
Mausoleum Saladins
Dimashq
Das Mausoleum Saladins in Damaskus, Syrien, ist ein bedeutendes historisches und architektonisches Wahrzeichen innerhalb des Komplexes der Zahiriyya-Bibliothek. Ursprünglich war es das Haus von Saladins Vater und zugleich ein Kindheitshaus Saladins selbst. Nach dem Tod von Sultan al-Zahir Baybars im Jahr 1277 wurde der Ort in eine Madrasa und ein Mausoleum umgewandelt. Baybars, ein bedeutender mamlukischer Sultan, bekannt für seine Feldzüge gegen Kreuzfahrer und Mongolen, wurde hier zusammen mit seinem Sohn al-Sa'id Barakah beigesetzt. Der um etwa 1281 fertiggestellte Komplex weist bemerkenswerte mamlukische Gestaltungselemente auf, darunter ein monumentales Portal mit kunstvoll in Stein gearbeiteten Muqarnas sowie Ablaq-Mauerwerk mit abwechselnd dunklen und hellen Steinen. Das Innere des Mausoleums ist reich verziert mit Marmorverkleidungen und Glas-Mosaiken, die Bäume und Paläste zeigen – im Stil, der die nahegelegene Umayyaden-Moschee aufgreift. Die Stätte vereint religiöse, bildungsbezogene und funeräre Funktionen, wie sie für mamlukische Stiftungen typisch sind, und zählt in Syrien zu den am besten erhaltenen Beispielen dieser Art.
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Tipp: Besucher sollten ihre Besichtigung für Tageslicht einplanen, um die filigranen Details der Architektur und die Mosaiken in vollem Umfang zu würdigen. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, um tiefere Einblicke in die historische Bedeutung des Ortes zu gewinnen. Für Studierende und Gruppen können Ermäßigungen verfügbar sein. Am besten lässt sich das Mausoleum im Frühling oder im Herbst besuchen, wenn Damaskus mildes Wetter hat.
Interessante Fakten
- •Das Mausoleum wurde auf dem Kindheitshaus Saladins errichtet, des berühmten muslimischen Anführers, der gegen die Kreuzfahrer kämpfte.
- •Das monumentale Portal zeigt eines der besten Beispiele für in Stein gearbeitete Muqarnas in Syrien – ein Kennzeichen der mamlukischen Architektur.
- •Sultan Baybars, der hier begraben ist, spielte eine wichtige Rolle beim Stoppen des mongolischen Vormarschs in der Schlacht von Ain Jalut im Jahr 1260.
- •Die Innenmosaiken des Mausoleums stellen palastartige Szenen dar, die an die Umayyaden-Moschee erinnern, allerdings mit etwas geringerer handwerklicher Qualität.
- •Der Komplex erfüllte mehrere Funktionen – darunter Madrasas für islamisches Recht sowie ein Dar al-Hadith zur Vermittlung der Aussprüche des Propheten.
Geschichte
Das Mausoleum Saladins wurde 1277 nach dem Tod von Sultan al-Zahir Baybars gegründet, der hier nach einer vorübergehenden Beisetzung in der Zitadelle von Damaskus beigesetzt wurde.
Ursprünglich das Haus von Saladins Vater, wurde der Ort von Baybars’ Sohn al-Sa'id Barakah in eine Madrasa und einen Begräbnis- bzw.
Grabkomplex umgewandelt.
Der Bau wurde unter Sultan al-Mansur Qalawun um etwa 1281 fertiggestellt.
Das Mausoleum und die angrenzenden Bildungsinstitutionen spiegeln die architektonischen und kulturellen Entwicklungen der mamlukischen Epoche in Damaskus wider und bilden bis heute ein bleibendes Denkmal für Baybars’ Vermächtnis sowie den Einfluss des mamlukischen Sultanats in der Region.
Ortsführer
Monumentales Portal1277-1281
Dieser imposante Eingang zeigt kunstvoll in Stein gearbeitete Muqarnas und Ablaq-Mauerwerk mit abwechselnd dunklen und hellen Steinen – und verdeutlicht den Höhepunkt der mamlukischen Architekturdekoration in Syrien.
Mausoleums-Kuppel und Innenraumcirca 1281
Das Mausoleum wird von einer großen Kuppel gekrönt und bietet einen reich dekorierten Innenraum: entlang der unteren Wände finden sich Marmorverkleidungen, während entlang der oberen Wände ein Fries mit Glas-Mosaiken Bäume und Paläste zeigt – und damit die künstlerischen Traditionen der Umayyaden-Moschee widerspiegelt.
Mihrab
Eine aufwendig verzierte Gebetsnische mit geometrischen und pflanzlich ausgeschmückten Marmor-Mosaikmustern – als Symbol für die Gebetsrichtung innerhalb des Mausoleums.