
Faidherbe-Brücke
Saint-Louis
Die Faidherbe-Brücke ist eine bedeutende Straßenbrücke über den Senegal River und verbindet die Insel Saint-Louis mit dem afrikanischen Festland. Die Brücke besteht größtenteils aus Metall und ist etwa 507 Meter lang sowie 10,5 Meter breit. Sie verfügt über acht Felder: Die fünf längsten überspannen jeweils über 78 Meter. Zunächst war der Zugang zur Insel Saint-Louis ausschließlich per Boot möglich, bis Mitte des 19. Jahrhunderts, als Gouverneur Louis Faidherbe ein Fährsystem einführte. Der zunehmende Verkehr machte den Fährbetrieb jedoch schnell unzureichend, sodass 1865 die erste schwebende Brücke gebaut wurde. Benannt wurde sie per Dekret von Napoleon III. nach Faidherbe. Diese frühere Brücke bestand aus Metallpontons, die eine hölzerne Fahrbahn trugen, und war 32 Jahre in Betrieb, bevor sie wegen steigenden Eisenbahnverkehrs sowie wegen Gewichtsbeschränkungen abgebaut wurde. Die heutige metallene Faidherbe-Brücke wurde am 14. Juli 1897 eingeweiht, nachdem Gouverneur Henri de Lamothe einen Kredit für Verbesserungen an der Infrastruktur aufgenommen hatte. Sie wurde mit einem drehbaren Abschnitt konzipiert, damit Schiffe passieren können, und von der Firma Nouguier, Kessler et Cie gebaut, die gegenüber konkurrierenden Unternehmen ausgewählt wurde – darunter auch Gustave Eiffels Firma. Die Brücke ist bis heute ein Symbol für koloniale Ingenieurskunst und bleibt in Saint-Louis eine wichtige Verbindung; in den 2000er-Jahren wurde zudem ein bedeutendes Sanierungsprogramm gestartet, um ihre Struktur zu erhalten.
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Tipp: Besucher sollten erwägen, die Brücke tagsüber zu besichtigen, um die architektonischen Details und die Flussansichten in vollen Zügen zu genießen. Ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag bietet besonders günstiges Licht für Fotos. Es empfiehlt sich, vor der Anreise die lokalen Gegebenheiten und mögliche laufende Wartungsarbeiten zu prüfen. Die Brücke ist zwar öffentlich zugänglich, aber eine Planung rund um lokale Veranstaltungen kann das Erlebnis bereichern. Für spezielle Tickets ist nichts erforderlich, doch geführte Touren durch Saint-Louis nehmen die Brücke oft als Highlight in ihr Programm auf.
Interessante Fakten
- •Die Brücke wiegt etwa 1.500 Tonnen und überspannt mehr als 507 Meter Länge.
- •Sie besitzt einen drehbaren Abschnitt, der um 90 Grad gedreht werden kann, damit Schiffe darunter hindurchfahren können.
- •Die ursprüngliche schwimmende Pontonbrücke wurde per Dekret von Napoleon III. nach Louis Faidherbe benannt.
- •Der Bauvertrag für die heutige Brücke ging an Nouguier, Kessler et Cie – sie setzten sich gegen die Firma durch, die Gustave Eiffel gehörte.
- •Ein großes Sanierungsprogramm im Wert von 27 Millionen US-Dollar wurde in den 2000er-Jahren eingeweiht, um die Brücke zu erhalten.
Geschichte
Die ursprüngliche Faidherbe-Brücke war eine schwimmende Pontonbrücke, die 1865 eröffnet wurde, um den Zugang zur Insel Saint-Louis zu erleichtern und den Bootstransport zu ersetzen.
Sie war 32 Jahre lang in Betrieb, bis sie 1897 wegen zunehmendem Eisenbahnverkehr und steigenden Belastungsanforderungen abgebaut wurde.
Die heutige metallene Brücke wurde nach einem 1892 vom französischen Staat genehmigten Kredit errichtet und 1897 eingeweiht.
Gebaut von Nouguier, Kessler et Cie, verfügte sie über einen drehbaren Abschnitt, der das Passieren von Schiffen ermöglichen sollte.
Die Brücke hat eine umfangreiche Sanierung durchlaufen, darunter eine große Renovierung in den 2000er-Jahren, um die strukturelle Integrität zu erhalten.
Ortsführer
Drehbares Feld1897
Ein besonderes Merkmal der Faidherbe-Brücke ist ihr drehbarer Abschnitt: Er ist so ausgelegt, dass er 90 Grad gedreht werden kann, um die Durchfahrt von Schiffen entlang des Senegal River zu ermöglichen, ohne den Straßenverkehr zu unterbrechen.
Metallkonstruktion und Felder1897
Die Metallkonstruktion der Brücke besteht aus acht Feldern; die fünf längsten sind jeweils über 78 Meter lang. Dieses robuste Design war darauf ausgelegt, den steigenden Verkehrsanforderungen in der Kolonialzeit gerecht zu werden.