
Museum of Black Civilizations
Dakar
Das Museum of Black Civilizations in Dakar, Senegal, wurde am 6. Dezember 2018 als nationales Haus eröffnet. Es ist als Institution dem Ziel gewidmet, Afrikas tiefgreifende Beiträge zur globalen Kultur und Wissenschaft zu zeigen. Geleitet vom Archäologen Hamady Bocoum verkörpert das Museum die Vision des ersten senegalesischen Präsidenten Léopold Sédar Senghor, einen Raum zu schaffen, der die Geschichte und die gegenwärtigen Kulturen von Black Menschen überall abbildet. Es rückt bedeutende afrikanische Errungenschaften in den Mittelpunkt – darunter die frühe Entdeckung der Eisenverarbeitung, die auf 2500 Jahre vor Christus zurückgeht. Das Museum beherbergt vielfältige Sammlungen, darunter Dogon-Rüstungen, Babouches von Serigne Babacar Sy sowie Skulpturen wie die Darstellung von Ovonramwens Exil. Außerdem zeigt es Gemälde, Skulpturen, Wandteppiche, Fotografie, Video- Kunst und Installationen – und spiegelt damit sowohl historische als auch moderne Ausdrucksformen afrikanischer Kunst wider. Vom Time Magazine als eines der „World's 100 Greatest Places of 2019“ ausgezeichnet, spielt das Museum eine Schlüsselrolle dabei, sich für die Rückführung des afrikanischen kulturellen Erbes einzusetzen – von dem ein Großteil nach wie vor in ausländischen Institutionen aufbewahrt wird. Seine moderne Architektur und kuratierten Ausstellungen machen es zu einem wichtigen kulturellen Wahrzeichen in Dakar und weit darüber hinaus in ganz Afrika.
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Tipp: Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet und montags geschlossen. Besucher werden gebeten, geführte Touren in Betracht zu ziehen, die für Gruppen ab 10 Personen gebucht werden können. Es wird empfohlen, Tickets oder Touren im Voraus zu kaufen bzw. zu buchen – besonders für Gruppen. Das Museum veranstaltet gelegentlich Events und Webinare zu Themen wie afrikanischer Souveränität und kultureller Rückgabe und bietet so bereichernde Erlebnisse zusätzlich zu den Dauerausstellungen.
Interessante Fakten
- •Das Museum hebt hervor, dass die Eisenverarbeitung in Afrika 2500 Jahre vor Christus entdeckt wurde – und betont damit Afrikas frühe technologische Fortschritte.
- •Es wurde in einem Bericht zur Rückgabe des afrikanischen kulturellen Erbes, der 2018 dem französischen Präsidenten vorgelegt wurde, unter den „ultramodern museums“ aufgeführt.
- •Bis zu 95% des kulturellen Erbes Afrikas wird außerhalb Afrikas aufbewahrt – beispielsweise hält das Musée du quai Branly in Paris Zehntausende afrikanischer Artefakte.
- •Das Museum wurde vom Time Magazine als eines der „World's 100 Greatest Places of 2019“ ausgezeichnet.
Geschichte
Das Museum of Black Civilizations wurde am 6.
Dezember 2018 eingeweiht und setzte damit die Vision des ersten senegalesischen Präsidenten Léopold Sédar Senghor um, ein Museum zu schaffen, das die Black-Geschichten und -Kulturen weltweit repräsentiert.
Die Baukosten beliefen sich auf etwa 30 Millionen US-Dollar.
Seit seiner Eröffnung bemüht sich das Museum aktiv um die Rückführung afrikanischer Kunstwerke und macht darauf aufmerksam, dass bis zu 95% des kulturellen Erbes Afrikas außerhalb des Kontinents bewahrt werden.
Es hat zudem internationale Anerkennung erhalten – unter anderem wurde es in die Liste der „World's 100 Greatest Places of 2019“ des Time Magazine aufgenommen.
Ortsführer
Dogon Hunter Armor
Ein authentisches Rüstungsteil, das die Jagdtraditionen des Dogon-Volkes repräsentiert und durch seine kunstvolle Ausführung sowie seine kulturelle Bedeutung überzeugt.
Serigne Babacar Sy's Babouches
Traditionelle Slipper (Babouches), die Serigne Babacar Sy gehörten, und die religiöse sowie kulturelle Symbolik im Senegal widerspiegeln.
Sculpture of Ovonramwen's Exile
Eine Skulptur, die das Exil von Ovonramwen darstellt – dem letzten Oba des Königreichs Benin. Sie steht symbolisch für die Kolonialgeschichte und den Widerstand.
Kontakt
Telefon: 33 889 11 80