Große Moschee von Aleppo

Große Moschee von Aleppo

Ḩalab

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Die Große Moschee von Aleppo, auch bekannt als Große Umayyaden-Moschee von Aleppo, steht in Syrien als monumentales Symbol islamischer Architektur und Geschichte. Ursprünglich im frühen 8. Jahrhundert während des Umayyaden-Kalifats unter Kalif Sulayman ibn Abd al-Malik errichtet, wurde die Moschee vom 11. bis zum 14. Jahrhundert mehrfach saniert und erweitert. Sie entstand an einem Ort mit bewegter religiöser Vorgeschichte: Zunächst war es die Agora der hellenistischen Zeit, später ein christlicher Domgarten. Berühmt ist die Moschee vor allem für ihren beeindruckenden 45 Meter hohen Minarettbau, den der Architekt Hasan ibn Mufarraj al-Sarmini 1090 unter dem seldschukischen Statthalter Aq Sunqur al-Hajib errichtete. Über Jahrhunderte hinweg wurde sie von verschiedenen Herrschern restauriert – darunter die Zengiden und Mamluken –, die ihr architektonisches und dekoratives Erscheinungsbild weiter bereicherten, zum Beispiel mit kufischen und naskhi-Inschriften sowie muqarnas-Verzierungen. Tragischerweise erlitt die Moschee während des Syrischen Bürgerkriegs massive Schäden: Unter anderem wurde 2013 das Minarett zerstört und der Gebetssaal in Brand gesetzt. Die Wiederherstellungsarbeiten begannen etwa 2017; über eine teilweise Wiedereröffnung wird 2024 berichtet, und 2025 soll es in begrenztem Umfang während des Ramadan nutzbar sein. Die Moschee bleibt ein bedeutendes kulturelles und religiöses Wahrzeichen in Aleppo – ein Zeichen für Widerstandskraft und für die vielschichtige Geschichte der Stadt.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch außerhalb der Spitzenzeiten großer Hitze einplanen, um das Gelände in Ruhe erkunden zu können. Da die Restaurierung noch läuft, sollte man den aktuellen Eröffnungsstatus vor Ort prüfen. Tickets oder der Zugang können vorherige Absprachen oder eine Sondergenehmigung erfordern – besonders während der Restaurierungsphasen. Ermäßigungen oder spezieller Zugang können für Studierende oder Gruppen verfügbar sein. Ein Besuch während des Ramadan bietet ein besonderes spirituelles Erlebnis, aber mit begränktem Zugang ist zu rechnen.

Interessante Fakten

  • Die Moschee soll die Überreste von Zechariah beherbergt haben, dem Vater von Johannes dem Täufer.
  • Ihr 1090 erbautes Minarett gehörte bis zu seiner Zerstörung 2013 zu den höchsten Bauwerken in Aleppo.
  • Die Moschee wurde an der Stelle der antiken Agora und eines früheren christlichen Domgartens errichtet.
  • Die Mamluken schmückten das Minarett mit eingravierten kufischen und naskhi-Inschriften sowie muqarnas-Mustern.
  • Die Moschee wurde 2024 nach umfangreichen Kriegsschäden und Wiederherstellungsarbeiten, die 2017 begannen, teilweise wiedereröffnet.

Geschichte

Die Große Moschee von Aleppo wurde ursprünglich im frühen 8.

Jahrhundert n.

Chr.

während des Umayyaden-Kalifats erbaut, vermutlich auf Auftrag von Kalif Sulayman oder dessen Bruder Maslamah ibn Abd al-Malik.

Der Ort war zuvor eine hellenistische Agora und später ein christlicher Domgarten – ein Hinweis auf seine lange, religiöse Bedeutung.

Im 11.

Jahrhundert wurde die Moschee unter seldschukischer Herrschaft erweitert und das ikonische Minarett errichtet.

1159

Nach einem Brand 1159 folgten große Restaurierungsarbeiten, und im 13.

Jahrhundert wurde sie durch die Mongolen zerstört; anschließend wurden Reparaturen von den Mamluken vorgenommen.

2003

Das Minarett und der Innenhof wurden erneut 2003 renoviert.

2013

Bedeutende Schäden entstanden während des Syrischen Bürgerkriegs: Dazu zählt die Zerstörung des Minaretts 2013, während seit 2017 die Wiederherstellungsmaßnahmen weiterlaufen.

Ortsführer

1
Minarett1090-1094
Hasan ibn Mufarraj al-Sarmini

Das 45 Meter hohe Minarett wurde zwischen 1090 und 1094 unter seldschukischer Herrschaft errichtet. Es zeichnet sich durch kunstvolle kufische und naskhi-Inschriften sowie dekorative muqarnas aus. Es war ein markantes Wahrzeichen, bevor es 2013 während des Syrischen Bürgerkriegs zerstört wurde. Die Wiederherstellungsmaßnahmen zielen darauf ab, diese ikonische Anlage wieder aufzubauen.

2
Gebetssaal8. Jahrhundert und danach mit mehreren Renovierungen

Der Gebetssaal war ursprünglich Teil der umayyadischen Bauanlage und wurde nach Bränden und Zerstörungen mehrfach neu errichtet. Er hat religiöse Bedeutung als Ort des Gottesdienstes und wurde während des Syrischen Bürgerkriegs schwer beschädigt, unter anderem durch das Brennen des Innenraums.

3
Innenhof und Brunnen11. Jahrhundert, renoviert 2003

Der Innenhof der Moschee verfügt über einen einzigen, kuppelbedachten Brunnen, der im 11. Jahrhundert von den Mirdasiden erbaut wurde. Er dient zum Zweck der Waschungen (Ritualreinheit) und als Ort für das gesellschaftliche Miteinander. Der Innenhof wurde zuletzt 2003 renoviert.