Guaita-Turm

Guaita-Turm

San Marino

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Der Guaita-Turm, auch La Rocca genannt, ist der älteste der drei berühmten Türme, die über San Marino wachen. Ursprünglich wurde er bereits im 11. Jahrhundert errichtet. Er diente als Festung und als Zufluchtsort während Belagerungen und war mit doppelten Mauern und Zinnenanlagen ausgebaut. Über die Jahrhunderte hinweg wiederaufgebaut und verstärkt, stammt seine heutige Gestalt zum größten Teil aus dem späten 15. Jahrhundert und hat ein charakteristisches, ansteigendes Dach, das im 16. Jahrhundert ergänzt wurde. Die Festung umfasst einen Glockenturm, einen Hauptturm und das Mastio – den ältesten Teil, der weitgehend unverändert geblieben ist. Außerdem beherbergte sie bis 1970 ein Gefängnis und besitzt die Kapelle der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Artilleristen. Die Festung ist ein nationales Symbol, das auf der Flagge und dem Wappen von San Marino abgebildet ist, und bietet Panoramablicke auf die Stadt sowie auf die umliegende Landschaft der Apenninen. Seit 2008 als UNESCO-Welterbestätte anerkannt, ist der Guaita-Turm ein eindrucksvoller Beleg für die fortwährende Unabhängigkeit und die militärische Geschichte der Republik.

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Tipp: Besuchen Sie den Guaita-Turm am Morgen oder am späten Nachmittag, um kühlere Temperaturen zu genießen und für die Fotografie optimales Licht zu haben. Tickets können vor Ort gekauft werden, doch in der Hochsaison ist eine frühzeitige Buchung empfehlenswert. Achten Sie auf besondere Veranstaltungen, wenn die Garde der Felsen (Guard of the Rock) bei Zeremonien mit ihren blanken Kanonenschüssen einen Schuss abfeuert. Tragen Sie bequeme Schuhe, um die Treppen zu erklimmen und die Innenhöfe sowie Türme der Festung zu erkunden. Der Ort bietet nur eingeschränkte Zugänglichkeit für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Interessante Fakten

  • Der Guaita-Turm ist der älteste von San Marinos drei Türmen und der eindrucksvollste.
  • Die Festung wurde bis Oktober 1970 als Gefängnis genutzt.
  • Zwei 75-mm-Kanonen, die von Victor Emmanuel II. und Victor Emmanuel III. geschenkt wurden, sind im äußeren Innenhof ausgestellt und werden an Feiertagen noch immer für Blindschüsse verwendet.
  • Die große Glocke des Glockenturms hat historisch die Bürger gerufen, um die Republik zu verteidigen.
  • Der Guaita-Turm ist sowohl auf der nationalen Flagge als auch auf dem Wappen von San Marino zu sehen.
  • Die Kapelle der Heiligen Barbara innerhalb der Festung wurde 1960 wiederaufgebaut und enthält eine Bronzefigur (Effigie) des Bildhauers Bino Bini aus dem Jahr 1979.

Geschichte

Der Guaita-Turm wurde ursprünglich im 11.

Jahrhundert als defensive Festung auf dem Monte Titano errichtet.

Im Laufe der Zeit erhielt er mehrere Verstärkungen und im späten 1400er-Jahren eine größere Rekonstruktion, darunter die Ergänzung eines ansteigenden Dachs im 16.

Jahrhundert.

1970

Historisch diente er sowohl als militärischer Stützpunkt als auch als Gefängnis, wobei die Inhaftierungen bis 1970 andauerten.

Die Festung ist seit Jahrhunderten ein Symbol für die Unabhängigkeit und Widerstandskraft von San Marino durch regionale Konflikte und ist auf der nationalen Flagge sowie dem Wappen abgebildet.

2008

Seit 2008 ist sie als UNESCO-Welterbestätte anerkannt und bewahrt ihre kulturelle und historische Bedeutung.

Ortsführer

1
Hauptfestung und Mauern11th century (original construction)

Die Festung ist durch doppelte Mauern mit Zinnenanlagen und Ecktürmen geschützt – ausgelegt für Verteidigung und Überwachung. Besucher können den äußeren Innenhof erkunden, der historische Artilleriegeräte zeigt und Ausblicke über San Marino bietet.

2
Mastio (Bergfried)11th century

Das Mastio ist der älteste und innerste Teil der Festung und größtenteils seit seiner ursprünglichen Errichtung unverändert geblieben. Es diente als letzte Verteidigungslinie und als bedeutende Festung innerhalb des Guaita-Turms.

3
Glockenturm und „Campanone“Rebuilt in late 15th century

Der Glockenturm beherbergt die große Glocke, die als „Campanone“ bekannt ist. Sie hat historisch die Bürger vor Gefahr gewarnt und markiert heute wichtige bürgerliche und religiöse Anlässe. Von hier aus können Besucher Panoramablicke auf San Marino und die umliegenden Apenninen genießen.

4
Kapelle der Heiligen Barbara1960
Bino Bini (sculptor)

Nahe dem Eingang der Festung befindet sich diese kleine Kapelle, die der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Artilleristen, gewidmet ist. Sie wurde 1960 errichtet und bietet eine Bronzefigur der Heiligen sowie sechs türmchenförmige Kandelaber, die der Bildhauer Bino Bini 1979 geschaffen hat.

Kontakt

Telefon: 0549 991369