbeobachtung interessiert, sollte ein Fernglas mitbringen und geführte Touren in Betracht ziehen, um das Important Bird Area effektiv zu erkunden. Aufgrund des halbtrockenen Klimas empfiehlt es sich, die lokalen Zugangsbedingungen und die Wettervorhersage im Blick zu behalten. Es sind keine speziellen Eintrittskarten erforderlich, da es sich um ein Naturgebiet handelt – dennoch ist es wichtig, die lokalen Regeln zum Naturschutz zu respektieren.

Interessante Fakten

  • Der Stausee wurde 2016 vom Parlament des Landes in „Tadschikisches Meer“ umbenannt.
  • Er ist als Ramsar-Gebiet ausgewiesen und unterstreicht seine Bedeutung als Lebensraum für Feuchtgebiete.
  • Der Stausee unterstützt bedeutende Bestände verschiedener Vogelarten – darunter seltene und ziehende Vögel.
  • Die Verlandung hat das Volumen des Stausees seit seiner Entstehung um etwa ein Drittel verringert.
  • Das Gebiet umfasst Tugai-Vegetation – ein einzigartiges Auenwald-Ökosystem im zentralasiatischen Raum.

Geschichte

1951

Der Bau des Kayrakkum-Damms begann im Juli 1951, um die Region mit Bewässerung und Wasserkraft zur Stromerzeugung zu versorgen.

400

Etwa 2.400 Familien mit insgesamt rund 12.000 Menschen wurden von etwa 20 Dörfern umgesiedelt, um die Entstehung des Stausees zu ermöglichen.

1956

Der Damm wurde 1956 fertiggestellt und löste die Füllung des Stausees aus.

2009

Im Laufe der Zeit hat die Verlandung durch Entwicklungen oberhalb des Stausees – insbesondere das Wasserkraftwerk Toktogul in Kirgisistan – dazu geführt, dass das Volumen bis 2009 um etwa ein Drittel zurückgegangen ist.

2016

Im Jahr 2016 wurde der Stausee offiziell vom tadschikischen Parlament in „Tadschikisches Meer“ umbenannt.