Azem-Palast, Hama

Azem-Palast, Hama

Ḩamāh

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Der Azm-Palast in Hama ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Wohnarchitektur der Osmanen aus dem 18. Jahrhundert. Er wurde 1742 vom osmanischen Gouverneur As'ad Pasha al-Azm errichtet. Zentral an den Ufern des Orontes gelegen, diente er bis ins 19. Jahrhundert als Wohnsitz der Gouverneure der Familie Azm. Der Palast besitzt zwei einzigartige Innenhöfe über zwei Etagen: Der untere Innenhof ist mit einem zentralen Brunnen sowie schattenspendenden Bäumen gestaltet, der obere Innenhof ist so angelegt, dass er Brisen und kühle Luft einfängt und so das Raumgefühl deutlich verbessert. Der große Empfangsraum mit seinem Arkaden-Vorbau und den aufwendig verzierten Innenbereichen zeigt gemalte Holzarbeiten, gemusterte Steinbänder und geschmackvolle Marmormuster, gekrönt von einer großen Kuppel. Außerdem umfasst der Palast einen privaten Badebereich (hamaam), der historisch auch für die Öffentlichkeit zugänglich war, sowie Räume mit Brunnen-Dekor und bemalten Tafeln, auf denen Vögel und Bäume dargestellt sind. Seit 1956 beherbergt der Palast ein Museum mit archäologischen Funden aus der Region Hama, darunter ein besonders bemerkenswertes spätrömisches Mosaik mit weiblichen Musikerinnen, die antike Instrumente spielen. Trotz Schäden während des Aufstands in Hama im Jahr 1982 hat eine umfangreiche Restaurierung die architektonische Schönheit und die kulturelle Bedeutung des Palastes bewahrt – ein unverzichtbarer Ort des kulturellen Erbes und ein Museum in Syrien.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Azm-Palasts sind die kühleren Monate, damit Sie die Innenhöfe und Außenbereiche angenehm genießen können. Aufgrund der großen Beliebtheit empfiehlt sich der Ticketkauf im Voraus. Planen Sie genügend Zeit ein, um sowohl die Architektur als auch die archäologischen Ausstellungen des Museums zu entdecken. Unauffällige, eher bescheidene Kleidung wird empfohlen – als Zeichen des Respekts gegenüber den lokalen Gepflogenheiten. Geführte Touren können helfen, die Geschichte des Palastes und seine Exponate besser zu verstehen. Für Studierende und Gruppen sind möglicherweise Ermäßigungen verfügbar.

Interessante Fakten

  • Der Azm-Palast gilt laut dem Historiker Ross Burns als eines der schönsten osmanischen Wohngebäude in Syrien.
  • Der Palast bietet als Besonderheit zwei Innenhöfe – jeweils einen pro Etage – und ist für Komfort und bessere Kontrolle des Raumklimas ausgelegt.
  • Ein spätrömisches Mosaik aus dem späten 4. Jahrhundert, das im Museum gezeigt wird, zeigt weibliche Musikerinnen, die eine Vielzahl antiker Instrumente spielen – darunter die Orgel und die Kithara.
  • Der private Badebereich (hamaam) des Palastes war historisch auch für die Öffentlichkeit zugänglich, ein eher ungewöhnliches Merkmal für derartige Residenzen.
  • Trotz großer Schäden im Jahr 1982 wurde der Palast weitgehend wiederhergestellt und so sein kulturelles Erbe bewahrt.

Geschichte

1742

Der 1742 von As'ad Pasha al-Azm, dem osmanischen Gouverneur von Hama, errichtete Azm-Palast diente bis zum Ende ihrer Herrschaft im 19.

Jahrhundert als Wohnsitz der Gouverneure der Familie Azm.

1743

Das war Teil einer Familientradition: Ein größerer Palast mit einem ähnlichen Entwurf wurde 1743 in Damaskus gebaut.

1956

1956 wurde der Palast zum Museum umgewandelt und präsentiert seitdem archäologische Funde aus der Region.

1982

Während des Aufstands in Hama im Jahr 1982 erlitt er schwere Schäden, wurde aber anschließend umfassend restauriert, um die historische und architektonische Substanz zu bewahren.

Ortsführer

1
Unterer Innenhof (Haramlek)18. Jahrhundert

Der untere Innenhof diente als Bereich für Familie und Frauenquartiere. Er verfügt über einen zentralen Brunnen und schattenspendende Bäume und bietet so einen ruhigen, privaten Rückzugsort innerhalb des Palastes.

2
Oberer Innenhof und großer Empfangsraum18. Jahrhundert

Der obere Innenhof ist darauf ausgelegt, kühle Brisen einzufangen. Von hier gelangt man in den großen Empfangsraum mit Arkaden-Vorbau. Die Innenräume sind reich verziert mit gemalter Holzarbeit, Steinbändern, gemustertem Marmor und obenauf mit einer großen Kuppel.

3
Privater Hamaam (Badehaus)18. Jahrhundert

Ein privater Badebereich innerhalb der Palastanlage, der historisch auch für die Öffentlichkeit zugänglich war – ein Hinweis auf die gesellschaftlichen Gepflogenheiten der damaligen Zeit.

4
Museumsausstellungen

Das Museum zeigt archäologische Funde aus der Region Hama, darunter ein bemerkenswertes spätrömisches Mosaik, das weibliche Musikerinnen darstellt, die antike Instrumente wie die Orgel und die Kithara spielen.