Umayyaden-Moschee

Umayyaden-Moschee

Dimashq

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Die Umayyaden-Moschee, auch als Große Moschee von Damaskus bekannt, ist im Herzen von Damaskus, Syrien, ein monumentales Symbol für islamische Kunst und Architektur. Sie wurde im frühen 8. Jahrhundert während der Umayyaden-Dynastie errichtet und gilt als eine der ältesten Moscheen der Welt. Damit ist sie zugleich ein herausragendes Beispiel für die frühe islamische Architektur. Die Moschee wurde an der Stelle einer christlichen Basilika errichtet, die dem Johannes dem Täufer gewidmet war – dessen Reliquien sollen sich in der Moschee befinden. Architektonisch besticht die Anlage durch einen weitläufigen Innenhof, kunstvolle Mosaiken mit Darstellungen von Paradiesgärten sowie eine große Gebetshalle, die von Säulenreihen getragen wird. Seit Jahrhunderten dient die Moschee als religiöses, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum und spiegelt die reiche Geschichte der Stadt wider, die als Knotenpunkt verschiedener Zivilisationen gilt. Ihre Minarette und die kunstvollen Verzierungen zeigen eine Mischung aus byzantinischen und islamischen Einflüssen – und machen sie unter den islamischen Stätten einzigartig. Die Umayyaden-Moschee ist bis heute ein bedeutender Wallfahrtsort und ein Symbol für das fortdauernde spirituelle Erbe von Damaskus.

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Tipp: Besucher werden gebeten, sich angemessen und zurückhaltend zu kleiden und die Moschee außerhalb der Gebetszeiten zu besuchen, um ihre Architektur in vollem Umfang zu würdigen. Ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag sorgt für kühlere Temperaturen und weniger Andrang. Tickets sollten nach Möglichkeit im Voraus gekauft werden, und geführte Touren können das Verständnis für die historische und religiöse Bedeutung vertiefen. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende und Gruppen. Fotografieren ist erlaubt, dabei ist jedoch ein respektvolles Verhalten erforderlich.

Interessante Fakten

  • Die Moschee beherbergt eine Reliquienschrein-Stätte, von der man glaubt, dass sie den Kopf von Johannes dem Täufer enthält – verehrt sowohl im Islam als auch im Christentum.
  • Sie zählt zu den frühesten noch erhaltenen großflächigen Moscheen der Welt und prägte die islamische Architektur weltweit.
  • Die Mosaiken der Moschee gehören zu den besten Beispielen frühislamischer Kunst: Sie zeigen üppige Landschaften ohne menschliche oder tierische Figuren.
  • Die Stätte ist seit über zwei Jahrtausenden ein Ort des Gebets – vom römischen Tempel über eine christliche Kirche bis hin zur islamischen Moschee.

Geschichte

706

Die Umayyaden-Moschee wurde zwischen 706 und 715 n.

Chr.

unter Kalif Al-Walid I.

der Umayyaden-Dynastie errichtet und ersetzte dabei eine christliche Basilika, die wiederum über einem römischen Tempel gebaut worden war.

Die Stätte gilt seit der Antike als heilig und wird mit Johannes dem Täufer in Verbindung gebracht.

Die Moschee gehörte zu den ersten monumentalen islamischen Bauwerken und setzte architektonische Maßstäbe für spätere Moscheen.

Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Anlage in den Perioden der Abbasiden, Ayyubiden und Mamluken Restaurierungen und Erweiterungen – ein Spiegel der wechselnden Herrscher und künstlerischen Einflüsse der Stadt.

Trotz Schäden durch Erdbeben und Konflikte ist die Moschee weitgehend erhalten geblieben und bleibt ein bedeutendes religiöses und kulturelles Wahrzeichen.

Ortsführer

1
Haupte Gebetshalle8th century
Umayyad architects

Die weitläufige Gebetshalle bietet Säulenreihen und Bögen und zeigt den umayyadischen Baustil sowie kunstvolle Mosaiken, die Paradiesgärten darstellen – ohne menschliche oder tierische Figuren. So spiegeln sie islamische Kunsttraditionen wider.

2
Innenhof und Minarette8th century and later
Various Islamic dynasties

Der große offene Innenhof ist von Arkaden eingefasst und führt zu drei Minaretten. Jedes Minarett weist einen eigenen architektonischen Stil auf, der verschiedene Bau- und Renovierungsphasen widerspiegelt.

3
Schrein des Johannes des TäufersOriginal shrine predates mosque; current structure from Umayyad period

Dieser verehrte Schrein soll den Kopf von Johannes dem Täufer enthalten – und macht die Moschee damit zu einem bedeutenden Wallfahrtsort für Muslime und Christen.

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