Kloster Saidnaya

Kloster Saidnaya

Rīf Dimashq

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Das Marienkloster Our Lady of Saidnaya in Saidnaya, Syrien, ist ein historisches griechisch-orthodoxes Kloster, das traditionell auf den byzantinischen Kaiser Justinian I. zurückgeht und im Jahr 547 n. Chr. gegründet worden sein soll. Es ist vor allem wegen seiner religiösen Bedeutung und der alten Architektur berühmt und ist ein wichtiger Wallfahrtsort im Nahen Osten. Das Kloster wird von einer Gemeinschaft von Nonnen geführt und ist bekannt dafür, die Ikone der Heiligen Maria aufzubewahren, die als „Shaghoura“ oder „die Glanzvolle“ bekannt ist und der Überlieferung nach von dem Heiligen Lukas gemalt worden sein soll. Die Ikone wird in einer kunstvoll gestalteten Nische mit silberner Tür innerhalb eines separaten Wallfahrtsheiligtums aufbewahrt. Die Hauptkapelle bietet zahlreiche Ikonen und eine hölzerne Ikonostase vor dem Altar. Pilger haben im Laufe der Zeit unter anderem eingeschlagene Silberkreuze und andere religiöse Symbole als Opfergaben hinterlassen, die an den Wänden zu sehen sind. Das Kloster hat Schäden durch ein Erdbeben im Jahr 1759, anti-christliche Unruhen im Jahr 1860 und den jüngsten Syrienkrieg erlitten, zieht jedoch weiterhin jedes Jahr christliche Pilger an – besonders am Fest Mariä Geburt am 8. September. Der Ort wird in vielen mittelalterlichen lateinischen Pilgerberichten erwähnt und unterstreicht so seine langjährige spirituelle Bedeutung. Besonders bemerkenswert: Der Historiker William Dalrymple dokumentierte einzigartige Geschenke von Besuchern, darunter Raumhelme syrischer Astronauten, die von der Mir-Raumstation zurückgekehrt waren – ein Zeichen für die kulturelle Ausstrahlung des Klosters.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch ist rund um den 8. September – während des Festes Mariä Geburt, wenn sich Pilger versammeln, um Our Lady of Saidnaya zu ehren. Besucher sollten erwägen, Tickets zu kaufen oder Besuche im Voraus zu arrangieren, da die religiöse Bedeutung des Ortes und mögliche Menschenmengen zu berücksichtigen sind. Für Gruppen oder religiöse Pilger können Rabatte verfügbar sein. Wenn man sich über die offizielle Website oder telefonisch an das Kloster wendet, erhält man die aktuellsten Besuchszeiten und Hinweise.

Interessante Fakten

  • Die Ikone der Heiligen Maria in Saidnaya wird traditionell dem Evangelisten Lukas zugeschrieben.
  • Pilger haben seit Jahrhunderten eingeschlagene Silberkreuze und Ex-votos an den Wänden des Klosters als Opfergaben hinterlassen.
  • Das Kloster wurde nach zwei Visionen der Maria gegründet, die Kaiser Justinian I. empfangen hatte.
  • Der Historiker William Dalrymple bemerkte, dass syrische Astronauten Raumhelme als Geschenke am Kloster hinterließen.
  • Die Ikone des Klosters, genannt Shaghoura, wurde in mittelalterlichen lateinischen Quellen als „leibhaftig“ und heiligen Öls „undicht“ beschrieben – ein Merkmal, das in arabischen Quellen nicht vorkommt.

Geschichte

547

Das Kloster wurde im Jahr 547 n.

Chr.

von Kaiser Justinian I.

gegründet – nachdem zwei Visionen der Maria den Ort und die Gestaltung angezeigt hatten.

Es wurde im gesamten Mittelalter zu einem beliebten Wallfahrtsziel und ist in vielen lateinischen Pilgerschriften erwähnt.

1759

Die ursprüngliche mittelalterliche Kirche wurde durch ein Erdbeben im Jahr 1759 weitgehend zerstört und möglicherweise in den anti-christlichen Unruhen von 1860 beschädigt; bis in die moderne Zeit überlebte nur die Apsis.

Die jüngsten Konflikte während des Syrienkriegs führten zu weiteren Schäden.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Kloster eine wichtige religiöse Stätte.

Ortsführer

1
Wallfahrtsheiligtum mit der Marienikone (Shaghoura)6. Jahrhundert
Dem Heiligen Lukas zugeschrieben (traditionell)

Dieses Heiligtum beherbergt die verehrte Ikone der Heiligen Maria, die hinter einer kunstvoll gestalteten Nische mit silberner Tür aufbewahrt wird. Es ist der Mittelpunkt der Wallfahrt und Verehrung innerhalb des Klosters und zieht Besucher an, die sich spirituelle Segnungen erhoffen.

2
Hauptkapelle und hölzerne Ikonostase6. Jahrhundert (ursprünglich), mit späteren Ergänzungen

Die Hauptkapelle bietet zahlreiche religiöse Ikonen und eine hölzerne Ikonostase vor dem Altar – typisch für die Architektur griechisch-orthodoxer Kirchen – und schafft eine besondere, sakrale Atmosphäre zum Gebet.

Kontakt

Telefon: 011 595 0547