
Crac des Chevaliers
Ţarţūs
Krak des Chevaliers, auch bekannt als Qalʿat al-Ḥiṣn, ist eine der wichtigsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen der Welt. Ursprünglich wurde die Anlage im 11. Jahrhundert von kurdischen Truppen bewohnt. 1142 wurde sie den Johannitern (Knights Hospitaller) übergeben. Die Johanniter bauten die Burg im 12. Jahrhundert umfangreich um und machten sie zu einem mächtigen militärischen und verwaltungstechnischen Zentrum. Besonders hervorzuheben ist der konzentrische Grundriss: Eine Außenmauer, die im 13. Jahrhundert ergänzt wurde, steigerte die Verteidigungsfähigkeit erheblich. In ihrer Blütezeit beherbergte Krak des Chevaliers eine Garnison von etwa 2.000 Rittern und Soldaten – so konnte die Burg die umliegende Region kontrollieren. Eine entscheidende Rolle spielten Burg und Festung für die Kreuzfahrerstaaten, vor allem für die Grafschaft Tripolis. 1271 wurde sie nach einer 36-tägigen Belagerung von den Mamluken erobert. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Burg nach der Besiedlung durch lokale Bevölkerungen restauriert. Heute ist sie ein UNESCO-Welterbe und liegt nahe Tartus, Syrien. Trotz Schäden während des jüngsten Syrien-Konflikts bleiben laufende Erhaltungsmaßnahmen darauf ausgerichtet, das Erbe für kommende Generationen zu bewahren und sie ist bis heute ein Symbol der mittelalterlichen Wehrarchitektur.
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Interessante Fakten
- •Krak des Chevaliers konnte eine Garnison von etwa 2.000 Soldaten beherbergen und zählte damit zu den größten Kreuzritterfestungen.
- •Der konzentrische Grundriss war eine wegweisende militärarchitektonische Technik, die spätere Befestigungen beeinflusste.
- •Der Name leitet sich vom syrischen Wort „karak“ ab und bedeutet „umschlossene Stadt“ oder „Festung“.
- •1271 wurde die Burg von den Mamluken durch einen gefälschten Brief erobert, der zur Kapitulation der Johanniter führte.
- •Das nahe gelegene Dorf al-Husn wuchs um die Burg herum und hat heute eine Bevölkerung von fast 9.000.
- •Krak des Chevaliers und Qal'at Salah El-Din wurden 2006 als UNESCO-Welterbestätten ausgewiesen.
Geschichte
Die Stätte von Krak des Chevaliers wurde im 11.
Jahrhundert zunächst von kurdischen Truppen unter der Mirdasid-Dynastie befestigt.
1142 verlieh Raymond II.
von Tripolis die Burg den Johannitern, die bereits in den 1140er-Jahren mit umfangreichen Wiederaufbauarbeiten begannen.
Bis 1170 war die Burg weitgehend fertiggestellt, auch wenn sie durch ein Erdbeben beschädigt wurde.
Im 13.
Jahrhundert folgte eine weitere Erweiterung – unter anderem mit der Ergänzung der Außenmauer, die der Burg ihren ikonischen konzentrischen Grundriss gab.
Die „goldene Zeit“ der Burg dauerte bis zur Mitte des 13.
Jahrhunderts an, danach schwanden die Möglichkeiten der Ritter.
1271 eroberten die Mamluken die Burg nach einer Belagerung.
Später wurde die Burg erneut besiedelt und in den späten 19.
und frühen 20.
Jahren wiederhergestellt, wobei umfangreiche Räumungs- und Konservierungsarbeiten durch den französischen alawitischen Staat durchgeführt wurden.
Nach der syrischen Unabhängigkeit im Jahr 1946 übernahm die Regierung die Kontrolle über die Anlage.
Ortsführer
Inner Ward12th-13th century
Der zentrale befestigte Bereich der Burg mit den Hauptsälen, Wohnquartieren und den Kapellen, die von den Johannitern genutzt wurden.
Outer Wall and Curtain Walls13th century
Die massiven äußeren Verteidigungsmauern, die im 13. Jahrhundert errichtet wurden und den konzentrischen Grundriss der Burg schufen – dadurch verbesserte sich die Verteidigungsfähigkeit erheblich.
Gatehouse and Barbican12th-13th century
Der stark befestigte Eingangsbereich, der dafür ausgelegt war, Angreifer abzufangen und bloßzustellen. Dazu gehörten Mordlöcher und Zugbrücken.