Ôbo-Nationalpark

Ôbo-Nationalpark

Lembá

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Der 2006 gegründete Obô-Nationalpark erstreckt sich über 195 Quadratkilometer auf der Insel São Tomé im Staat São Tomé und Príncipe. Er umfasst Teile von vier Distrikten: Caué, Lembá, Lobata und Mé-Zóchi. Der Park ist in drei geografisch getrennte Zonen unterteilt: das zentrale Massiv mit den Bergen Pico de São Tomé und Pico Cão Grande, die südliche Zone Malanza sowie die nördliche Zone von Praia das Conchas und Lagoa Azul. International bekannt ist er für seinen dichten ursprünglichen Atlantischen Regenwald und eine Vielzahl an Biotopen – darunter Tiefland- und Bergwälder, Mangroven und Savannen. Das Ökosystem des Parks beherbergt etwa 700 Pflanzenarten, von denen 95 auf São Tomé endemisch sind, darunter die immergrüne Konifere Afrocarpus mannii sowie zahlreiche Orchideen, Farne und Moose. Außerdem ist er Lebensraum für 16 endemische Vogelarten wie den São-Tomé-Buschtauber (São Tomé olive pigeon) und den São-Tomé-Schnäpperibis (São Tomé ibis) und wird damit als Important Bird Area anerkannt – durch BirdLife International. Zu den weiteren bemerkenswerten Tieren zählen endemische Amphibien, Fledermäuse sowie das einzige endemische Landsäugetier, die Spitzmaus Crocidura thomensis. Die reiche Biodiversität und die einzigartigen Landschaften machen den Park zu einem wichtigen Schutzgebiet und zu einem spannenden Reiseziel für Naturfans.

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Tipp: Besucher sollten den Park vor allem in der Trockenzeit erkunden: Dann ist das Wandern leichter und Wildtiere lassen sich besser beobachten. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, um abgelegene Zonen sicher zu erreichen und etwas über die Biodiversität des Parks von lokalen Expertinnen und Experten zu lernen. Für Studierende und Gruppen sind möglicherweise Ermäßigungen verfügbar. Tragen Sie festes Schuhwerk und bringen Sie einen Insektenschutz mit – wegen des Regenwaldklimas.

Interessante Fakten

  • Der Park umfasst drei getrennte Zonen, darunter das zentrale Massiv mit Pico de São Tomé und Pico Cão Grande.
  • Er beherbergt etwa 700 Pflanzenarten, von denen 95 auf São Tomé endemisch sind.
  • Die Wälder sind unter den Global 200 der biologisch wichtigsten Gebiete von WWF gelistet.
  • Der Obô-Nationalpark ist als Important Bird Area anerkannt – mit 16 endemischen Vogelarten.
  • Der Park umfasst einzigartige Amphibien sowie drei Arten endemischer Fledermäuse.

Geschichte

2006

Der Obô-Nationalpark wurde 2006 offiziell eingerichtet, um die einzigartige Biodiversität der Insel und ihre Regenwaldökosysteme zu schützen.

1988

Noch bevor das Gebiet als Park ausgewiesen wurde, hatten Wissenschaftler die Wälder von São Tomé und Príncipe bereits 1988 als biologisch zweitwichtigste Region in Afrika eingestuft.

Im Laufe der Zeit wurde das Areal von globalen Naturschutzorganisationen wie WWF und BirdLife International aufgrund seiner ökologischen Bedeutung weiter anerkannt.

Der Park befindet sich weiterhin im Prozess einer formalen IUCN-Kategorisierung als geschütztes Gebiet.

Ortsführer

1
Zentralmassiv-Zone

Diese Zone umfasst die höchsten Gipfel der Insel, Pico de São Tomé sowie die markante vulkanische Felsnadel Pico Cão Grande – mit spektakulären Landschaften und vielfältigen Lebensräumen.

2
Zone Malanza

Im südlichen Teil der Insel gelegen, zeichnet sich Malanza durch dichten Regenwald aus und ist bekannt für eine reiche Biodiversität sowie endemische Arten.

3
Zone Praia das Conchas und Lagoa Azul

Diese nördliche Küstenzone umfasst Mangrovenbereiche und Savannen und bietet innerhalb der Parkgrenzen kontrastreiche Ökosysteme.