Neveh Shalom Synagogue

Neveh Shalom Synagogue

Paramaribo

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Die Neveh Shalom Synagogue in der Keizerstraat 82 in Paramaribo, Suriname, ist eine historische reformjüdische Gemeinde, die ursprünglich als orthodoxe Gemeinschaft nach dem aschkenasischen Ritus gegründet wurde. Die Synagoge steht auf einem Grundstück, das 1716 von sefardischen Juden erworben wurde; das ursprüngliche Gebäude wurde 1723 fertiggestellt. Die heutige Anlage, entworfen von dem Architekten J.F. Halfhide, wurde 1842 abgeschlossen, nachdem der Bau 1835 begonnen hatte. Am Giebel ist ein Chronogramm datiert mit 1836/7 zu sehen. Historisch diente die Synagoge sowohl sefardischen als auch aschkenasischen Gemeinden; diese verschmolzen in den 1990er-Jahren, wobei die Gottesdienste abwechselnd in zwei Gebäuden und nach zwei Riten stattfanden. Sie beherbergt ein kleines Museum, das der Geschichte der Juden in Suriname gewidmet ist und den Wandel der Gemeinde vom orthodoxen hin zum liberalen Judentum widerspiegelt; heute heißt sie auch interreligiöse Paare und Nichtjuden willkommen. Die Synagoge liegt einzigartig direkt neben der Moschee Keizerstraat – ein Symbol für das multikulturelle Gefüge von Paramaribo. Sie ist bis heute das lebendige Zentrum des jüdischen Lebens in Suriname, einem Land, das für sein vielfältiges ethnisches Mosaik und seine üppigen Regenwälder bekannt ist.

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Tipp: Besucher sollten unbedingt das Synagogenmuseum und den Geschenkeladen besuchen – geöffnet von Montag bis Donnerstag von 10:00 bis 16:00 Uhr. Der Besuch des Kabbalat-Shabbat-Gottesdienstes am Freitagabend um 19:00 Uhr bietet ein besonders stimmiges kulturelles Erlebnis. Samstagmorgen-Gottesdienste sind auf Anfrage möglich. Um sicherzugehen, dass Sie Zugang erhalten, empfiehlt es sich, Tickets zu kaufen oder Besuche im Voraus zu arrangieren. Die beste Zeit für einen Besuch sind Wochentage, um die Menschenmengen am Wochenende zu vermeiden und die ruhige Atmosphäre zu genießen.

Interessante Fakten

  • Die Synagoge liegt direkt neben der Moschee Keizerstraat und zeigt damit die religiöse Vielfalt in Paramaribo.
  • Das Chronogramm am Giebel der Synagoge stammt aus dem Jahr 5597 AM (1836/7 n. Chr.).
  • Paramaribo, wo die Synagoge steht, ist als „wooden city“ (Holzstadt) bekannt, weil es viele Gebäude aus Holz gibt – und ist seit 2002 UNESCO-Welterbestätte.
  • Die jüdische Gemeinde in Suriname zählt zu den ältesten in Amerika und lässt sich bis in die 1630er-Jahre zurückverfolgen.
  • Die Synagoge hat sich vom orthodoxen hin zum liberalen Judentum gewandelt und nimmt heute interreligiöse Paare sowie Nichtjuden auf.

Geschichte

Die jüdische Präsenz in Suriname reicht bis in die 1630er-Jahre zurück: Juden, die vor der Spanischen Inquisition flüchteten, kamen von Holland, Portugal und Italien über Brasilien an.

1716

Das ursprüngliche Synagogengrundstück wurde 1716 von sefardischen Juden erworben; das erste Gebäude wurde 1723 fertiggestellt.

1835

Die heutige Neveh Shalom Synagogue wurde zwischen 1835 und 1842 errichtet, entworfen von J.F.

Halfhide.

1735

Zunächst versorgte die Synagoge sowohl die aschkenasischen als auch die sefardischen Gemeinden; 1735 wurde sie an die Aschkenasim verkauft, während die Sefardim eine eigene Gemeinde bildeten.

Diese Gemeinschaften vereinigten sich in den 1990er-Jahren – ein Zeichen für sich wandelnde religiöse Praktiken und die Integration der Gemeinde.

Ortsführer

1
Haupthalle1842
J.F. Halfhide

Der zentrale Gottesdienstraum der Neveh Shalom Synagogue mit traditionellen jüdischen architektonischen Elementen sowie Sitzgelegenheiten, die für Gebete und Gottesdienste im Gemeindekontext angeordnet sind.

2
Museum zur jüdischen Geschichte

Ein kleines Museum im Synagogenkomplex, das die Geschichte und das Erbe der jüdischen Gemeinde in Suriname zeigt – unter anderem mit Exponaten, Dokumenten und Fotografien.

Kontakt

Telefon: 472-817