
Sayyidah Ruqayya-Moschee
Dimashq
Die Sayyidah Ruqayya-Moschee ist eine bedeutende religiöse Stätte der Zwölfer-Schia im Stadtteil Al-Amara in Damaskus, Syrien. Sie ehrt Ruqayya bint Hussein, die junge Tochter von Imam Hussein, die tragisch als Kind nach der Schlacht von Karbala starb. Zum Moscheekomplex gehört ihr Mausoleum, ein Wallfahrtsort, der jährlich Zehntausende schiitischer Muslime anzieht. Architektonisch bietet die Moschee eine moderne Interpretation iranischen Designs, bekannt für ihr kunstvolles Fliesenwerk sowie Verzierungen mit Spiegeln und Gold. Die Moschee umfasst einen kleinen, direkt anschließenden Gebetsbereich sowie einen stillen Innenhof, der Besuchern Raum für Besinnung gibt. Durch die Nähe zu weiteren historischen Sehenswürdigkeiten in Damaskus – wie der Umayyaden-Moschee und dem Al-Hamidiyah-Basar – liegt sie zentral im lebendigen kulturellen Umfeld der Stadt. Zudem ist die Moschee während der Monate Muharram und Safar ein wichtiger Mittelpunkt für religiöse Gedenkfeiern. So spiegelt sie das fortdauernde Erbe von Opferbereitschaft und Glauben innerhalb der Schia wider.
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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch nach Möglichkeit in die Zeit religiöser Gedenkfeiern wie Muharram und Safar legen, um die besondere spirituelle Atmosphäre der Moschee zu erleben. Eine vorausplanende Vorbereitung für den Einlass sowie die Achtung religiöser Gepflogenheiten werden empfohlen. Die Moschee ist ganzjährig zugänglich, doch außerhalb der Haupt-Wallfahrtszeiten kann der Besuch deutlich ruhiger sein. Gewünschte bzw. erforderliche Kleidung: dezent. Spezielle Tickets werden nicht benötigt, allerdings werden möglicherweise Spenden gern gesehen.
Interessante Fakten
- •Die Sayyidah Ruqayya-Moschee gehört zu den wenigen schiitischen Schreinen in Damaskus, die an die Familie des Propheten Mohammed erinnern.
- •Die Architektur der Moschee zeichnet sich durch umfangreiche Arbeiten mit Spiegeln und Gold aus und spiegelt iranische Einflüsse wider.
- •Die Moschee ist ein Wallfahrtsort – besonders während Muharram und Safar – und erinnert an das Erbe der Schlacht von Karbala.
- •Ruqayya bint Hussein starb als kleines Kind im Alter von etwa drei bis vier Jahren, nachdem sie Gefangenschaft und große Entbehrungen erdulden musste.
- •Ihr Leichnam wurde nach der Überflutung ihres ursprünglichen Grabes an den heutigen Standort der Moschee verlegt.
Geschichte
Die Moschee wurde 1985 um das Mausoleum der Sayyidah Ruqayya errichtet; ihre sterblichen Überreste wurden an diesen Ort verlegt, nachdem das ursprüngliche Grabgelände überflutet worden war.
Die Stätte erinnert an die junge Tochter von Imam Hussein, die 680 n.
Chr.
nach der Schlacht von Karbala in Damaskus starb.
Im Laufe der Zeit wurde die Moschee mehrfach renoviert, insbesondere wegen Schäden, die im Zuge der anhaltenden Konflikte in der Region entstanden.
Heute zählt sie zu den bekanntesten schiitischen Schreinen in Syrien und steht zugleich für Widerstandskraft und Glauben.
Ortsführer
Mausoleum der Sayyidah Ruqayya1985
Das zentrale Grabmal, in dem die sterblichen Überreste von Ruqayya bint Hussein ruhen – einer verehrten Persönlichkeit in der Schia. Das Mausoleum ist mit kunstvollem Fliesenwerk und Spiegel- bzw. Spiegelelementen verziert; sie stehen sinnbildlich für Reinheit und Verehrung.
Gebetssaal1985
Ein benachbarter Bereich für Gebet und Besinnung – mit traditionellen islamischen architektonischen Elementen sowie aufwendigen Verzierungen, die zum vom Iran inspirierten Stil der Moschee passen.
Innenhof (Sahn)
Ein friedlicher, offener Platz vor der Moschee – er schafft eine ruhige Umgebung für Besucher und Pilger, um sich zu versammeln und innezuhalten.
Kontakt
Telefon: 011 224 0501